Zum ersten Mal in der Geschichte des Internationalen Zeichenwettbewerbes „Flow“ wird die Ausstellung mit den schönsten Arbeiten unter freiem Himmel eröffnet. Auch die Preisträger werden nicht wie gewohnt im Foyer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt ausgezeichnet.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen wegen Corona

Wegen Corona gibt es strenge Sicherheitsvorkehrungen. Das Foyer ist normalerweise angefüllt mit lärmenden Kindern, vielen Eltern, jungen Musikern und Lehrern, die sich schöne Mal- und Zeichenarbeiten anschauen. Aber so viele Menschen dürfen jetzt nicht ins Foyer.
Der Förderverein der Musik- und Kunstschule ist Ausrichter des Wettbewerbes. Er hat für die diesjährige Eröffnung als Ausweichvariante die Odertalbühne gebucht. Dort dürfen zur Eröffnung am 16. September maximal 200 Leute Platz nehmen. „Eigentlich wollen wir niemanden abweisen. Deshalb setzen wir viel Personal ein, um die Leute sicher auf ihren Platz zu geleiten“, informiert Wettbewerbsleiter Norbert Löhn. Doch das Dilemma ist noch nicht zu Ende: Mit der Eröffnung der Ausstellung untrennbar verbunden ist das Betrachten der Mal- und Zeichenarbeiten im Foyer. Dort dürfen sich nur 25 Besucher maximal aufhalten.

Bilder erstmals aus Ruanda

„Flow“ steht in diesem Jahr wegen der Corona-Krise unter keinem guten Stern. Es war sehr schwer, den Wettbewerb überhaupt auszurichten und den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen in aller Welt nicht abreißen zu lassen. Auf keinen Fall wollte der Förderverein den Wettbewerb verschieben oder gar ausfallen lassen. So sind Aufrufe zum Mitmachen an Schulen in Deutschland und alle Welt gegangen.
Kinder und Jugendliche waren aufgefordert, originelle Bilder über ihren Alltag, ihre Träume und alles, was sie bewegt zu gestalten. Sie sollten zeigen, wie kreativ sie als Einzelperson oder in einer Gruppe sind. Dabei durften sie die verschiedensten künstlerischen Techniken nutzen.

Teilnehmer kommen aus 13 verschiedenen Ländern

Rund 930 Arbeiten sind bis Anfang Juli in Schwedt eingetroffen – in normalen Jahren sind es über 2.000. Diesmal haben Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 20 Jahren mitgemacht. Sie kommen aus 13 Ländern der Erde, darunter erstmals auch aus Frankreich und Ruanda. „Wenn neue Länder mitmachen, sind wir immer besonders froh“, sagt Norbert Löhn. „Auch über das Urteil der international besetzten Jury, die sich alle Bilder angeschaut hat, freuen wir uns. Die Jurymitglieder waren begeistert von der Qualität der eingereichten Arbeiten. In manchen hat sich sogar das Hauptthema von 2020 widergespiegelt: Corona.“

Kein Dolmetscher nötig

600 Mal- und Zeichenarbeiten sind für die Jahresausstellung ausgewählt worden. Darunter sind auch die Arbeiten, die einen Preis erhalten. Denn Auszeichnungen gehören mit zum Markenzeichen des Wettbewerbes, der Mitte der 1960-er Jahre von Schwedter Kindern „erfunden“ wurde.
Der Schwedter Zeichenwettbewerb zählt wegen seiner jahrzehntelangen Kontinuität und seiner Größe zu den bedeutendsten Mal- und Zeichenwettbewerben in Deutschland. „Zum Verstehen der Arbeiten sind keine Dolmetscher nötig“, sagt Norbert Löhn. „Die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen sprechen für sich, und zwar in den unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen – mal als Tusche- oder Bleistiftzeichnung, mal als Linolschnitt.“

Die Ministerin will dabei sein

Der Verein richtet den Wettbewerb seit 2012 aus. Seitdem wird erstmals ein zuständiger Minister bei der Eröffnung dabei sein. In diesem Fall ist es Bildungsministerin Britta Ernst, die auch Schirmherrin ist. Sie nimmt die Ehrung der Preisträger persönlich vor und will auch einen Rundgang durch die Ausstellung machen. Das Bildungsministerium fördert den Wettbewerb ebenso wie die Stadt Schwedt und der Landkreis Uckermark.

„Flow“ in diesem Jahr


Zum 53. Male hat es den Internationalen Zeichenwettbewerb „Flow“ in der Stadt Schwedt gegeben. Die Ausstellung mit den schönsten Arbeiten, die zum Wettbewerb eingesandt wurden, wird am 16. September um 16 Uhr auf der Odertalbühne eröffnet.

Kunstwerke der Kinder und Jugendlichen sind dann bis zum 8. Oktober im Foyer der Uckermärkischen Bühnen zu sehen, und zwar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Die besten Arbeiten aus Schwedt und der Region zeigt die Musik- und Kunstschule. Besuche bitte mit Maske.