Pflege in Angermünde
: Spendenaktion für Familie mit schwer krankem Sohn gestartet

Das Schicksal eines Jungen aus Angermünde bewegt viele Menschen. Friedi wird derzeit in Berlin behandelt. Seine Mutter hat über eine Online-Plattform eine Spendenaktion gestartet. Worum geht es?
Von
Daniela Windolff
Angermünde
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Spendenaufruf für Friedi in Angermünde: Seine Mutter hat über die Online-Plattform "Gofundme" eine Spendenaktion für ihren schwer kranken Sohn gestartet und dieses Foto aus der Klinik gepostet. Das Schicksal bewegt viele Menschen und die Spendenbereitschaft ist groß.

Spendenaufruf für Friedi in Angermünde: Seine Mutter hat über die Online-Plattform „Gofundme“ eine Spendenaktion für ihren schwer kranken Sohn gestartet und dieses Foto aus der Klinik gepostet. Das Schicksal bewegt viele Menschen und die Spendenbereitschaft ist groß.

Screenshot/Daniela Windolff
  • Mutter aus Angermünde sammelt auf Gofundme für schwer kranken Sohn Friedi.
  • Friedi hat angeborene Hirnfehlbildung, schwere Epilepsie, zwei Hirn-OPs mit einem Jahr.
  • Akuter Darmdurchbruch: vier Not-OPs, künstliches Koma, Beatmung, massive Entzündungen.
  • Eltern brauchen Gästezimmer an Virchow-Klinik (70–100 €/Tag); wenig Kassenhilfe.
  • Über 23.000 € Spenden eingegangen; Friedi wacht auf, lacht, freut sich über Besuch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Daniela aus Angermünde ist stolze Mutter von vier „wunderbaren Kindern“, wie sie es selbst beschreibt. Doch das Familienglück wurde immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Ihr Sohn Friedrich, den die Familie liebevoll „Friedi“ nennt, ist schwer krank. In einer Klinik in Berlin kämpft sich der Junge gerade ins Leben zurück. Doch seine Geschichte beginnt schon mit seiner Geburt.

In einem berührenden Aufruf auf der Online-Plattform „Gofundme“ erzählt Mama Daniela seine Geschichte und warum sie dringend Geldspenden benötigt. Der Post wurde bereits hunderte Male geteilt. Die Spendenbereitschaft ist überwältigend. Doch was ist geschehen?

Danielas Sohn hatte von Geburt an einen schwierigen Start, schildert die Mutter auf der Plattform. Bei dem Neugeborenen wurde eine angeborene Hirnfehlbildung diagnostiziert, die sich in Form einer schweren und mit Medikamenten nicht behandelbaren Epilepsie bereits am ersten Lebenstag zeigte. Friedrich hatte schon im Alter von einem Jahr zwei aufwendige Hirnoperationen, um überhaupt eine Chance zu haben, sich entwickeln zu können.

Friedi aus Angermünde wird in Klinik in Berlin behandelt

„Seitdem hat er allen schlechten Prognosen zum Trotz gezeigt, was für ein Kämpferherz er hat. Mit seiner Fröhlichkeit, Offenheit und seinem Lachen steckt er alle an. Trotz aller Handicaps, mit denen er zurechtkommen muss, liebt er das Leben“, schreibt Mama Daniela. Doch jetzt steht der Junge wieder vor einer großen Herausforderung.

Friedrich erlitt einen akuten Darmdurchbruch. Nach vier Not-OPs musste er in ein künstliches Koma versetzt und beatmet werden. Der geschwächte Körper kämpft gegen massive Entzündungen im Bauchraum. Schon allein diese Sorge um die Gesundheit ihres Sohnes belastet die Familie enorm. Doch da gibt es ein weiteres Problem: Friedrich braucht seine Eltern jeden Tag.

„Friedrich ist zwar bereits volljährig, aber aufgrund seiner Entwicklungsverzögerung ist er auf dem Stand eines Sechsjährigen. Er versteht überhaupt nicht, was seitdem alles an und mit ihm gemacht wird“, schreibt die Mutter. Er habe starke Schmerzen, weil die große Bauchwunde Komplikationen macht. Um das aushalten und seine Ausnahmesituation schaffen zu können,  brauche er eine vertraute Bezugsperson an seiner Seite. Wie jedes Kind, das Friedi mit seinen Beeinträchtigungen noch ist. Doch er liegt in Berlin, die Familie ist in Angermünde.

Familie aus Angermünde kommt an ihre Grenzen

Nach Aussagen der Ärzte würde es Monate dauern, bis er das Krankenhaus wieder verlassen kann. Das stellt seine Eltern vor große Herausforderungen und belastet die gesamte Familie nicht nur emotional, sondern auch zeitlich, organisatorisch und finanziell sehr und bringt sie an ihre Grenzen. Der Alltag muss weitergehen, gerade für die drei Geschwister, für die die Situation belastend ist.

Diese Ausnahmesituation ist für die Eltern extrem schwer. Sie möchten und können ihren Sohn in dieser schweren Zeit nicht alleinlassen. Doch das bringt zu den emotionalen und organisatorischen Belastungen auch hohe finanzielle Kosten für die Familie.

Das betrifft den Verdienstausfall eines Elternteils, der in dieser Zeit nicht arbeitet, um bei dem Sohn zu sein. Es betrifft weitere Kosten für Fahrten und Unterkunft. „Da Friedrich volljährig ist, gibt es leider keine finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse. Und auch die Pflegekasse zahlt bei einem stationären Klinikaufenthalt nicht“, berichtet Mutter Daniela.

Eltern wünschen sich Gästezimmer auf dem Klinik-Campus

Sie wünscht sich, ein Zimmer im Gästehaus auf dem Campus der Virchow-Klinik Berlin, in dem Friedrich behandelt wird. „Es würde uns unheimlich helfen, wenn wir ein Zimmer im Gästehaus auf dem Campus hätten, sodass wir zwischendurch spontan mal ein, zwei Stunden schlafen oder kurz duschen gehen könnten, wenn es die Situation auf der Intensivstation zulässt“, schreibt Daniela. Doch das würde zusätzliche Kosten zwischen 70 bis 100 Euro pro Tag bedeuten.

Die Familie von Friedi hofft auf Unterstützung und startete deshalb die Spendenaktion auf gofundme: https://www.gofundme.com/f/damit-friedi-nicht-alleine-ist. Bisher sind bereits über 23.000 Euro zusammengekommen. Die Aktion läuft weiter.

Inzwischen gibt es kleine Lichtblicke, über die Mama Daniela auf ihrer Seite informiert. Friedi hat noch immer schwere und schmerzhafte Behandlungen zu ertragen, künstlicher Darmausgang, Magensonde, Bauchspülungen … Aber er wacht auf, freut sich über Besuch, lacht wieder fröhlich. „Ich habe keine Ahnung, woher Friedi diese Energie und unverwüstliche Fröhlichkeit nimmt“, schreibt die Mutter. Sie glaubt an ihren Sohn, seit seinem ersten Atemzug.

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