Hallenfußball
: Angermünder gewinnen Energie-Pokal

Der AFC spielt innerhalb von 24 Stunden in zwei Wettbewerben. Den eigenen um den Pokal der Städtischen Werke gewinnt er, beim Arxes-Tolina-Cup in Eberswalde ist er Letzter.
Von
Carola Voigt
Angermünde
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  • Uckermark-Duell: Der Schönower Maik Zachowski (links) und Stefan Schmidt vom Angermünder FC zeigen hohe Einsatzbereitschaft.

    Uckermark-Duell: Der Schönower Maik Zachowski (links) und Stefan Schmidt vom Angermünder FC zeigen hohe Einsatzbereitschaft.

    Carola Voigt
  • Freuen sich: Das Landesklasse-Team des Angermünder FC bejubelt den Turniersieg.

    Freuen sich: Das Landesklasse-Team des Angermünder FC bejubelt den Turniersieg.

    privat
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Das Turnier begann wenig überraschend. Der Gastgeber landete ein 6:0 gegen seine A-Junioren. Joachimsthal begann mit dem 2:0-Einstiegserfolg über den VfL Vierraden. Noch wenig auszumachen war die Qualität der Berliner vom Treptower SC beim 0:1 gegen den Heinersdorfer SV. Doch dann folgten in der zweiten und dritten Turnierrunde zwei Paukenschläge: Der Schönower SV verlor die Partien gegen Angermünde und Joachimsthal und damit praktisch jede Hoffnung auf den Turniererfolg. Das 1:3 gegen Angermünde hatte der SSV mit zwei Eigentoren begünstigt – einmal war auch Keeper Maurice Bäuerle mit von der Partie.

Dramatisch wurde es beim 3:4 gegen die Joachimsthaler. Die 1:0-Führung verhinderte jedoch nicht, dass es in der Folge für den SSV so richtig ungemütlich wurde. Dennoch kam er bis auf 3:4 wieder heran. Mit mehr oder weniger geschickter Zeitverzögerung schaukelten die „Förster“ das Ding über die Runden.

Nach drei Runden lagen Joachimsthal und der AFC Kopf-an-Kopf vorn. Der AFC verbuchte in drei Spielen drei Siege und Joachimsthal war nach zwei Spielen auch ohne Punktverlust. Der SSV dümpelte mit null Punkten am Ende des Feldes herum. Alle anderen hatten zu diesem Zeitpunkt wenigstens einen Zähler für sich verbucht.

Die vierte Runde brachte den absoluten Spannungsverlust im Turnier mit sich. Es trafen nämlich der AFC und Joachimsthal aufeinander. Mit dem 2:0 behielt der Gastgeber die Tabellenspitze und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Stefan Schmidt und Rückkehrer Ian Beckmann waren die Torschützen. Dass „Juchte“ seine Chancen auch durch den Torschützen vom Dienst, Moritz Fedder, reihenweise vergab, davon sprach hinterher keiner mehr. Bleibt zu dieser frühen Vorentscheidung nur noch zu bemerken: Ungeschickter kann man einen Spielplan nicht aufstellen, hinzu kam, dass der AFC bereits in der vorletzten Runde mit seinen Spielen fertig war. Die letzten Spiele des Gastgebers waren nur noch Pflichtaufgaben.

Im Kampf um Platz 2 hofften die Schönower vergeblich auf einen Ausrutscher der vor ihnen Platzierten, zumal sie selbst noch zweimal zu scheitern drohten. Mit Ach und Krach retteten sie das 3:2 gegen die Junioren des AFC. Zwei Böttcher- Tore machten aus einem 1:2 den 3:2-Dusel-Sieg. Voller Dramatik schrammte der SSV gegen Treptow beim 6:4 an einer Blamage haarscharf vorbei. Zwei Tore von Neuzugang Christian Freudenberg bedeuteten aber doch den Sieg. Die Barnimer dagegen spielten die restlichen drei Partien souverän herunter – Kantersiege gegen die AFC-Junioren (6:1) und Treptow (9:1) waren ihr Endspurt. Fedder hatte hier ordentlich sein Torkonto aufgebessert. Aber auch Beckmann (AFC) und der Schönower Maik Zachowski  standen ihm wenig nach. Maurice Bäuerle mit seinen drei Torwart-Treffern zeigte auch auf dem Feld seine fußballerischen Qualitäten.

Hinter den drei Spitzenteams sicherte sich der Heinersdor-fer SV noch im letzten Spiel mit dem knappen 2:1 gegen die AFC-Youngsters den vierten Platz. Die abschließende Ehrung der Mannschaften geriet doch etwas spartanisch – keine Urkunden, kein Pokal für den Zweiten und Dritten. Der torhungrige Fedder wurde als bester Spieler und Bäuerle als bester Torwart geehrt.

Im Barnim keine Chance für AFC

Am Freitagabend reiste die Landestruppe des Angermünder FC nach Eberswalde, um am Arxes-Tolina-Cup teilzunehmen. In der A-Gruppe bekam er es mit dem FSV Bernau (Brandenburgliga), dem 1. FC Union Berlin U 19 und mit Preussen Eberswalde (Brandenburgliga) zu tun. Zwei deutliche (1:4, 1:5) und eine knappe Niederlage (1:2 gegen die U 19) bedeuteten mit null Punkten den letzten Gruppenplatz. Also blieb unterm Strich nur die Entscheidung um Platz 7, die im Neunmeterschießen ausgetragen wurde. Auch hier unterlagen die Uckermärker mit 1:3. Den Gruppensieg eroberte sich Preussen Eberswalde (7) mit einem Punkt Vorsprung vor dem FSV Bernau.

In der Gruppe B setzte sich Einheit Bernau ungeschlagen an die Spitze (9 Punkte). Es folgte der FC Eisenhüttenstadt (4), der gegenüber Strausberg das bessere Torverhältnis aufwies.

Die Halbfinals überraschten dann doch viele. Im ersten  stand Einheit nach zehn Minuten eigentlich schon im Endspiel. Doch der FSV schlug in letzter Minute eiskalt zurück. Ein Neunmetertor von Richard Bergmann und der Last-Minute-Treffer von Lucas König bedeuteten: Neunmeterschießen. Und da wurde FSV-Torwart Thorsten Wiese zum Helden, hielt zwei Bälle. 2:1 für den FSV und Finaleinzug. Im anderen Halbfinale trennten sich Eisenhüttenstadt und Preussen 5:2. Da sich Preussen und Einheit auf ein Neunmeterschießen im Kampf um Platz 3 geeinigt hatten, fiel die Entscheidung vom Punkt. Einheit gewann mit 2:1.

1000 Euro Prämie für den Sieger

Das Finale zwischen Titelverteidiger FC Eisenhüttenstadt und dem FSV Bernau endete 2:4 und so landeten die 1000 Euro Siegprämie in der Bernauer Kasse. Aber auch verlieren war nicht ganz so bitter, denn 600 Euro bekam der Finalgegner. Für den Drittplatzierten winkten 300 Euro als Prämie und der Vierte bekam 100 Euro.

Angermündes Trainer Matthias Kandula sagte zum Turnierverlauf: „Natürlich bin ich nicht zufrieden, aber enttäuscht bin ich auch nicht. Unser Fokus liegt klar auf der Liga und darin, die vielen jungen Spieler in der Mannschaft zu integrieren.“