Gefährlich
: Doppelt so viele Hitze-Brände in der Uckermark

Heiße Temperaturen sorgen für viele Feuer in der Ernte, im Wald sowie auf Vegetationsflächen.
Von
Oliver Schwers
Angermünde
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Einer von vielen Flächenbränden: In langen Hitzeperioden nimmt die Gefahr eines Feuers rasant zu.

Oliver Voigt

In trockenen Jahren nimmt die Brandgefahr rasant zu. Das merken Feuerwehren der Uckermark. Im vergangenen Dürrejahr hat sich die Zahl der Brände auf das Doppelte im Vergleich zu 2017 erhöht. Das geht aus dem Jahresbericht des Kreisbrandmeisters hervor. Demnach mussten die Löscheinheiten in 451 Fällen zu Bränden ausrücken. Dabei wurden fünf Menschen gerettet. Es gab 41 Vorfälle, die als Großbrand eingestuft wurden.

Im gesamten Landkreis ereigneten sich im vergangenen Jahr 97 Ernte-, Wald- beziehungsweise Vegetationsbrände, die auf die akuten Witterungsbedingungen mit extrem heißen Temperaturen zurückzuführen sind. In Flammen standen auch Erntemaschinen.

Rauchmelder retten Leben

Doch erschreckenderweise ist die Zahl der gefährlichen Wohnungsbrände fast genauso hoch. Hier soll nach Angaben der Kreisverwaltung vor allem Unachtsamkeit im Umgang mit offenem Feuer und menschliches Fehlverhalten wichtigste Ursache gewesen sein. Der Kreisbrandmeister warnt: In Zukunft müsse wieder mehr Aufklärung im Hinblick auf die Brandschutzerziehung gelten. Gerade bei Wohnungsbränden habe sich aber gezeigt, dass Rauchmelder, die ab 2020 Pflicht werden, Leben retten können. Nur weil viele schon installiert sind, habe man zahlreiche Brände zeitnah erkennen und bekämpfen können. Es gab 2018 keine Toten durch Brände.

Allerdings sieht das bei technischen Hilfeleistungen ganz anders aus. Bei Verkehrsunfällen kam für acht Menschen jede Hilfe zu spät. Insgesamt ist die Zahl der technischen Hilfeleistungen mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Brandeinsätze. Einen großen Teil machen Verkehrsunfälle aus. Aber auch Ölspuren auf Straßen beschäftigen die Feuerwehren permanent. Hinzu kommen Hilfeleistungen, um Türen von Wohnungen und Häusern zu öffnen, wenn sich Menschen in Notsituationen befinden.

Insgesamt gab es 247 Fehlalarme. Etwa die Hälfte entstanden durch Brandmeldeanlagen.