"Es gab zum Glück keinen Personenschaden", sagt am Dienstag Rüdiger Bösing, Kaufmännischer Geschäftsführer im Kraftwerk Schwedt, "und auch die Schäden am Kraftwerk sind räumlich stark begrenzt." Dies sei der große Verdienst der Schwedter wie auch der Werksfeuerwehr. Deren schnelles und hochprofessionelles Eingreifen habe eine Ausweitung des Brandes verhindert. "Dafür bedanke ich mich auch im Namen von EEW ausdrücklich."
Gegen 18 Uhr, so die Werksangabe, ist der Brand einer Förderanlage festgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt ist der Schichtwechsel bereits vorüber. Im Kraftwerk sind noch acht Personen.  Es wird rechtzeitig evakuiert. Die Mitarbeiter sind sicher. Das brennende Gummi des Schrägförderers, der im Normalbetrieb Faserreststoffe befördert,  schickte immer mehr Rußwolken gen Himmel und erzeugte eine große Hitze. Um 18.30 Uhr läuft  der Alarm bei der Schwedter Feuerwehr auf. Rund 70 Feuerwehrleute, darunter die Werksfeuerwehr und die Löschzüge 1 und 2 der Stadtwehr,  sind mit 17 Fahrzeugen schnell im Einsatz. Der neue Einsatzleitwagen von Uckermark und Barnim ist das Kommunikations- und Lagezentrum. Um 20.17 Uhr kommt die Meldung, der  Brand ist unter Kontrolle. Gegen 23 Uhr erklärt die Feuerwehr den Brand für gelöscht. Der letzte Feuerwehrmann verlässt kurz nach Mitternacht das Werksgelände. Das Personal im Werk übernimmt die Brandwache.
Alexander Trenn von der Schwedter Feuerwehr war mit im Einsatz. Er berichtet am Tag nach dem Feuer: "Der Brand wurde von innen und außen gelöscht. Außen kam die Drehleiter zum Innensatz. Innen behinderten dichter Rauch und Gerüste die Orientierung und das Vordringen zum Brandort. Atemschutz war notwendig. Es war ein wirklich komplizierter Einsatz für die Feuerwehrleute." Auch Trenn dankt seiner kompletten Mannschaft.
Vom Kraftwerksbetreiber ist am Dienstag zu erfahren, dass jetzt ein Statiker prüft, ob Stahlträger in den heißen Flammen deformiert wurden und die Tragfähigkeit der Hallenkonstruktion noch gegeben ist.
Die Kraftwerks-Revision läuft weiter. Dem pünktlichen Anfahren der Anlage stehe nach Abschluss der Wartung momentan nichts im Wege. Die Produktion in der Papierfabrik sei durch den Brand nicht beeinträchtigt.