Das Asklepios Klinikum in Schwedt hat vier nachgewiesene Corona-Fälle gemeldet. Dabei handelt es sich um drei ältere Patienten und einen Arzt. „Die Patienten müssen nicht beatmet oder auf der Intensivstation betreut werden. Aktuell werden sie auf der Isolierstation betreut“, informierte Krankenhaus-Hygieniker Thomas Klinkmann. Außerdem habe sich ein Arzt des Hauses krank gemeldet und wurde anschließend positiv auf Covid-19 getestet.
Der Arzt habe nur leichte Symptome und befinde sich derzeit in häuslicher Isolation, bestätigte Geschäftsführer Ulrich Gnauk. „Vier Ärzte, die in direktem Umfeld mit dem infizierten Arzt zusammengearbeitet haben, sind ebenfalls in Quarantäne geschickt worden“, so Gnauk. Alle vier Ärzte wurden inzwischen negativ getestet und können unter verschärften Sicherheitsauflagen auch wieder arbeiten.

Uckermark-Klinikum schränkt Besucherverkehr stark ein

Die Fälle traten Anfang der Woche auf. Das Klinikum hat seither den Besuchsverkehr im Haus stark eingeschränkt und ein Besuchsverbot für alle Stationen verhängt. Nur in begründeten Ausnahmefällen können sich Besucher telefonisch einen Passierschein von der jeweiligen Station ausstellen lassen. Der Zugang zu den Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums im Gebäude des Klinikums ist weiterhin möglich. Im Haus gilt jedoch strenge Masken- und Desinfektionspflicht.
Das Haus verschärfte nach den positiven Test auch seine eigenen Testregeln. Patienten werden nur aufgenommen oder in andere Häuser weitergeleitet, wenn sie zuvor negativ getestet wurden. Alle Mitarbeiter des Hauses werden regelmäßig getestet. Personal, das aus Risikogebieten nach Schwedt pendelt, zum Beispiel aus Berlin oder Polen, wird zweimal pro Woche getestet.

Mitarbeiter in gefährdeten Abteilungen werden regelmäßig getestet

Die gleiche Regelung gilt für Mitarbeiter, die in besonders gefährdeten Bereichen des Krankenhauses arbeiten. „Das betrifft natürlich die ITS und die Isolierstation, aber auch die Notfallaufnahme, die Onkologie oder Geriatrie. Die Kontrollen betreffen alle Mitarbeiter, die dort zu tun haben, nicht nur Ärzte und Schwestern, sondern bis hin zu den Reinigungskräften auf den Stationen“, erläuterte Klinkmann.
Das Klinikum habe in den vier Corona-Fällen eine umfangreiche Nachverfolgung der Kontakte mit anderen Patienten, Personal und im privaten Umfeld eingeleitet. Die Untersuchung, wie die Infektionen in Haus gelangt ist und ob sich Patienten und Arzt untereinander angesteckt haben, laufen noch. „Derzeit haben wir die Lage im Griff“, schätzte Thomas Klinkmann ein, „eine Schließung des Hauses ist nicht erforderlich.“

Parallel weiterer Fall im Zusammenhang mit einer Kita

Parallel zu den Fällen im Klinikum gab es einen weiteren bestätigten Coronafall in einer Schwedter Kita. Ein Vater, der sein Kind in die Einrichtung brachte, wurde anschließend positiv getestet. Das Kind bleibt nun zu Hause. Da das Kind nur zu einem anderen Kind Kontakt hatte und der Vater nur kurz in der Kita war, schätzte das gesundheitsamt die Gefahr einer Ansteckung als unwahrscheinlich ein und erließ keine weiteren Maßnahmen.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.

Besuchsverbot im Klinikum


Seit dieser Woche gilt im Asklepios Klinikum ein generelles Besuchsverbot.

Ausnahmen davon gibt es nur noch in medizinisch begründbaren Fällen. Unter anderem können Angehörige Palliativpatienten und Tumorpatienten besuchen, Kinder begleiten oder bei der Geburt dabei sein.

Über Ausnahmen kann nur der Arzt bei der Aufnahme oder der behandelnde Arzt auf Station entscheiden. Besucher müssen dafür vor ihrem Besuch auf der jeweiligen Station anrufen und das Ausstellen eines Passierscheins beantragen.

Nur mit diesem persönlichen Passierschein und unter Abgabe des Personalausweises, der Krankenkassenkarte oder des Führerscheins erteilt die Rezeption dann eine Besuchserlaubnis.

Das Besuchsverbot betrifft ausschließlich den stationären Bereich. Die Arztpraxen des MVZ sind nach wie vor unter Einhaltung der Hygieneregeln, wie Tragen eines Mund-Nasenschutzes und Einhaltung des gültigen Mindestabstands von 1,5 Meter, erreichbar.

Die Klinikleitung hat das Personal angewiesen ist, diese Maßnahmen konsequent umzusetzen und notfalls das Hausrecht wahrzunehmen.