Brand in Schwedt: Rauch im Hochhaus – verqualmtes Treppenhaus sorgt für Großeinsatz

In Schwedt bereitete sich die Feuerwehr vor, das verqualmtes Treppenhaus im Zehngeschosser abzusuchen.
Oliver VoigtAm Montag, 8. Januar, rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften in die Lindenallee aus. Ein Feueralarm in einem zehngeschossigen Hochhaus wurde gemeldet. Näheres war nicht bekannt. Was ist passiert?
Die Leitstelle wurde gegen 22:20 Uhr alarmiert, Bewohner hätten ein verqualmtes Treppenhaus gemeldet. Die hauptamtlichen Kräfte der Schwedter Feuerwehr waren zuerst an der Einsatzstelle und begannen umgehend mit der Lageerkundung.
Freiwillige Feuerwehr unterstützt
Die Unterstützung durch die Löschzüge 1 und 2 ließ nicht lange auf sich warten. Atemschutzträger kontrollierten auf allen Etagen, während im Erdgeschoss das Gebläse zur Entlüftung in Betrieb genommen wurde. Der Geruch des abziehenden Rauchs war den Feuerwehrleuten nicht unbekannt. Meist begleitet dieser abbrennende Feuerwerkskörper. Die Befragung der Bewohner ergab jedoch nichts Konkretes. Niemand habe entsprechende Geräusche wahrgenommen. Erst bei der weiteren Suche bestätigte sich der Verdacht. Unterhalb der Treppe im Kellergeschoss fanden sich die Überreste eines Böllers. Die Polizei identifizierte sie später als Rauchbomben osteuropäischer Herkunft.
Evakuierung beim Brand nicht nötig
Einige Bewohner hatten von sich aus ihre Wohnung verlassen und warteten vor dem Aufgang auf das Einsatzende. Eine Evakuierung war weder nötig noch vorgesehen. Wer die Rauchbomben gezündet hat, ließ sich vor Ort nicht ermitteln. Fraglich bleibt jedoch, wie der Zugang zum Treppenhaus möglich war. Einige Hausbewohner verwiesen jedoch auf eine nicht richtig schließende Eingangstür.
Feuerwehreinsatz am Hafen in Schwedt
Für die Feuerwehr war es bereits der zweite Einsatz am Montagabend. Zuvor wurden sie bereits zum Hafen gerufen. Das Auslösen der Brandmeldeanlage eines dort ansässigen Unternehmens erwies sich jedoch als Fehlfunktion.

