Nachwuchsförderung
: Jugendfeuerwehr kriegt Flitzer

Die Jugendfeuerwehr hat erstmals ein eigenes Fahrzeug bekommen. Der Kleintransporter wurde vom Bürgermeister an die Leiterin der Jugendfeuerwehr übergeben.
Von
Eva-Martina Weyer
Schwedt
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  • In der Fahrzeughalle der Heinersdorfer Straße: Mitglieder der Jugendfeuerwehr freuen sich über den Kleintransporter. Gerade hat Bürgermeister Jürgen Polzehl (2. v. l.) das weiße Fahrzeug an die Leiterin der Jugendfeuerwehr, Carmen Frühbrodt, übergeben.

    In der Fahrzeughalle der Heinersdorfer Straße: Mitglieder der Jugendfeuerwehr freuen sich über den Kleintransporter. Gerade hat Bürgermeister Jürgen Polzehl (2. v. l.) das weiße Fahrzeug an die Leiterin der Jugendfeuerwehr, Carmen Frühbrodt, übergeben.

    Oliver Voigt
  • Im neuen Auto: Jacky Gieseler hat sich hinters Lenkrad des neuen Transporters für die Schwedter Jugendfeuerwehr gesetzt.

    Im neuen Auto: Jacky Gieseler hat sich hinters Lenkrad des neuen Transporters für die Schwedter Jugendfeuerwehr gesetzt.

    Oliver Voigt
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Die Jugendfeuerwehr hat erstmals ein eigenes Fahrzeug bekommen. Bürgermeister Jürgen Polzehl hat den Kleintransporter an die Leiterin der Jugendfeuerwehr, Carmen Frühbrodt, übergeben. Viele Kinder in blau–orangefarbenen Arbeitsanzügen schauten begeistert zu.

Mit Lottogeldern des Landes Brandenburg und mit finanzieller Unterstützung aus dem Haushalt der Stadt Schwedt konnte dieser Kleintransporter für die Arbeit der Jugendfeuerwehr angeschafft werden. Er dient zum Absichern des Transportes der Kinder und Jugendlichen zu Veranstaltungen und Wettkämpfen.

Dies war bisher bei den 126 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr problematisch. Um zum Beispiel alle Kinder und Jugendlichen zu Sportveranstaltungen fahren zu können, sind oft Feuerwehrautos genutzt worden. Wenn alle Anschnallplätze belegt waren, durfte niemand mehr einsteigen. Die Fahrzeuge waren mehrmals unterwegs.

„Es ist eine logistische Herausforderung 14 bis 16 Kinder, die zu einer Jugendwehrabteilung gehören, zu transportieren“, schilderte Carmen Frühbrodt. Nun sei das einfacher. Man könne zum Beispiel bei einer Ausbildung mit allen Kindern und Jugendlichen an einen See fahren, um das Wasserpumpen zu veranschaulichen.

Jacky Gieseler ist schon ein paar Jahre Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Er hat sich nach der Bürgermeisterrede gleich ins neue Fahrzeug gesetzt und die Funktionstüchtigkeit der Hupe kontrolliert. „Ich habe Rettung mal im Fernseher gesehen und wollte unbedingt dabei sein“, sagt er. „Jetzt macht es mir Spaß, obwohl wir viel auswendig lernen müssen, zum Beispiel, was auf so einem Feuerwehrfahrzeug drauf ist.“

Zu den jüngsten Mitgliedern der Schwedter Jugendfeuerwehr gehören Marten Jaetke aus Vierraden und Leon Eick aus Blumenhagen. Beide sind acht Jahre alt und freuten sich über den schönen weißen Flitzer und über die spendierte Bockwurst. Carmen Frühbrodt ist seit 1996 Stadtjugendfeuerwehrwart — ein Ehrenamt. Im Berufsleben ist sie Verkäuferin im Real–Markt. Sie freute sich gemeinsam mit ihren Feuerwehrkameraden über die fröhliche Ausgelassenheit der Kinder und Jugendlichen. „Wir sind eine gute Truppe. Ab dem Zeitpunkt, wenn eine Veranstaltung läuft, so wie jetzt, entspannen wir uns“, erzählte sie.

Die Fahrzeugübergabe war für den Bürgermeister außerdem ein schöner Anlass, um einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15 000 Euro an den Stadtfeuerwehrverband zu überreichen. Dieses Geld dient als Grundfinanzierung zum Beschaffen eines weiteren Transporters für die Jugendfeuerwehr. Diese „Finanzspritze“ hat sich die junge Wehr im Rahmen des Bürgerbudgets 2019 erfolgreich erkämpft und die mit Abstand höchste Zahl der abgegebenen Stimmen, nämlich 3403, auf sich vereinen können.

Die Jugendfeuerwehr hat126 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren. In acht Löschzügen verrichten sie ihren Dienst und nehmen an Wettkämpfen teil.