Die Verlagsbuchhandlung Ehm Welk in der Vierradener Straße von Schwedt hat Neuland betreten. Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens lobte sie den 1. Uckermärkischen Regionalkrimi-Wettbewerb aus. Gesucht wurde der beste unveröffentlichte Krimi über die Uckermark.
Vom 1. September 2018 bis 31. Januar 2019 sind 178  Geschichten eingegangen. Ihre Autoren kommen aus der ganzen Uckermark, aber auch aus Münster, Berlin und sogar Karlsruhe. 15 von ihnen haben es in die Endrunde geschafft. Den Preis der siebenköpfigen Jury erhielt Petra Elsner aus Kurtschlag im Barnim für einen Auszug aus ihrem Romanmanuskript "Milchmond". Über den zusätzlichen Publikumspreis haben deutschlandweit 1958 Leser abgestimmt. Mit gleicher Stimmenzahl teilen sich Silvio Moritz aus Passow und Thomas Neumann aus Templin diesen Preis. Verbunden mit den Preisen ist ein Buchvertrag und die deutschlandweite Vermarktung.
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Initiatorin des Wettbewerbes ist Karla Schmook, die Inhaberin der Verlagsbuchhandlung Ehm Welk. Sie sieht in dem Wettbewerb eine "hervorragende Gelegenheit, um die Uckermark mit ganz neuen Facetten zu entdecken. Alle Fans der Kriminalliteratur können sich auf Neuerscheinungen in den nächsten Monaten freuen." Schmunzelnd fügte sie bei der Preisverleihung hinzu: "Zwischen Natur und Dorfidylle liegt so manche Leiche vergraben."
Über die Schilderungen von Landschaft, Leuten und Leichen haben sich auch die Jurymitglieder amüsiert. Zu ihnen gehörten unter anderem Bibliothekarinnen aus Angermünde und Schwedt, Grundschulleiter und Vorlesefan Ernest Hobohm sowie IreenKautz vom Schwedter Marketingverein Momentum. Die Jury hat in ihre Wertung Faktoren wie lokale Identität, Spannung und Humor einbezogen. "Einen guten Regionalkrimi zeichnen aber auch starke Charaktere, ein fesselnder Plott und Glaubwürdigkeit aus", gab Karla Schmook Wertungskriterien zu bedenken.
Schirmherr des 1. Uckermärkischen Regionalkrimi-Wettbewerbes ist Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl. Vize-Bürgermeiterin Annekathrin Hoppe vertrat ihn bei der Preisverleihung und sagte: "Die Verlagsbuchhandlung ist zu einem Motor geworden fürs Lesen und das eigene Schreiben."
Wettbewerbsbeiträge der 15 Finalisten sind in einer Anthologie gedruckt. Sie ist demnächst in der Verlagsbuchhandlung zu haben.

Persönliches von den Preisträgern

Petra Elsner erhielt den Preis der Jury. Sie wurde 1953 geboren und ist von Beruf Schrift- und Grafikmalerin. 13 Jahre lang war sie als Redakteurin im Verlag Junge Welt tätig. Von 1994 bis 2008 lebte und arbeitete sie als Malerin und Autorin freiberuflich in Berlin Prenzlauer Berg. Seit 2008 lebt sie in der Schorfheide.

Silvio Moritz erhielt einen der zwei Publikumspreise. Er wurde 1974 geboren, ist in Passow zur Schule gegangen und hat in Angermünde sein Abi gemacht. In Greifswald hat er BWL studiert. Seit November 2010 ist er Geschäftsführer der Investor Center Uckermark GmbH. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, lebt in Passow.

Thomas Neumann aus Templin erhielt gleichberechtigt den anderen Publikumspreis. Er ist Jahrgang 1967, ging in Stralsund zur Schule und ist seit 1993 Zahnarzt. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Autor hat bereits mehrere Kinderbücher und Romane veröffentlicht, aber noch nie einen "wirklichen Krimi".