Feuerwehr: Feuerwehr in Schwedt übt auch in Krisenzeiten
„Wir müssen auch unsere hauptamtlichen Kräfte ständig schulen, damit im Ernstfall alle Handgriffe sicher sitzen und wir Verletzte nicht nur schnell, sondern auch schonend aus gefährlichen Lagen befreien können“, erklärt Gruppenführer Sven Tuband. Bei der Übung auf dem Feuerwehrgelände Heinersdorfer Straße ging es um technische Hilfeleistungen und die medizinische Versorgung der Verletzten – bis sie dem Rettungsdienst übergeben werden können.
„Verletzter“ liegt unterm Auto
Im Szenario lag einer der Verletzten unter einem der Unfall-Fahrzeuge. „Da ist es schwierig, die Menschen unter den Autos hervorzuholen“, sagt Tuband. Gleichzeitig kann sich jeder vorstellen, dass es schnell gehen muss. Um die Abläufe immer wieder zu trainieren, damit sie später zu 100 Prozent sitzen, arbeiteten die Kameraden mit dem Hebekissen und einem Spreizer.
In einem zweiten Szenario war die „verletzte Person“ im Auto eingeschlossen. Um das Unfallopfer zu befreien, kamen die Rettungsschere und erneut der Spreizer zum Einsatz. Wichtig ist, dass der Einsatzbetrieb, zu dem auch Übungen zählen, aufrechterhalten bleibt – trotz der Krisensituationen, die das Coronavirus mit sich gebracht hat.
Allerdings haben sich auch die Kameraden der Feuerwehr umgestellt: Das Training für den Ernstfall findet aktuell nur auf dem Gelände der Wache statt. Dabei ist es ansonsten auch wichtig, an Gebäuden oder ausgesuchten Plätzen zu üben. Dann gewinnen die Feuerwehrleute bereits Ortskenntnisse und können sich im Ernstfall besser orientieren.
Vorsicht fährt immer mit
Doch auch an anderer Stelle haben die Kameraden der Feuerwehr aktuell viele Berührungspunkte mit dem Thema Corona. So seien die Hygienestandards in der Wache deutlich erhöht worden. Selbst bei den Einsätzen fährt aktuell stets die Vorsicht mit. Denn die Feuerwehr in Schwedt übernimmt für den Rettungsdienst beispielsweise auch Aufgaben wie Tragehilfen oder wird zu Türöffnungen gerufen, wenn der Verdacht besteht, dass sich Menschen in einer hilflosen Lage in ihrer Wohnung befinden.
„Je nach Lage sind wir dann, anders als bei den meisten Einsätzen, zusätzlich mit Mundschutz ausgerüstet und tragen in einigen Fällen auch Schutzanzüge“, erklärt Tuband. Material hat die Feuerwehr – nach zwischenzeitlichen Lieferengpässen – inzwischen ausreichend beschafft.


