Pandemie
: Händler in Schwedt bereiten sich auf die Öffnung vor

Erste Lockerungen für den Einzelhandel sind in Sicht: Ab Mittwoch dürfen viele Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern öffnen. Die Unternehmen in Schwedt bereiten sich vor.
Von
Thorsten Pifan
Schwedt
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  • Erste Lockerungen nach dem Shutdown im Zuge der Corona-Pandemie: Ab Mittwoch dürfen viele Einzelhändler wieder öffnen, auch im Centrum-Kaufhaus laufen dafür die Vorbereitungen.

    Erste Lockerungen nach dem Shutdown im Zuge der Corona-Pandemie: Ab Mittwoch dürfen viele Einzelhändler wieder öffnen, auch im Centrum-Kaufhaus laufen dafür die Vorbereitungen.

    Thorsten Pifan
  • Mit der Lockerung der Pandemie-Regeln dürfte auch die Vierradener Straße eine Belebung erfahren.

    Mit der Lockerung der Pandemie-Regeln dürfte auch die Vierradener Straße eine Belebung erfahren.

    Thorsten Pifan
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Geschäftiges Treiben herrscht in vielen Läden in der Schwedter Innenstadt, dem Oder–Center und dem Centrum–Kaufhaus am Platz der Befreiung. Denn auch wenn die Geschäfte wieder öffnen dürfen — Gastronomische Betriebe, Friseure und ander körpernahe Dienstleistungen bleiben vorerst noch geschlossen — gelten strenge Auflagen. Damit soll verhindert werden, dass die bisherigen Erfolge beim Bekämpfen der Pandemie wieder zunichte gemacht werden.

Momentum verteilt Plakate

Der Verein Momentum bereitet für seine Mitglieder „freundliche“ Plakate vor. „Darauf verweisen wir noch einmal ganz nett auf Hygiene–Standards und Abstandsregeln. Außerdem erklären wir, warum nicht so viele Kunden auf einen Schlag in die Ladenlokale gehen dürfen“, sagt Momentum– ­Geschäftsführerin Ireen Kautz.

Im Centrum–Kaufhaus sind es fünf Geschäfte, die ab Mittwoch wieder öffnen dürfen. Das Center–Management hat sich auf die Öffnung so gut wie möglich vorbereitet. Allerdings waren auch bisher einige Ladenlokale offen, sodass sich letztlich an der Ausgangssituation nicht so viel ändert, sagt Center–Manager Bernd Schramm. Im Inneren des Centers hatte beispielsweise die Drogerie dm geöffnet.

Für die Kunden im Center hat das Management Desinfektionsmittel in den sanitären Einrichtungen bereitgestellt. „An allen Stellen, an denen wir Kundenverkehr haben, haben wir unsere Hygienestandards erhöht“, erklärt Schramm. So würden regelmäßig die Bänder an den Rolltreppen desinfiziert, genauso wie Schalter und Haltestangen im Fahrstuhl. Außerdem gebe es Hinweise für die Kunden, dass die Abstandregeln eingehalten werden. „Das hat in den vergangenen Wochen schon prima geklappt“, sagt Schramm — auch wenn es immer ein paar Menschen gibt, die nicht zu belehren seien.

Mehr als unglücklich ist Schramm mit den Vorgaben, die es vom Land Brandenburg gegeben hat, sagt er kritisch. „Es heißt lediglich, dass das Center–Management für die Hygiene im Haus verantwortlich ist, was sich dahinter konkret verbirgt, ist nicht geregelt“, sagt er und wünscht sich Regeln mit eindeutigerer Aussagekraft.

Ralf Prechel vom Küchentreff Prechel an der Berliner Straße darf beispielsweise seine Ausstellung wieder öffnen. „In den vergangenen Wochen konnten wir unseren Kunden zumindest den Service anbieten“, sagt er. Kundendienst und Montage fallen unter handwerkliche Tätigkeiten und die waren auch unter den ganz strengen Regeln erlaubt.

Hoffen auf treue Kundschaft

Kunden müssen sich künftig die Hände desinfizieren, wenn sie die Ausstellung betreten. „Unsere Arbeitsplätze sind weit genug voneinander entfernt, einen klassischen Kassenbereich haben wir in der Ausstellung nicht“, sagt Prechel. Er hofft auf eine treue Kundschaft, denn in den vergangenen Wochen konnte er keine Termine machen, um Küchen zu verkaufen.

„Manche Kunden haben auch davon Abstand genommen, jetzt zu investieren“, sagt er. Während das die Berater in den vergangenen Wochen zu spüren bekommen haben, werde die Flaute für die Monteure erst noch kommen — dann, wenn die Küchen geliefert werden sollten, die nun nicht verkauft wurden.

Ein bisschen Hoffnung hat Prechel jedoch, denn nun kann er wieder richtig Gas geben. Im Juli feiert er das 30–jährige Bestehen des Küchentreffs. Wie die geplante Feier dann konkret aussehen wird, müsse sich nun erst noch zeigen. Fest steht für ihn, dass er sich den runden Geburtstag des Unternehmens nicht verderben lassen möchte.