Explosion in Angermünde: Brand in Wohnung nach Detonation – ein Mann verletzt

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Angermünde wurde die Küche zerstört.
René Pöschl/Feuerwehr AngermündeFeuerwehren, Notarzt, Polizei und Straßensperrung - der Feuerwehreinsatz am Wochenende in Angermünde bot einen dramatischen Anblick. In einem Mietshaus in der Puschkinallee gab es am Sonnabendvormittag (17.6) eine heftige Explosion. Dabei wurde der 83-jährige Bewohner verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Angermünde war mit ihrem Löschzug 1 und allen Fahrzeugen ausgerückt. Die Meldung „Wohnungsbrand groß“ lässt bei den Rettern alle Alarmglocken läuten.
„Wir waren sehr schnell am Einsatzort und konnten dadurch Schlimmeres verhindern“, resümiert Stadtbrandmeister René Pöschl rückblickend. Schlimmeres heißt, dass die Feuerwehr eine Ausbreitung des Feuers auf andere Wohnungen des Mehrfamilienhauses verhindern konnte. Der verletzte Bewohner wurde von einer beherzt reagierenden Nachbarin nach dem ersten Knall aus der Wohnung befreit und ins Freie gebracht werden, wo ihn die alarmierten Rettungskräfte versorgten und ins Krankenhaus einlieferten. Er erlitt leichte Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung, sei aber nicht in Lebensgefahr gewesen und werde im Krankenhaus zur Beobachtung betreut. In seine Wohnung kann er vorerst nicht zurück.
Mieter mussten evakuiert werden
Die sei durch die Explosion und den Rauch derzeit unbewohnbar. Alle anderen Mieter, die nach der Explosion sofort evakuiert wurden, konnten nach dem Einsatz wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zur noch ungeklärten Ursache ermittelt derzeit die Kriminalpolizei.
Die Explosion trat in der Küche auf, vermutlich durch eine Verpuffung in Verbindung mit Gas und Elektrizität. „Das machte den Einsatz für uns als Feuerwehr auch schwierig, weil offenbar Gas im Spiel war, wir aber nicht wussten, was genau die Ursache war“, so René Pöschl. Gas- und Stromleitungen wurden sofort abgestellt, ehe die Löscharbeiten begannen. Zur Sicherheit wurde deshalb auch die Straße zwischen Breitscheid- und Ehm Welk-Straße für etwa zwei Stunden komplett gesperrt.
