Prüfung
: Ausbildung auf Weltniveau

Die Angermünder Schule für Ergotherapie kann sich auch international sehen lassen. Erneut wurde sie vom Weltverband World Federation of Occupational Therapists auf Herz, Nieren und Qualität geprüft und zertifiziert.
Von
Daniela Windolff
Angermünde
Jetzt in der App anhören

Praxisnah: In der Ausbildung lernen die Schüler die Handhabung verschiedener Hilfsmittel, die sie als künftige Ergotherapeuten mit Patienten trainieren müssen.

Daniela Windolff

Die Angermünder Schule für Ergotherapie kann sich auch international sehen lassen. Erneut wurde sie vom Weltverband der Ergotherapieschulen auf Herz, Nieren und Qualität geprüft und zertifiziert.

Diese Anerkennung kann sich Britta Grill einrahmen. Die Leiterin der Schule für Ergotherapie hält die Urkunde des World Federation of Occupational Therapists, des Weltverbandes für Ergotherapieschulen, in den Händen, ein offizielles Qualitätssiegel für die Ausbildung nach internationalen Kriterien. „Die Anerkennung des Weltverbandes ist für die Arbeit unseres gesamten Teams eine tolle Wertschätzung und für unsere Schule ein gutes Aushängeschild“, freut sich Britta Grill. Seit 1999 hat die Angermünder Schule diese freiwillige Zertifizierung lückenlos bestanden, die regelmäßig wiederholt werden muss. Dafür wird alles auf den Prüfstand gestellt, von der Ausstattung der Schule bis zur Qualifikation der Dozenten, vom Lehrer–Schüler–Schlüssel bis zur Berufserfahrung der Praxisanleiter. „Vier, fünf Monate lang dauert diese umfangreiche Prüfung, für die wir alles genau dokumentieren, beschreiben und offenlegen müssen“, berichtet Britta Grill.

Die Kriterien des Weltverbandes sind streng und prüfen formelle und inhaltliche Aspekte der theoretischen und praktischen Ausbildung. „Es geht zum Beispiel darum, ob die Schule ein Leitbild hat, ob Rahmenlehrpläne eingehalten werden, mit welchen Lernmethoden gearbeitet wird, wie die Schüler auf Prüfungen vorbereitet werden, wie zugänglich Lehrmaterialien und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schüler und Dozenten sind, welche Qualifikation die Dozenten haben, ob ergotherapeutische Fächer auch von Ergotherapeuten unterrichtet werden oder wie die Praktika strukturiert und evaluiert werden. Es wird geprüft, ob es Personal, Fortbildungs– und Investionsplanungen gibt oder wie die Auswahl der Schüler im Bewerbunsgverfahren erfolgt“, zählt die Schulleiterin Beispiele auf.

Die Angermünder Schule konnte fast überall sehr gut abschneiden. Ausstattung und räumliche Bedingungen sind in dem modernen Schulgebäude top. Der Lehrer–Schüler–Schlüssel von 1:15 wird noch unterschritten. Sechs Dozenten kommen hier auf derzeit 67 Schüler. In den Praktika ist die Betreuung sogar 1:1.

Die Angermünder Schule hat in der Branche mit bundesweit 187 Ergotherapieschulen einen sehr guten Ruf und ihre Absolventen sind begehrt. Das Zertifikat des Weltverbandes ist ein I–Tüpfelchen, das die Qualität der Ausbildung besiegelt und sie im bundesweiten und internationalen Vergleich transparent macht. Außerdem habe diese Anerkennung für Absolventen den Vorteil, dass ihr Abschluss auch international anerkannt wird und sie später fast überall auf der Welt als Ergotherapeuten arbeiten können, betont Britta Grill.