Feuerwehr-Einsatz
: Brand in den ehemaligen Uckermark-Passagen

Die Feuerwehr musste fünf Brände in den ehemaligen Uckermark-Passagen in Schwedt löschen.
Von
Thorsten Pifan
Schwedt
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Bei einem Brand in den ehemaligen Uckermark-Passagen in Schwedt musste die Feuerwehr fünf Brandherde löschen.

Enrico Rahn

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. In der Ruine der ehemaligen Uckermark-Passagen ist am frühen Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Verdächtig: Es hat gleich an mehreren Stellen gebrannt. In der Tiefgarage brannte ein Sofa, im Keller Unrat und auf dem Gründach standen 20 Quadratmeter Fläche in Flammen. Insgesamt entdeckte die Feuerwehr fünf Brandnester. Die Kriminal-Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Feuermelder in Schwedt gingen 2.02 Uhr los

Die Feuermelder gingen um 2.02 Uhr los. Die Löschzüge 1, 2 und die hauptamtlichen Feuerwehrleute rückten zur Friedrich-Engels-Straße aus. Der leerstehende Komplex der ehemaligen Uckermark-Passagen war komplett verqualmt. Nur unter schwerem Atemschutz konnten die Feuerwehrleute in das Gebäude vordringen. „Und selbst das ist gefährlich für uns“, sagte Brandschützer Alexander Trenn. Denn in den leeren Gängen liege viel Unrat herum. Scherben von den zahlreichen eingeschlagenen Scheiben seien immer wieder Stolperfallen, auf denen die Retter in ihrer schweren Ausrüstung ausrutschen können.

Trotzdem müssen die Wehrleute stets durch das ganze Gebäude. „Wenn es im Keller brennt, zieht der Rauch durch den ganzen Komplex, einzelne weitere Brandherde sind deshalb nur schwer auszumachen“, sagte Trenn. Außerdem müssten die Retter stets ausschließen, dass sich noch Personen in dem Gebäude aufhielten, vor allem bei Einsätzen am Tag bestehe die Gefahr, dass in der Ruine spielende Kinder anzutreffen seien. „Die müssen gar nicht zwingend gezündelt haben, können vom Rauch aber auch in den oberen Etagen überrascht und eingeschlossen werden“, erklärte der Brandschützer.

Die Uckermark-Passagen an der Friedrich-Engels-Straße liegen heute im Außenbereich der Stadt, erklärte Stadtplaner Frank Hein. Für das Areal gebe es den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplans. Letztlich möchte die Stadt dort Grünflächen schaffen, das Gelände vielleicht sogar aus Ausgleichsfläche für Bauvorhaben andernorts nutzen. Das sei aber ein Prozess, der sich noch zwei bis drei Jahre hinziehen könne. Zudem seien die ehemaligen Uckermark-Passagen in Privatbesitz, selbst mit einem neuen Bebauungsplan seien die Ruinen immer noch nicht abgerissen.

Kaufhalle in Schwedt ist schon abgerissen

Neben den Uckermark-Passagen stand bis vor wenigen Wochen noch die alte Kaufhalle. Das Gebäude befand sich im Besitz der Stadt und wurde jetzt abgerissen. „Das Nachbargrundstück ist für uns ein wenig die Blaupause, wie wir uns die Entwicklung auch auf dem Areal der ehemaligen Uckermark-Passagen vorstellen“, sagte Hein.

Der Einsatz der Schwedter Feuerwehr endete gegen 4.08 Uhr. Die Wehrleute stellten den Bauzaun rund um das Privatgelände wieder auf und fuhren zurück in die Wache.