Feuerwehreinsatz: Brandherd am Schwedter Klinikum schwer zu finden
Die Auflösung des mysteriösen Einsatzes ergab sich erst, nachdem die Einsatzkräfte den Komplex systematisch und unter viel Zeitaufwand durchsucht hatten: Bei Bauarbeiten im Gebäude hatten Arbeiter Platten einer alten Trennwand herausgeschnitten. Dabei hatte es eine große Hitze–Entwicklung gegeben. Die heißen Platten hatten die Arbeiter dann zur Seite gelegt, so dass sie auf den ersten Blick nicht zu finden gewesen sind. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.
Die gute Nachricht des Tages: Bei dem Einsatz ist niemand zu Schaden gekommen. Der Einsatz selbst bereitete der Feuerwehr rund um Stadtbrandmeister Heiko Hinsche, der den Einsatz leitete, einiges an Kopfzerbrechen. „Als wir eintrafen, nahm uns der Haustechniker gleich in Empfang und verwies auf den verrauchten Keller“, schildert Hinsche seine Eindrücke.
Tatsächlich habe es im Keller Rauch gegeben. „Es war ein sehr heller Rauch und es hat auch nicht den typischen Feuergeruch gegeben, beispielsweise wenn ein Kabel durch schmort“, sagt Hinsche. Es roch eher, als habe jemand mit einer stumpfen Trennscheibe Holz geschnitten — was dann ja auch tatsächlich die Lösung war. Allerdings war das als Ursache am Anfang nicht auszumachen. Und genau das machte es angesichts des besonderen Objekts zu einem Großeinsatz für die Feuerwehr. „Nach und nach sind dann weitere Kräfte alarmiert worden“, sagt Brandschützer Alexander Trenn. Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr Schwedt auch die beiden Löschzüge 1 und 2 der freiwilligen Einheiten. Dazu kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Heinersdorf, Kunow, Criewen und Vierraden. die Polizei hat für den Einsatz zeitweise die Auguststraße gesperrt.
Auf Evakuierung vorbereitet
„Wir haben so viele Kräfte für den Notfall benötigt“, erklärt Hinsche. Denn bei einem Feuer hätte es schnell passieren können, dass Teile des Klinikums hätten evakuiert werden müssen.
„Da im Keller viele Lüftungsschächte münden, hätte es durchaus sein können, dass es an einer ganz anderen Stelle im Gebäude brennt, das mussten wir erst klären“, erläutert Brandschützer Trenn das Vorgehen der Feuerwehr. So suchten die Einsätzkräfte auch auf dem Dach. Dort bestand — zumindest in der Theorie — die Möglichkeit, dass die Klimaanlage den Rauch angezogen hat. Danach arbeiteten sich die Kräfte nach unten vor, bevor sie wiederum im Keller die Brandursache entdeckten. Hinsche kommentiert: „Hätte sich der Verursacher gleich gemeldet, wäre uns viel Arbeit erspart geblieben. Nun muss die Polizei ermitteln.“


