Brand in Angermünde: Feuerwehr seit 24 Stunden in der Lagerhalle im Einsatz

Ein Großbrand hat eine Lagerhalle in Angermünde völlig zerstört. Am Folgetag schwelen immer noch Flammen in den Trümmern. Die Feuerwehr ist 24 Stunden später immer noch im Einsatz. In der Halle lagerten rund 3.500 Tonnen Stroh für eine Biogasanlage.
Daniela Windolff- Großbrand zerstört Lagerhalle in Angermünde, Feuerwehr seit über 24 Stunden im Einsatz.
- 3.500 Tonnen Stroh für Biogasanlage betroffen, Funkenflug gefährdet Wald und Nachbargebäude.
- 65 Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen, Dach einsturzgefährdet, Einsatzleiter reduziert Team.
- Unterstützung durch Feuerwehr Schwedt, Radlader nutzen, um brennende Nester zu bekämpfen.
- Kriminalpolizei ermittelt Brandursache, starke Rauchentwicklung für Tage erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Großfeuer in einer Lagerhalle in Angermünde ist auch mehr als 24 Stunden nach Ausbruch des Brandes am Dienstag (10.6. 2025) nicht komplett gelöscht. Noch immer lodern Flammen in der völlig zerstörten Halle auf. Funkenflug bedroht benachbarte Liegenschaften und vor allem den angrenzenden Wald.
Die ganze Nacht hindurch waren insgesamt 65 Rettungskräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei an der Unglücksstelle im Einsatz. Erst am Folgetag kann Einsatzleiter René Pöschl die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort etwas reduzieren. Am Mittwochnachmittag sind noch etwa 20 Kameraden vor Ort, um Brandwache zu halten und ein Ausbreiten bzw. Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern.
Brand in Angermünde: Feuerwehr Schwedt half mit Drehleiter
Die Angermünder Freiwillige Feuerwehr war seit Dienstag 14 Uhr mit mehreren Löschgruppen aus den Ortsteilen vor Ort. Zusätzlich unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Schwedt die Angermünder Kameraden mit Manpower und einer Drehleiter.
„Der Einsatz war recht schwierig und nicht ungefährlich, denn schon kurz nach Eintreffen der ersten Feuerwehren brach bereits das Dach ein. Das Gebäude zu betreten, war viel zu gefährlich. Wir mussten versuchen, von außen das Feuer einzudämmen und die benachbarten Gebäude, darunter Garagen, zu schützen“, erzählt der Angermünder Stadtbrandmeister René Pöschl.
Trotzdem verursachte Funkenflug und böiger Wind zusätzlich einen Flächenbrand auf dem Hintergelände der Halle, der jedoch unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Brand einer Lagerhalle in Angermünde: Mit einem Radlader versuchen die Rettungskräfte brennende Nester im Außengelände auseinanderzuziehen. Die Halle ist akut einsturzgefährdet.
René Pöschl/Feuerwehr AngermündeDen Rettern gelang es, trotz der komplizierten Situation alle Technik und Fahrzeuge aus der Halle und angrenzenden Gebäuden in Sicherheit zu bringen. So konnte noch größerer Sachschaden verhindert werden. Die Lagerhalle selbst können sie nicht retten. Dach, Träger, Wände sind schon eingestürzt. Schwere Stahltore sind durch die Hitze verbogen. Nur die Front steht noch halbwegs. „Wir können nichts weiter tun, als alles kontrolliert ausbrennen zu lassen“, gesteht René Pöschl.
Angermünder Feuerwehrchef dankt Einsatzkräften und Helfern
Nach 24 Stunden Dauereinsatz mit nur ein paar Momenten Schlaf zwischendurch weicht die extreme Anspannung und Konzentration während des Einsatzes und der Koordination langsam der Erschöpfung. Es war schon sehr großer und anstrengender Einsatz, aber alle Kameraden waren super motiviert und haben großartig gearbeitet. Außerdem bekamen wir tolle Unterstützung und Hilfe“, sagt der Angermünder Feuerwehrchef dankbar.
Nicht nur die Kooperation mit Schwedt und dem Katastrophenschutz des Landkreises habe sich hervorragend bewährt. Für die Kameraden, die Nachtschicht leisten mussten, wurden zum Beispiel Zelte und Bänke aufgebaut. Die Angermünder UM Wild & Fleisch GmbH versorgte die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken.
Fleischer aus Angermünde spendiert Imbiss und Getränke
Bis zum Abend des Folgetages (11.6.2025) sind die Brandschützer noch vor Ort, dann wird das Gelände an den Eigentümer, die Schützengilde Angermünde, übergeben. Die hatte die Halle vermietet, die zuletzt als Strohlager für einen Biogaserzeuger genutzt wurde. Am Brandtag wurde gerade ein Sattelschlepper mit Strohballen beladen.

Der Crew des Rettungshubschraubers Christoph 64 bot sich aus der Luft dieser Anblick. Das Dach der brennenden Lagerhalle ist bereits eingestürzt.
Feuerwehr Angermünde/PöschlDie Kriminalpolizei wird demnächst zur Brandursache ermitteln. Aktuell kann sie die glimmende Ruine allerdings noch nicht betreten. Die Bauaufsicht wird mit einem Statiker vor Ort den Zustand prüfen.
Rauchentwicklung hält noch einige Tage an
Die Lagerhalle liegt auf einem Gelände zwischen Angermünde und Neukünkendorf direkt am Schießplatz. Stadtbrandmeister René Pöschl weist darauf hin, dass die starke Rauch- und Geruchsbelästigung noch einige Tage andauern wird. Betroffen sind vor allem die umliegenden Ortschaften Neukünkendorf, Augustenfelde und je nach Windrichtung Angermünde und Crussow.

