Gewichtheben: „Malle" – wir sind so gut wie da

Starke Truppe: Die Schwedter Bundesliga-Heber wollen auch am letzten Kampftag der 1. Bundesliga, Gruppe B, eine gute Leistung abliefern. Eine Belohnung bei Gruppen-Rang 2 ist schon länger versprochen.
Carola Voigt„Road to Malle“ lautet auch das Motto für den letzten Wettkampf in der Gruppe B, aber woher rührt dieser Slogan? Beim jährlichen Saisonauftakt im September 2018 sollten die Verantwortlichen der Mannschaft das Saison-Ziel des Teams formulieren. Plan war es, den 8. Gesamt-Platz der Vorsaison erneut zu erreichen. Zum Auftakt meinte der Teamverantwortliche Jan Schulze jedoch etwas optimistisch und leicht schmunzelnd: „Wenn alles optimal läuft, können wir Zweiter in der B-Staffel werden. Unsere Truppe hat das Zeug dazu.“ Diese Aussage wurde prompt durch einen der anwesenden Sponsoren aufgegriffen und plötzlich stand der Deal – wenn die Schwedter Gewichtheber es schaffen, in ihrer Staffel den zweiten Platz zu belegen, springt als Sonderprämie ein Kurztrip nach „Malle“ heraus.
Gleich im ersten Wettkampf gegen den Berliner TSC hieß es daher, voll auf Angriff zu heben, um dieses Ziel nicht gleich wieder aus den Augen zu verlieren. Wenn auch etwas überraschend, es gelang ein glatter Sieg. „In Berlin zu gewinnen, ist für unser Team schon etwas Besonderes“, erinnerte sich Trainer Roland Taubert. Es folgte die erwartete Niederlage gegen den Staffelprimus SSV Samswegen, der bis jetzt ohne Punktverlust an der Spitze steht. Dann kamen die schwierig zu bezwingenden Sachsen aus Eibau. Diese wurden ebenso wie das Vogtlandteam glatt bezwungen. Auch gegen den AC Meißen und den AC Potsdam blieb das TSV-Team erfolgreich und leistete sich keinen Ausrutscher.
Als letzter Gegner im Kampf um den zweiten Platz verbleibt nun noch der Chemnitzer AC. Die Sachsen verloren wie auch die Schwedter gegen das Team aus Samswegen. Am vorletzten Wettkampftag kam es dann zu einer faustdicken Überraschung. Die Chemnitzer unterlagen beim Vogtlandteam. Damit konnte das Oderstädter Team, dass selbst wettkampffrei war, den zweiten Platz verteidigen.
Vor dem morgigen Vergleich in der Külz-Sporthalle gegen den Chemnitzer AC steht somit fest, dass sich der TSV theoretisch eine 1:2-Niederlage leisten kann, um sich den zweiten Platz zu sichern. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch, dass der dritte Platz in der Staffel schon sicher ist.
Schulze formulierte die Kampfansage gegen Chemnitz wie folgt: „Unser Gast ist ganz klar der Favorit. Bieten die Sachsen ihr stärkstes Team auf – inklusive der zwei Gaststarter aus Lettland – so werden sie über800 Punkte machen. Dieses Niveau haben wir leider nicht. Treten sie aber mit einem Team, wie zuletzt gegen den Berliner TSC an, mit dem sie 766 Punkte erreichten, sind wir in der Lage, nicht nur den Punkt zu holen, dann schlagen wir sie! Dabei hoffen wir natürlich auf eine starke Unterstützung durch unsere Fans in der Külz-Sporthalle.“
Das Team hat gut trainiert und will dem Publikum auch etwas bieten. Eine gewagte Prognose, wenn man den bisherigen Saisonbestwert der Schwedter von 717 Punkten betrachtet. Zur Schwedter Mannschaftsaufstellung ließen sich die Verantwortlichen nicht genau in die Karten schauen. Fest stehen dürfte der Einsatz von Jon Luke Mau, Robert Oswald und Ken Fischer. Gute Chancen auf einen Einsatz haben auch Martin Adler, Karl Waldemar Schiffer, Analena Gürtler, Dennis Hansch und Sandra Krause. Welche sechs Sportler genau an den Start gehen werden, wird kurzfristig entschieden.
Egal wie der Wettkampf am Ende ausgeht, selbst bei einer Niederlage können die Schwedter Gewichtheber sagen, sie gehören zu den sechs besten Teams in Deutschland – ein voller Erfolg, denn bisher hatte das Schwedter Team mit dem fünften Platz in der 1. Bundesliga ihr bestes Ergebnis in der Saison 2013/14 erreicht. „Road to Malle“ wäre jetzt der krönende Abschluss einer super Saison.
