Klinikum Schwedt
: Effektive Schmerzlinderung ohne Medikamente bei der Geburt in Schwedt

Eine neue Technologie im Asklepios Klinikum Uckermark bietet eine schonende Alternative zur Linderung von Geburtsschmerzen.
Von
Oliver Voigt
Schwedt
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Dariusz Jedrzejczak ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Asklepios Klinikum Uckermark Schwedt.

Franz Roge

Die Geburt eines Kindes ist zweifellos ein magischer und tiefgreifender Moment im Leben einer Frau. Doch hinter dieser wunderbaren Erfahrung verbirgt sich auch eine Herausforderung, die viele Frauen auf ihrem Weg zur Mutterschaft durchleben, die Geburtsschmerzen. Nicht immer gelingt es, die Geburtsschmerzen auf natürliche Weise zu lindern. In einigen Fällen kann die medikamentöse Schmerzlinderung erforderlich sein, um Frauen während der Geburt zu helfen.

Kleines Gerät verschafft Schmerzlinderung

Im Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt wird seit Kurzem auf Technik gesetzt. In der Geburtshilfe kommt hierzu ein spezielles Gerät zum Einsatz, das eine Schmerzlinderung während der Geburt ohne Medikamentengabe ermöglicht.

„Schmerzen während der Geburt sind für viele Schwangere ein wichtiges Thema. Um die Intensität der Wehen zu lindern, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Viele Frauen wünschen sich eine möglichst natürliche Geburt ohne Medikamente. Hier ist der Einsatz der neuen TENS–Geräte eine gute Alternative“, erläutert Dariusz Jedrzejczak, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Intensität des Reizstroms bestimmt die Gebärende

TENS stehe für transkutane elektrische Nervenstimulation. Bei der Anwendung werden vier kleine, mit dem Gerät verbundene Elektroden auf den Rücken der Frau aufgeklebt. Diese geben dosiert Reizströme an die Haut ab. „Die Gebärenden können die Intensität jederzeit selbstständig per Knopfdruck anpassen“, so Dariusz Jedrzejczak. Das Gerät sei handlich und auch leicht zu bedienen. Zudem ergänzt der Chefarzt, dass die Schmerztherapie schonend ist und keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind. „Anders als bei Schmerzmitteln, die über die Nabelschnur zum Kind gelangen, beeinflusst TENS das Ungeborene nicht. Das Gerät verursacht ein starkes Berührungsempfinden und stimuliert die Nervenbahnen. Damit bekommt es Vorrang gegenüber dem Schmerzsignal und kann die Schmerzen deutlich lindern.“

Regelmäßige Kreißsaalführungen

Interessierte Frauen, alle werdenden Eltern und zukünftige Großeltern sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung einschließlich Kreißsaalführung eingeladen, welche jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr in der Cafeteria des Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt stattfinden. Unabhängig davon können jederzeit individuelle Beratungs– und Besichtigungstermine unter der Telefonnummer 03332 534410 vereinbart werden.

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