Havarie: Rohrbruch folgt Gasalarm

Schadensstelle: Beim Ausbaggern der defekten Wasserleitung erfasste am Nachmittag ein Bagger auch noch die Gasleitung. Mitarbeiter der Stadtwerke stopften das Leck.
Michael Dietrich/MOZAn einer der Stichstraßen des Julian-Marchlewsiki-Rings zeigte das alte Trinkwassernetz aus Asbestzementrohren in der Nacht vom Sonntag auf Montag erneut seine Schwächen und platzte. Früh um 4 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehr und den Zweckverband Zowa. Der Rohrbruch in der 15 Zentimeter dicken Leitung ließ so viel Wasser austreten, dass auf der Straße und den Freiflächen zwischen den Wohnblöcken ein See entstand. Das Wasser schoss auch mit ordentlich Druck aus dem Boden, sodass Straßen und Gehwege mit ausgeschwämmtem Sediment verschmutzt waren.
„Unsere Mitarbeiter haben die defekte Leitung abgeschiebert und die Versorgung der Wohnungen sichergestellt. Der Rohrschaden war jedoch so groß, dass sie die Havarie nicht allein beheben konnten, weshalb wir die Firma STS damit beauftragten“, informierte Zowa-Vorsteher Jens Arnold. Beim Ausbaggern der Schadstelle in den gestrigen Nachmittagsstunden dann passierte die zweite Havarie. Die Schaufel des Baggers erfasste ein Teil der Gasleitung. Sofort wurde Gasalarm ausgelöst, Stadtwerke und Feuerwehr gerufen.
Die Gasleitung hatte in diesem Bereich zum Glück nur einen geringen Querschnitt und einen geringen Druck, sodass nicht sehr viel Erdgas entweichen konnte. Dennoch war das Zischen beim Austritt aus dem Leck gut zu hören. Polizei und Feuerwehr sperrten zur Sicherheit die Einfahrt in die Anwohnerstraße ab. „Die Mitarbeiter der Stadtwerke haben das Leck sofort abgedichtet und dann abgesperrt. Wir konnten schon nach wenigen Minuten Entwarnung geben“, erklärte Alexander Trenn von der Schwedter Feuerwehr.
Anwohner, die besorgt aus den Fenstern der Hausaufgänge 1 und 2 schauten und fragten, was denn nun schon wieder los sei, konnten beruhigt werden. Weil es sehr windig war, verflog das ausgetretene Gas schnell. Die Reparatur der Trinkwasserleitung soll heute weiter in Angriff genommen werden.
Im Bereich des Marchlewskiringess war es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Rohrbrüchen der AZ-Leitungen gekommen. Die gehäuften Havarien haben auch zu einer großangelegten Leitungssanierung entlang des Rings geführt. „Wir haben mittlerweile schon fast alle großen Leitungen aus Asbestzement ersetzt, aber in den Stichstraßen natürlich noch nicht überall“, resümiert Jens Arnold. „Wir werden weiter dran bleiben müssen an der Sanierung des Netzes.“