Motorsport: Mensch und Maschinen wieder gefordert

Punktete zum Auftakt der Saison 2019: Julien Straßburg vom MSC Kieskuhlenterror Gramzow (Nummer 301) konnte sich in der 65-ccm-Klasse als Neunter 23 Zähler sichern. Rennen gibt es dieses Jahr an 20 Wochenenden.
Carola VoigtDie Motocrossfahrer drehen wieder ihre Runden, um Punkte in der Berlin–Brandenburg–Meisterschaft einzufahren. Der 2019er–Auftakt erfolgte beim MSC Luckau. Hier starteten zunächst die Fahrer in den Klassen 65 Kubikzentimeter, Clubsport und MX1. Jeweils zwei Wertungsläufe wurden ausgetragen.
In der 65er–Klasse waren 24 Kinder am Start — zwei kamen aus der Uckermark. Julien Straßburg fuhr als Neunter 23 Zähler ein, Arik Walter wurde 17. und bekam seine ersten zehn Zähler. Beide fahren für den MSC Kieskuhlenterror Gramzow.
Einen prima Einstieg legte Max Knobel vom VfL Vierraden in der Clubsport–Klasse (125 bis 650 ccm) hin. Er wurde im ersten Wertungslauf Sieger, kam dann im zweiten Lauf auf Rang 3 ein, was unterm Strich Gesamtplatz 2 mit 45 Zählern bedeutete. Zwei Punkte mehr hatte der Gesamtsieger Marius Röhnert aus Fürstlich Drehna. Jonas Rach (29 Punkte) vom MSC Parmen kam auf Rang 7 ein.
Im ersten MX1–Vergleich des Jahres rangierten Vico Briesewitz (MSC Kieskuhlenterror/7./28) und Kilian Ramm (MSC Templin/8./26) unter den Top 10.
Insgesamt wird das Landes–Championat in 13 verschiedenen Klassen ausgetragen. Für Kinder von sechs bis neun Jahren (50 ccm) sind sieben Rennen vorgesehen, Acht– bis Zwölfjährige (65 ccm) und Zehn– bis 16–Jährige (85 ccm) treten in jeweils zehn Rennen an. MX2–Fahrer von 14 bis 18 Jahre (125 ccm) haben nur vier, ab 14–Jährige (125/250 ccm) neun Wettbewerbe zu absolvieren. Weitere Starts erfolgen für Clubsport (7), MX1 (10), Senioren Ü 35 (8), Senioren Ü 45 (9), Quad (3), Seitenwagen (3), Ladies (8) und in einem Mannschaftswettbewerb.
Den einzigen amtierenden Uckermark–Landesmeister wird man in den Starterlisten 2019 vergeblich suchen — Oliver Simon (MSC Kieskuhlenterror Gramzow), der 2018 in der Klasse Senioren Ü 35 gewann, pausiert ein Jahr. Aber die Fahrer vom VfL Vierraden, MSC Templin, MSC Parmen, MC Uckermark Prenzlau und MSC Kieskuhlenterror Gramzow brennen darauf, dass es endlich in ihren Klassen los geht, auch wenn die Anforderungen an Mensch und Maschinen bei dieser Extremsportart sehr hoch sind. Die wilde Hatz über die Rennstrecke mit waghalsigen Sprüngen geht nämlich in die Knochen und beansprucht natürlich auch die Technik.
Insgesamt sind 23 Gastgeber–Vereine an 20 Wochenenden eingetragen. Der MSC Templin empfängt am 28. April Fahrer in vier Klassen (85 ccm, MX2, MX1, Senioren ab 45 Jahren). Am 16. Juni sind die Motocrossfahrer beim MSC Parmen zu Gast (65 ccm, MX1, Senioren ab 35 Jahren, Ladies).
Der MC Schwedt taucht dieses Jahr nicht in der Ausrichterliste auf Landesebene auf. Er konzentriert sich auf das große internationale Highlight, den Nationen–Cup in den Klassen Seitenwagen und Quad — am 5. und 6. Oktober ist die Welt zu Gast auf der Strecke in den Müllerbergen im Schwedter Ortsteil Blumenhagen. Starter aus mehr als 20 Ländern wollen sich hier messen.
