Immobilien
: Bauland für Eigenheime in Schwedt ist heiß begehrt

Bauland für Immobilien ist in Schwedt sehr begehrt. Die Stadt will dem Bedarf nachkommen.
Von
Eva-Martina Weyer
Schwedt
Jetzt in der App anhören
  • Ist heute noch Brachland: Am Heinersdorfer Damm/Ecke Bruno-Plache-Straße sollen neun Eigenheime entstehen. 1990 gab es in Schwedt vier Prozent privates Wohneigentum, heute sind es 20 Prozent.

    Ist heute noch Brachland: Am Heinersdorfer Damm/Ecke Bruno-Plache-Straße sollen neun Eigenheime entstehen. 1990 gab es in Schwedt vier Prozent privates Wohneigentum, heute sind es 20 Prozent.

    Eva-Martina Weyer
  • Neue Straße fertig, die Medien liegen an: Am Zichower Weg sollen zwölf Eigenheime entstehen. Die Grundstücke sind verkauft.

    Neue Straße fertig, die Medien liegen an: Am Zichower Weg sollen zwölf Eigenheime entstehen. Die Grundstücke sind verkauft.

    Eva-Martina Weyer
1 / 2

Neuestes Projekt ist die Erschließung von Brachland am Heinersdorfer Damm/Ecke Bruno–Plache–Straße. Dort wird ein bestehendes Eigenheimgebiet vergrößert. Neun Baugrundstücke für Eigenheime sollen ausgewiesen werden. Die Stadtverordneten haben darüber auf ihrer Sitzung am Donnerstag beraten.

In der Begründung zum Erschließungsvorhaben heißt es: „Die Entwicklung in Schwedt macht deutlich, dass weiter Bedarf an individuellem Wohnungsbau besteht. Die Stadt ist intensiv bemüht, neue Wohnflächen zu aktivieren.“ In das Projekt am Heinersdorfer Damm investiert die Stadt rund 745.000 Euro. Sie erbringt dort Leistungen im Straßenbau, bei der Regenentwässerung und den Freianlagen. Nächstes Jahr könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Deutlich weiter ist man am Zichower Weg im Stadtteil Am Waldrand: Auf dem Gelände der einstigen BMX–Strecke hat die Stadt zwölf Grundstücke erschlossen und angeboten. Sie fügen sich nahtlos an bestehende Einfamilienhäuser an. „Die zwölf Grundstücke waren begehrt und schnell weg. Bei uns bleibt das Gefühl, wir machen zu wenig“, stellt Frank Hein fest. Das Vorhaben am Zichower Weg hat von der Idee bis zur Umsetzung mehrere Jahre gedauert. Nun liegen alle Medien an, es gibt sogar eine neue Straße. Die Grundstücksbesitzer können loslegen.

„Es muss aber nicht immer nur die Stadt sein, die Baugrundstücke für Eigenheime ausweist. Private Investoren können das genauso. Doch die gibt es hier kaum“, macht Frank Hein deutlich. „Außerdem dürfen wir die Kernstadt nicht zu sehr ausdünnen.“ An der Peripherie seien meist Busanbindung, Einkauf, Schule und Kita nicht gewährleistet. Deshalb sei beispielsweise am Langen Grund kein Eigenheimbau vorgesehen, zumal die Flächen kein kommunales Eigentum sind. Die Stadt kann als Projektentwickler nur aktiv werden, wenn sie die Flächen auch besitzt.

Im Fall des neuen Baugebietes an der Regattastraße war das so. Die Stadt hat es erschlossen und an die Bau GmbH Casekow verkauft. „Wir haben auch dort einen Bebauungsplan aufgestellt, damit sich das Gebiet städtebaulich einfügt“, erläutert Hein. In die Überlegungen der Stadtplaner fließt außerdem ein, welche städtischen Flächen zwar als Baugrund geeignet, aber als  Grünfläche belassen werden sollen.

Grundstücke für Immobilien in Ortsteilen gekauft

Weitere Pläne gibt es für den Bereich Felchower Straße und Kummerower Straße im Stadtteil Kastanienallee. Die Stadt hat dort Grundstücke gekauft, will sie erschließen und vermarkten. 2023 könnten da die ersten Eigenheime entstehen, jedoch nicht in so großem Umfang wie einst im nahen Brandenburger Ring in den 1990er–Jahren.

Die Stadtplaner orientieren sich außerdem auf den Bereich Neue Zeit, wo in der Helbigstraße ein ungenutzter Fußballplatz liegt. „Lückenbebauung ist für Eigenheime immer möglich“, sagt Hein. „Zum Beispiel in der Rothkopfstraße. Worüber wir heute reden, das ist in zehn Jahren fertig.“ Außerdem schaue man in den Ortsteilen, was geht. In Vierraden ist das Ausweisen von Bauland schwer, weil die Grundstücke in Privathand sind und Besitzer nicht verkaufen wollen. Im Baugebiet Gatow musste die Stadt erst Grundstückseigentümer werden und das Gelände erschließen. Es war zehn Jahre ein Ladenhüter. Jetzt ist es gut vermarktet.