Gelbsucht: Hepatitis-Fall in Schwedter Kita bleibt Einzelfall

Update: Es haben sich keiner weiteren Kinder mit Hepatitis-A angesteckt.
dpa/Andrea WarneckeDas bestätigte das Asklepios-Krankenhaus Schwedt und die Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann. Am vergangenen Freitag wurde dem Gesundheitsamt die Erkrankung mit dem Erreger vom behandelnden Krankenhaus gemeldet. Die Behörde ermittelte in Zusammenarbeit mit der Kita-Leitung rund 90 Kontaktkinder aus der Gruppe der Drei bis Sechsjährigen der Kita Kinderwelt. Die räumlich getrennten Krippen- und Hortbereiche waren nicht gefährdet. Die Amtsärztin entschied, die Kita offenzulassen und bot vorbeugende Impfungen an. Die meisten Eltern gaben ihr Einverständnis, sodass ihre Kinder und die Erzieher am Dienstagvormittag in der Kita vorsorglich geimpft werden konnten. Die Impfung kann im Fall einer Ansteckung die Symptome der Erkrankung lindern.
Alles wieder normal
Die Kita Kinderwelt hat mittlerweile wieder ihren Normalbetrieb aufgenommen. Kita-Leiterin Anne Sommerschuh ist zufrieden mit der Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt: „Auf die Fragen der Eltern wurde flexibel reagiert und persönlich eingegangen.“ So richtete das Gesundheitsamt zusätzliche Impftermine außerhalb der Kita ein, als Reaktion auf die Sorge, dass die Kinder die Räume der Kita mit dem Impferlebnis in Verbindung bringen. "Es wurde alles professionell abgewickelt. Als Leiterin kann ich sagen, dass sich die Kita von Frau Dr. Hofmann und ihrem Team sehr gut betreut gefühlt hat“, sagt Anne Sommerschuh.
Die Mutter Annelie Wernke, deren Kind ebenfalls in die betroffene Kita-Gruppe geht, meldete sich, um Kita und Amt ausdrücklich zu loben. „Ich habe mich super aufgehoben gefühlt und konnte jederzeit alle Fragen stellen.“ Laut Wernke bot das Amt am Wochenende eine Hotline an für Rückfragen der Eltern. Sie beobachtete zudem einen „tollen Zusammenhalt“ zwischen dem Kita-Personal und den anderen betroffenen Eltern. Ihr Kind habe den Trubel gut überstanden.
