Ministerpräsident
: Dietmar Woidke sichert in Schwedt Unterstützung zu

Beim Besuch der wichtigsten Industriebetriebe in Schwedt nimmt sich Woidke Zeit für Gespräche mit Mitarbeitern und Azubis.
Von
Michael Dietrich
Schwedt
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  • Ausbildungslabor: Der Ministerpräsident besucht die Berufsausbildung der PCK und spricht mit Auszubildenden.

    Ausbildungslabor: Der Ministerpräsident besucht die Berufsausbildung der PCK und spricht mit Auszubildenden.

    Michael Dietrich
  • In der Messwarte: Oliver Jung erläutert Dietmar Woidke, wie er Anlagen der PCK an seinen Computerbildschirmen steuert.

    In der Messwarte: Oliver Jung erläutert Dietmar Woidke, wie er Anlagen der PCK an seinen Computerbildschirmen steuert.

    Michael Dietrich
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Gutes PCK–Krisenmanagement

In der PCK Raffinerie ist er in der systemkritischen Infrastruktur zu Gast. Kommt sie ins Schlingern, oder wie Woidke sagt "bricht hier etwas weg“, dann haben die Menschen im ganzen Land ein Problem. Nach den vielen dringenden Problemen, die in Krankenhäusern,  Kitas, Schulen und in der Versorgung zu klären waren, besucht Woidke mit der Stahlindustrie, Autobauern, Raffinerie und Leipa nun das Rückgrat der Wirtschaft. In Arbeitsgesprächen mit der Geschäftsführung und Vertretern des Gesellschafters Rosneft will der Ministerpräsident wissen, wie das Unternehmen in der Coronakrise zu Recht kommt, welche Probleme bestehen und welche Pläne es für die Zukunft gibt, bei denen das Land unterstützen könne. PCK–Geschäftsführer Wulf Spitzley berichtet über die  Abstellung unter Corona–Hygieneregeln, über die schwierige Lage auf dem Weltmarkt, aber auch über Zukunftsprojekte in der Wasserstofftechnologie und ein digitales Kompetenzzentrum. Woidke signalisiert, das  nach Kräften zu unterstützen. „Das ist genau der richtige Weg, wir müssen Wirtschaft und Bildung noch mehr zusammenbringen, um besser für die Zukunft gerüstet zu sein“, sagt Woidke. Aber er macht auch klar, dass er stolz sei, wie gut die Brandenburger Industrie die Krise meistere, PCK sogar ganz ohne Kurzarbeit.

Doch noch mehr Zeit nahm sich der Ministerpräsident für Begegnungen mit Mitarbeitern.

Im Berufsausbildungszentrum spricht er mit Paula Schneegaß aus Schwedt und Paul Beder aus Pinnow, die im ersten Lehrjahr Industriemechaniker lernen. Es ist Smalltalk über Musikgeschmack, Berufswahl, was bisher am schwersten fiel oder wie die Lehre so laufe in der Zeit von Corona.

Gespräch mit Maske zu steif

Das alles mit Abstand. Handschütteln fällt aus, Schulterklopfen auch. Das Zwiegespräch  der Maskenträger will dabei nicht so locker gelingen, wie es geplant war. Aber Woidke erfährt, wie es ist, wochenlang nur zu Hause zu lernen, wegen der Abstandsregeln  in Schichten an den Drehmaschinen zu stehen oder wie groß die Ungewissheit ist, ob die Prüfungen überhaupt klappen, wenn die Oberstufenzentren noch nicht wieder laufen.

Im Bus zur Messwarte macht ihm Betriebsratschefin Simona Schadow deutlich, wie die vielen Straßenbauprojekte zur gleichen Zeit die PCK–Mitarbeiter nerven. In der Messwarte erfährt Woidke von Oliver Jung am FCC–Fahrstand, warum der zum Arbeitgeber PCK wechselte. „Ich habe motivierte junge Leute erlebt und mit PCK einen starken Partner“, sagte Woidke anerkennend.