Klinikum Uckermark: Drei Millionen Euro für neue Notaufnahme
Bis dahin müssen die Piloten auf das Provisorium auf dem Klinikparkplatz zurückgreifen. Dort sind rund 100 Stellflächen gesperrt. Landet der Rettungshubschrauber mit einem Patienten muss ein Rettungswagen warten, um den Kranken aufzunehmen und zur Notaufnahme zu bringen.
Notaufnahme im zweiten Stock
Auf den ersten Blick ungewöhnlich: Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) wird im zweiten Obergeschoss eingerichtet. Wer sich die Struktur des Hauses anschaut, stellt schnell fest, dass die Lage Sinn ergibt. „Denn direkt angeschlossen sind die Diagnostik–Zentren der Radiologie mit MRT und CT sowie das Herzkatheter–Labor“, sagt Gunnar Feil, Assistent der Geschäftsführung.
Patienten mit entsprechenden Beschwerden können dort also sehr schnell versorgt werden. Auch die Operationssäle befinden sich auf dieser Ebene des Klinikums. Aktuell finden sich dort wo die ZNA entstehen soll Gästezimmer und die Mammographie–Sprechstunde.
Damit es für Rettungsfahrzeuge und den Hubschrauber einen möglichst barrierefreien Zugang zur Notaufnahme gibt, wird zurzeit kräftig gebaut. Insgesamt fließen drei Millionen Euro in diesen Bauabschnitt. Zwei Millionen kostet die Ausrüstung und Einrichtung der neuen Notaufnahme. Das Geld stammt aus bereits bewilligten Fördermitteln des Landes. Für den neuen Hubschrauberlandeplatz muss das Klinikum noch einmal eine Million Euro aus eigener Tasche dazu legen.
Im vergangenen Jahr ist ein Teil des alten Gebäudes abgerissen worden, um Platz zu schaffen, für den neuen Landeplatz. Zurzeit werden das Treppenhaus und ein Fahrstuhl angebaut. Anschließend wird das Gelände, auf dem der Hubschrauber dereinst landen soll, aufgeschüttet. Am Ende wird der Platz rund sechs Meter über dem früheren Geländeniveau liegen.
Einen weiteren großen Wurf wird es zum zweiten Quartal geben, wenn auch die Kassenärztliche Vereinigung ihre Notfallsprechstunde im Klinikum anbietet. Das bedeutet, dass leichtere medizinische Fälle, die nicht in der Notaufnahme behandelt werden können, vor Ort vom Notdienst der niedergelassenen Mediziner übernommen werden — umgekehrt sind Überweisungen ins Klinikum einfacher.
38 Millionen Euro für den Umbau
Bisher sind rund 38 Millionen Euro in den Umbau der Klinik geflossen. 33 Millionen hat es an Zuschüssen gegeben. Fünf Millionen hat Asklepios aus eigenen Mitteln bezahlt. Mit der Fertigstellung der ZNA ist der Umbau aber längst nicht abgeschlossen. Vermutlich wird noch der alte Trakt abgerissen, in dem zuletzt die Klinik–Apotheke untergebracht war, die jüngst umgezogen ist. In einem weiteren Bauabschnitt soll ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen mit Arztpraxen und Physiotherapie. Die Planungen dafür laufen. Spätestens im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten dazu beginnen.


