Glaziale Brandenburg
: Olympische Ringe vom Bildhauer Thomas Reifferscheid in Angermünde

Der Kölner Bildhauer Thomas Reifferscheid ist zum ersten Mal beim internationalen Hartgesteinsymposium „Glaziale Brandenburg“ in Angermünde dabei.
Von
Daniela Windolff
Angermünde
Jetzt in der App anhören

Hartgesteinsymposium „Glaziale Brandenburg“ in Angermünde: Thomas Reifferscheid erklärt Besuchern seine Idee.

Daniela Windolff

Kreise, Ringe, Endlosschleifen faszinieren den Kölner Bildhauer Thomas Reifferscheid ebenso, wie Zeichnung und Farbe des Steins. Beidem will der Künstler in seiner Arbeit am Findling beim internationalen Hartgesteinsymposium in Angermünde Raum und Ausdruck geben. Er liebt die Herausforderung mit dem harten Urmaterial. Reifferscheid, der zum ersten Mal in Angermünde dabei ist, geht in Zwisprache mit seinem Findling, entlockt ihm respektvoll seine Geheimnisse und bringt seine künstlerischen Ideen darin Einklang.

Milchstraße auf Granit

Aus dem runden Findling schneidet Thomas Reifferscheid nach und nach Ringe, die für ihn ein Symbol für Verbindung sind. Ob olympische Ringe, galaktische Umlaufbahnen oder Eheringe... sie zeigen Beziehungen, Umkreisungen. Mit schwerem Gerät hat der Künstler seine Idee in Stein gemeißelt und dabei selbst immer wieder Überaschendes entdeckt. So überzieht seinen dunklen Stein ein gelbes Band wie die Milchstraße den Nachthimmel. Das natürliche Muster möchte er hervorheben und der Fantasie des Betrachters Raum geben, die hier kreisen darf.