Angesichts der Corona-Infektionszahlen in der Uckermark sind Besuchsausnahmen im Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt jetzt ausschließlich mit einem negativen Corona-Testergebnis gestattet. Außerdem wurden die regelmäßigen Kontrollen aller Mitarbeiter und Patienten ausgeweitet. Patienten des MVZ müssen vor der Anmeldung eine Selbstauskunft geben.
Medizinische Ausnahmen sind Besuche durch Angehörige bei Palliativ- sowie bei Tumorpatienten oder Begleitpersonen von Kindern oder bei Geburten. Besucher dieser Personengruppen erhalten bei der Aufnahme oder nach telefonischer Abstimmung mit dem behandelnden Arzt einen persönlichen Passierschein. Ab sofort müssen alle Besucher einen einmaligen Corona-Schnelltest gegen eine Gebühr von 10 Euro durchführen lassen. Mit dem negativen Testformular und dem Passierschein wird dann an der Rezeption die Besuchserlaubnis ausgehändigt.

Ergebnis liegt nach 15 Minuten vor

Für einen Schnelltest wird ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen. Die Auswertung eines Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Dennoch müssen die Antigen-Schnelltests vom medizinischen Personal durchgeführt werden. Ein solcher Test kann eine Infektion mit dem Corona-Virus in 15 Minuten nachweisen. „Zwar bietet ein Schnelltest keine hundertprozentige Sicherheit, dennoch gibt es einige Vorteile. Einer davon ist, dass mehrere Personen innerhalb kürzester Zeit getestet werden können. Infektionen lassen sich damit viel schneller erkennen. Die Betroffenen können sofort in häusliche Isolation geschickt werden und Verbreitungswege des Virus können leichter eingedämmt werden“, so Krankenhaushygieniker Thomas Klinkmann.

Bei MVZ-Patienten wird Fieber gemessen

Da die Labore aufgrund der Vielzahl von Corona-Tests aktuell stark ausgelastet sind, kann es mehrere Tage dauern, bis ein Ergebnis vorliegt. Aus diesem Grund eignet sich ein Schnelltest besonders für Besucher, die ihre Angehörigen in diesen schweren Zeiten begleiten möchten. Durch die Anwendung eines Schnelltestes im Haus könne verhindert werden, dass Besucher ihre bereits abwehrgeschwächten Angehörigen einer möglichen Infektion aussetzen.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gelten auch im Medizinischen Versorgungszentrum. Am Anmeldeterminal messen Mitarbeiter die Körpertemperatur jedes ankommenden Patienten. Alle füllen einen Selbstauskunftsbogen aus, welcher sie nach typischen Corona-Symptomen, wie akuten Atemwegsbeschwerden und Fieber abfragt. Erst danach ist der Besuch der Arztpraxis möglich.
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