Razzia
: Polizei durchsucht Wohnung eines Rechtsextremisten in Schwedt

Die großangelegte Razzia gegen eine rechtsextreme Gruppe in Löcknitz reichte bis nach Schwedt. Die Polizei fand unterschiedliche Dinge.
Von
Michael Dietrich
Schwedt
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Schillstraße: In diesem Mehrfamilienhaus in Schwedt durchsuchte die Polizei die Wohnung eines Beschuldigten der rechtsextremen Szene nach Waffen.

Michael Dietrich

Ein Sondereinsatzkommando unter Leitung des Landeskriminalamtes Mecklenburg–Vorpommern hat am Dienstag eine Wohnung in Schwedt nach Waffen durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock bestätigte, reichte der Großeinsatz gegen Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Nationales Bündnis Löcknitz“ bis nach Schwedt.

Insgesamt 300 Beamte der Landes– und Bundespolizei hatten am Dienstag im Raum Löcknitz 40 Objekte wegen des Verdachts des illegalen Waffenbesitzes von Mitgliedern der Gruppe durchsucht. Dabei sollen waffenähnliche Gegenstände gefunden worden sein. Einer der 24 Beschuldigten wohnt in Schwedt.

Wohnung, Keller und Auto eines Schwedters durchsucht

Die Beamten durchsuchten am frühen Morgen die Wohnung, Kellerräume und das Auto des Schwedters. Die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Ferdinand–von–Schill–Straße war ausgestattet mit einer Büste und weiteren Darstellungen von Hitler, Hakenkreuzen sowie nationalsozialistischer Literatur. Waffen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht gefunden.

Mitgliedern im Verdacht der Vorbereitung einer Gewalttat

Der Schwedter hat offenbar Kontakt zu der Gruppierung in Locknitz. Das „Nationale Bündnis Löcknitz“ vertritt nach Angaben des Verfassungsschutzberichtes von Mecklenburg–Vorpommern „verfassungsfremde Ansichten“. Anfang Oktober hatte es schon einmal Durchsuchungen der Polizei in Löcknitz gegeben, damals gegen zwei 52 und 44 Jahre alte Mitglieder der Gruppe wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.