Fußball: Meister steht frühzeitig fest

Doppelte Torschützin: Im Kreisliga-Spitzenspiel City Schwedt gegen VfB Gramzow erzielte Paula Schönborn (Mitte) beide Tore der Begegnung. In dieser Szene versuchen Deila Wykret (links) und Maria Heidemann, die Gramzowerin zu stoppen.
Oliver VoigtIm „Triple-Triple“ hatte sich der FC Schwedt (mit einem Großteil des Teams zur neuen Saison zu City gewechselt) seit der Saison 2015/16 jeweils die ersten Plätze der Meisterschaften auf dem Freiluft-Kleinfeld und in der Halle sowie im Pokalwettbewerb gesichert. Angesichts des erst zweiten Rückrunden-Spieltages mutet die Eingangsbemerkung für das laufende Spieljahr vielleicht als kühne Behauptung an, sie dürfte beim Blick auf den bisherigen Verlauf des Spieljahres nachvollziehbar sein.
Das sehr früh in der Saison angesetzte Spitzenspiel startete mit besseren Vorzeichen für die Gäste. Der VfB hatte Anfang September das Hinspiel mit 4:3 für sich entschieden und im weiteren Saisonverlauf gegen die fünf anderen Kontrahenten 15 Punkte und 50:1 Tore verbucht. Dreimal fielen die Siege zweistellig aus, aber gegen den VfL Vierraden (2:1) und bei der SpG Tantow/Krackow (1:0) war es dagegen sehr knapp. Sind dies Gegner, die den Titelkampf jetzt doch noch spannend machen könnten?
Die Zuschauer – etliche waren aus Gramzow in die Oderstadt gekommen – sahen bei kaltem Wind auf dem Külzviertel-Sportplatz ein chancenarmes Match. Vor allem die beste Liga-Torschützin (Deila Wykret/City – 37 Treffer) konnte sich nur ganz selten gegen die kompakte VfB-Defensive in Szene setzen. Bis zum Seitenwechsel blieb die Partie komplett torlos. Die größte Möglichkeit vergab City-Kapitänin Maria Heidemann, als sie einen Foulneunmeter nicht an Gramzows Torfrau Mandy Schubert vorbeibekam (13.).
Auf der Gegenseite versuchte es Laura Marschke mehrfach erfolglos mit Distanzschüssen, zudem setzte Susann Köppen einen 20-Meter-Schuss um Zentimeter am Gehäuse vorbei (29.) und Anne Drauschke traf bei ihrem Freistoß auf eine aufmerksame Torfrau Marion Mielke (35.).
Gleich nach dem Seitenwechsel setzte City-Verteidigerin Antonia Deutschbein zu einem schönen Solo an, ihrem Abschluss versagte Schubert den Erfolg. Nun fehlte die Schwedterin aber in der Defensive, was der VfB zu einem erfolgreichen Konter nutzte: Paula Schönborn, die auch an diesem Tag den größten Unterschied zwischen den Kontrahenten ausmachte, vollendete mit Übersicht zum 0:1 (38.).
Zu spitz war der Winkel für Wykret nach ihrem Solo – ihren Querpass verpasste Deutschbein vor dem Kasten (46.). Und Lena Schauseil verfehlte zehn Minuten später knapp das Tor. Mit einem Solodribbling über das halbe Spielfeld, das sie selbstbewusst mit dem 0:2 abschloss, sorgte Schönborn sieben Minuten vor Ultimo für die Entscheidung in dieser Partie – und wohl auch in der Meisterschaft.
City Schwedt bleibt nun noch eine Möglichkeit der Revanche in dieser Saison: Am 1. Mai treffen beide Teams in Prenzlau im Pokalfinale aufeinander.