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: Neuer Aldi in Schwedt öffnet bis Weihnachten

Kein halbes Jahr soll es dauern, bis der neue Aldi in Schwedt eröffnet. Jetzt starten die Bauarbeiten am Oder-Center.
Von
Michael Dietrich
Schwedt
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Erdaushub für Neubau: Zwischen Oder-Center und Bahnhof Schwedt-Mitte haben die Bauarbeiten für den Neubau eines Aldi-Marktes begonnen, der nur einen Steinwurf vom alten Markt entfernt ist.

Oliver Voigt

Und das alles soll in Rekordzeit ablaufen. Im Juli soll bereits der Rohbau fertig sein. Die Eröffnung des neuen Marktes ist vor Weihnachten geplant, sofort danach wird der alte abgerissen.

Der neue Markt wird 400 Quadratmeter größer, durch größere Glasfassaden heller, erhält eigene Parkplätze und eine direkte Wegeanbindung zum Haltepunkt Schwedt-Mitte.

Kosten von drei Millionen Euro

Die Marktvergrößerung von knapp 800 auf 1200 Quadratmeter soll der besseren Warenpräsentation dienen, das Sortiment selbst bleibe wie es ist. Mit der Investition von rund drei Millionen Euro will Aldi-Nord auch aufklappbare Kühlwandregale und Wandkühlschränke über den Tiefkühltruhen nachrüsten. Der größere Markt soll für Kunden und Mitarbeiter komfortabler werden, und mittels Luft-Wärme- Pumpen, Wärmegewinnung aus den Kühlaggregaten und mit Solaranlagen auf dem Dach komplett auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen verzichten.

Der Umstand, dass das Bauvorhaben mitten in Zeit von Corona-Einschränkungen fällt, hat sich nach Angaben von Aldi bisher nicht negativ ausgewirkt. „Im Gegenteil, wir haben in Schwedt eine Zusammenarbeit mit dem Bauamt erlebt, die aus unserer Sicht einzigartig ist“, lobt Thomas Schmidt, Regionalleiter von Aldi-Nord. Es habe alles reibungslos geklappt, „bei Problemen wurden uns sofort Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Vieles ging dank guter Kommunikation über Telefon und Mailverkehr sogar schneller und einfacher als sonst. Selbst das Bezahlen des Kaufpreises für das Grundstück, was in anderen Städten mit geschlossenen Behörden echt ein Problem ist, klappte hier. Wir haben viele Bauvorhaben in Berlin, aber auf solch eine Investorenfreundlichkeit stoßen wir dort nicht.“

Neubau löst Parkproblem

Dabei wollte Aldi in Schwedt gar nicht neu bauen. Zehn Jahre nach einem Neubau ist so eine Entscheidung auch ungewöhnlich. Die Einzelhandelskette wollte eigentlich nur den Markt-Zugang verbessern. Der Standort mitten auf dem Parkplatz des Oder-Centers ist zweifellos eine gute Lage, hat aber auch Nachteile. Vor dem Markt ist es eng, Parkverkehr und Kunden mit Einkaufswagen teilen sich die Straße. Das ließ sich vor Ort nicht entzerren, weil das Center dort keine weiteren Parkplätze aufgeben wollte. Auf den abseits liegenden Parkplätzen und einer benachbarten Brachfläche kann Aldi nun seinen Zugang kundenfreundlicher gestalten und obendrein den Markt auf heute übliche Größe anpassen.

Parkplätze weichen Markt, Markt weicht Parkplätzen

2007 hatte Aldi Nord auf 80 Stellflächen mitten auf dem Parkplatz des Oder-Centers einen neuen Markt errichtet. Die kleineren Aldi-Märkte im Talsand-Center an der Luxemburgstraße und an der Berliner Allee wurden geschlossen.

2017 entschließt sich Aldi Nord zur Planung eines Neubaus und einen Flächentausch mit dem Oder-Center,

2020 errichtet Aldi Nord auf Stellflächen am Rand des Oder-Center-Parkplatzes einen größeren Markt mit eigenen Parkplätzen.

2021 ist der Abriss des alten Aldi-Marktes geplant. Das Oder-Center erhält anschließend seine 80 Parkflächen in der Nähe seiner Eingänge zurück.  ⇥md