Ostern bei Schwedt
: Osterfeuer als Waldbrandgefahr – viele Feuer sind abgesagt

Zu Ostern werden zwischen Angermünde und Schwedt viele Osterfeuer entzündet. Aufgrund der aktuellen Waldbrandgefahr werden einige der Feuer aber nicht mehr stattfinden.
Von
Josephine Theodor
Angermünde, Schwedt
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Osterfeuer: ARCHIV - 31.03.2024, Nordrhein-Westfalen, Lügde: Vor dem historischen Osterräderlauf wird ein riesiges Osterfeuer angezündet. Nach dem Regen am Wochenende schöpfen die Veranstalter der traditionellen Osterfeuer in Nordrhein-Westfalen neue Hoffnung: Die Waldbrandgefahr ist längst nicht mehr so hoch wie zuletzt nach der wochenlangen Trockenheit. (zu dpa: «Hoffnung für Osterfeuer: Regen senkt Waldbrandgefahr») Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Von Angermünde und Schwedt werden am Oster-Wochenende wieder viele Osterfeuer entzündet. Wie diese, trotz einer hohen Waldbrandgefahr, sicher abbrennen können, erklärt die Feuerwehr.

Christoph Reichwein/dpa
  • In Angermünde und Schwedt werden zu Ostern viele Osterfeuer angezündet.
  • Wegen hoher Waldbrandgefahr müssen Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.
  • Waldbrandgefahrenstufe Vier in der Uckermark; lange Trockenheit verstärkt Risiken.
  • Abstand von 50 Metern zum Wald und Löschmittel griffbereit halten.
  • Feuerwehr Schwedt überwacht öffentliche Feuer, um Sicherheit zu gewährleisten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zu den Osterfeiertagen gehört der Brauch des Osterfeuers einfach dazu. Private sowie öffentliche Veranstaltungen in der ganzen Uckermark werden über die Feiertage einige Feuerstellen anzünden – doch in den Wäldern im Landkreis herrscht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr. Dürfen dann überhaupt noch Osterfeuer veranstaltet werden, und wenn ja, wie können diese möglichst sicher abbrennen?

Derzeit herrscht in den Wäldern in der Uckermark die Waldbrandgefahrenstufe Vier – auf einer Skala bis hoch zu Fünf. Das bedeutet, dass eine hohe Gefahr für einen Waldbrand besteht. Grund dafür ist die lange Phase der Trockenheit, die besonders in Monokulturen wie den Kiefernwäldern rund um Angermünde beispielsweise besteht. Denn Kiefernholz brennt gut.

Ostern bei Angermünde: Waldbrandgefahr wird weiter bestehen

René Pöschl, Stadtbrandmeister der Stadt Angermünde, sieht auch in nächster Zeit keine Entspannung der Lage. „Die Waldbrandgefahr wird weiterhin bestehen bleiben.“ Es brauche langanhaltenden Regen in der Region, um die Trockenheit ein wenig ausgleichen zu können. „Die Ausbreitung von Feuer kann gerade in Kiefernwäldern sehr stark sein.“

Deshalb rät er zum Osterwochenende 2025 hin, bei Osterfeuern sich entsprechend zu verhalten. „Laut Waldbrandgesetz muss bei einem Feuer 50 Meter Abstand zum nächstgelegenen Wald gehalten werden. Zudem sollte bei trockenen Gräsern und Wiesen auf Funkenflug geachtet werden.“ Er weist dabei auf den „gesunden Menschenverstand“ hin, der im Umgang mit Feuer zu wahren ist.

Brandschutz gilt auch bei Osterfeuern

Osterfeuer sind bei einer Größe bis zu einem Meter mal einem Meter genehmigungsfrei, ansonsten müssen diese angemeldet werden. Dabei gilt dennoch der Brandschutz: „Ein Löschmittel wie ein Eimer Wasser sollte in greifbarer Nähe zum Feuer stehen“, sagt Pöschl. Jeder sollte selbst vorsorgen, und auch auf eine mögliche Ausbreitung des Feuers achten. Und, wenn es wirklich zu einer Ausbreitung des Feuers kommen sollte: „Dann die Feuerwehr rufen.“

„Bei Waldbränden muss die Interventionszeit, also die Zeit von der Meldung des Feuers bis zum Eintreffen der Feuerwehr am Brand, möglichst kurzgehalten werden“, so Pöschl. Deshalb sei die Bevölkerung dazu aufgerufen, nach einer Meldung als Einweiser beim Brand zu bleiben. „Gerade in Waldgebieten müssen wir schnell wissen, wo genau sich das Feuer befindet. Es gab bereits Anrufer, die zwar einen Brand gemeldet haben, dann aber nicht dortgeblieben sind, um die genaue Stelle zu markieren.“ Das koste wertvolle Zeit bei den Einsätzen.

Stand vom 17. April ist es jedoch, dass einige der größeren Osterfeuer in und um Angermünde nicht stattfinden werden. Christin Neujahr, Pressesprecherin der Stadt Angermünde, erklärt auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals: „Alle Osterfeuer, die größer als ein Meter mal ein Meter sind, bekommen eine Genehmigung vom Ordnungsamt. In diesem Schein steht, dass ab einer Waldbrandgefahrenstufe Vier die Feuer dann nicht mehr stattfinden können.“ Dieselbe Bestimmung gelte zwar nicht für Osterfeuer, die unter dieser Größenordnung liegen, jedoch rät die Stadt davon ab, Osterfeuer in der derzeitigen Situation zu veranstalten.

Stadt Schwedt sagt genehmigte Osterfeuer ab

Alexander Trenn, zuständig für den Brandschutz in der Stadt Schwedt, sieht eigentlich weniger Probleme durch Waldbrände, die durch Osterfeuer ausgelöst werden könnten. „Die meisten Feuer werden in privaten Bereichen, also fernab von Wäldern, entzündet.“ Dort sei dann der Abstand zu Wäldern meistens gegeben. „Ansonsten ist es die Aufgabe eines jeden einzelnen, für die Sicherheit zu sorgen.“

Trenn rät ebenfalls zu einem schnell greifbaren Löschmittel wie Wasser, um eine mögliche Ausbreitung eines Feuers zu verhindern. „Es sollte zudem nur Holz für das Feuer verwendet werden, kein Müll wie zum Beispiel Gummi.“ Ansonsten gelten die wesentlichen Sicherheitshinweise zu Feuern. Aktuell (17. April) heißt es aber von der Stadt Schwedt aus, dass aufgrund der Waldbrandgefahrenstufe Vier bereits genehmigte Osterfeuer in Schwedt und seinen Ortsteilen entfallen müssen.

„Was noch wichtig ist, dass die Osterfeuer am Ende von Veranstaltungen auch wirklich ausgemacht werden.“ Denn manchmal sei es schon vorgefallen, dass am nächsten Morgen das Feuer noch brannte – ohne Aufpasser und ohne Kontrolle über die mögliche Ausbreitung der Flammen. Dennoch: „In Schwedt gab es in den letzten Jahren keine großen Probleme mit Osterfeuern“, verrät Trenn. Gerade bei Osterfeuern im öffentlichen Bereich betreue die Feuerwehr Schwedt diese vor Ort.