Glatteis in Schwedt: UVG stellt Betrieb ein - Blitzeis legt Berufsverkehr lahm

Eisregen behindert Autofahrer und legte den Berufsverkehr in Schwedt und der Region lahm. Eine dicke Eisschicht hat sich auf Autoscheiben gelegt und Türen festgefroren. Mit Kratzer und Enteiser mussten man sich freie Sicht verschaffen. Doch auch die Straßen und Wege in der Uckermark sind spiegelglatt.
Daniela Windolff- Blitzeis legt in der Uckermark den Berufsverkehr lahm – extreme Glätte zwischen Angermünde, Schwedt und Prenzlau.
- Seit Mitternacht gefrierender Regen – Straßen spiegelglatt, Winterdienste im Dauereinsatz.
- UVG stellt Buslinienverkehr in der gesamten Uckermark ein – betrifft auch Schülerverkehr bis 10 Uhr.
- Polizei warnt vor gefährlichen Straßenverhältnissen – mehrere Glätteunfälle bereits gemeldet.
- Fahrgäste sollen sich kurzfristig über die VBB-Fahrinfo informieren – Lage wird ab 9:30 Uhr neu bewertet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Blitzeis hat am Montagmorgen (26. Januar) den Berufsverkehr in der Uckermark lahmgelegt. Wer mit dem Auto fahren wollte, musste erst einmal eine dicke Eiskruste von den Scheiben lösen, bei der sogar Enteiser versagte. Türen waren festgefroren. Doch war das das kleinere Übel.
Die Straßen und Wege sind spiegelglatt. Seit Mitternacht hatte gefrierender Regen Straßen und Wege in Eisbahnen verwandelt. Die Winterdienste sind seit den frühen Morgenstunden voll im Einsatz. Autobahn, Bundes- und Landesstraßen haben Vorrang, dann geht es auch auf Kreis- und kommunale Straßen und Nebenstraßen.
Besonders gefährlich ist die Lage in der nordöstlichen Uckermark zwischen Angermünde, Schwedt und Prenzlau, teilte die Polizei mit. Es gab bereits mehrere Glätteunfälle. Die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft hatte witterungsbedingt den gesamten Linienverkehr ihrer Busflotte eingestellt. Das betrifft auch den Schülerverkehr. Viele Schüler und Auszubildende kamen deshalb zu spät oder gar nicht zur Schule.
Gab es anfangs noch Hoffnung, dass einige Busse am Nachmittag wieder rollen, traf die UVG am Montagmittag die endgültige Entscheidung: „Aufgrund von Glatteis und winterlichen Witterungsbedingungen fallen am 26.01.2026 alle Linien in der gesamten Uckermark aus.“ Mehrfach wurde die Lage neu bewertet, teilte das Unternehmen mit.
Präsenzpflicht in Schulen der Uckermark wurde aufgehoben
Die Präsenzpflicht wurde am Montag (26. Januar 2026) in den meisten Schulen aufgehoben: „Die Sicherheit geht vor. Deshalb haben wir es den Eltern und Schülern freigestellt, eigenverantwortlich zu entscheiden, ob sie zu Hause bleiben oder in die Schule kommen. Wir haben sehr viele Schüler aus dem Umland“, sagt Judith Amende, Schulleiterin der Ehm Welk-Oberschule Angermünde. Auch in der Grundschule „Gustav Bruhn“ in Angermünde wurde die Präsenzpflicht aufgehoben und Eltern gebeten, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Fehltage sind entschuldigt. Die Eltern wurden über die Homepage der Schule sowie zusätzlich alle Elternsprecher informiert. Eine Betreuung der Kinder ist dennoch gesichert.

Ein Bus der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft steht am Schwedter ZOB. Der Verkehr ist aufgrund der Eisglätte eingestellt.
Steffi Krinowski/UVGBesonders betroffen vom Ausfall der Schulbusse war auch die Grundschule am Waldrand in Schwedt. Da es von behördlicher Seite vor Schulbeginn keine Entscheidung bezüglich Präsenzpflicht für die Schüler gab, entschied Schulleiter Ernest Hobohm selbst, diese für Montag auszusetzen. „Wir hatten trotzdem seit 7 Uhr einen Notdienst an unserer Schule eingerichtet. Etwa 50 Schüler, die trotz der Witterung in die Schule gekommen sind, werden von unseren Lehrern betreut“, so Hobohm. Allerdings könne die Essensversorgung nicht sichergestellt werden, der Lieferant würde nicht fahren.
Doch wie läuft die dringend notwendige Kommunikation mit den Eltern? „Wir nutzen in solchen Fällen unsere Schulcloud“, erklärt Hobohm. „Diese funktioniert glücklicherweise unabhängig von unserer Telefonanlage, die heute aus noch ungekannten Gründen ausgefallen ist.“ Zudem können Eltern über die Cloud auch direkt ihre Kinder vom Unterricht abmelden.
„Ich möchte allen Lehrkräften, die trotz der widrigen Umstände ihren Dienst in den Schulen angetreten haben, ganz besonders danken. Durch sie sind wir überhaupt nur in der Lage, einen Notdienst für die Kinder absichern zu können“, so Hobohm abschließend.
Pflegedienste sind auch bei Extremwetter unterwegs
Eine besondere Herausforderung sind solche Extremwetterlagen auch für ambulante Pflegedienste. Sie müssen bei Wind und Wetter zu ihren Patienten rausfahren, auch schon am frühen Morgen. „Wir versuchen, Touren etwas anzupassen und den Winterdienst abzuwarten, aber es gibt nur sehr wenig Spielraum, weil unsere Patienten auf uns angewiesen sind und viele pünktlich ihre Medikamente, wie Insulin, benötigen“, sagt Schwester Jeanette vom ambulanten Pflegedienst BAR/UM Angermünde. Der versorgt pflegebedürftige Menschen nicht nur in Angermünde, sondern auch in umliegenden Dörfern bis Parstein, Pinnow, Felchow und Stolpe.
Man informiere die Patienten oder Angehörigen auch telefonisch, dass es etwas später werden könne. „Die allermeisten haben großes Verständnis, wenn man es ihnen erklärt. Es ist eine große Herausforderung und erfordert viel Umsicht und Geduld, aber das Wichtigste ist, dass alle gesund ans Ziel und wieder zurückkommen.“
Kein Ansturm in der Notaufnahme im Klinikum Schwedt
Aus dem Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt kommen am Montag positive Nachrichten. „In der Notaufnahme kam zu keiner besonderen Häufung durch Stürze oder andere Glätteunfälle“, erklärt Pressesprecher Gunnar Feil auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals. Die Uckermärker hätten offensichtlich große Vorsicht walten lassen und ihrer Gesundheit zuliebe umsichtig gehandelt.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Uckermark ereigneten sich bis zum späten Vormittag neun witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Das Gros ging glimpflich aus. Vier Unfälle zählte die Polizei auf den Autobahnen A20 und A11, eine Person wurde leicht verletzt. Fünfmal wurden die Beamten zu Einsätzen in den Städten und auf Landstraßen gerufen. Zuletzt war ein Transporter bei Templin von der Straße gerutscht, der Fahrer verletzte sich leicht.


