Schulstart
: Bruhnschule Angermünde macht Unterricht im Container

Angermünder Bruhnschule startet mit einem provisorischen Containeranbau ins neue Schuljahr, weil Platzmangel herrscht.
Von
Daniela Windolff
Angermünde
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  • Anbau auf Zeit: Die Bruhnschule in Angermünde erhielt in den letzten Ferientagen drei zusätzliche Klassenräume in einem Containeranbau. In dieses separate Provisorium sind die 3. Klassen eingezogen, die hier drei Jahre lang bis zur 6. Klasse bleiben. Fotos (2): Daniela Windolff

    Anbau auf Zeit: Die Bruhnschule in Angermünde erhielt in den letzten Ferientagen drei zusätzliche Klassenräume in einem Containeranbau. In dieses separate Provisorium sind die 3. Klassen eingezogen, die hier drei Jahre lang bis zur 6. Klasse bleiben. Fotos (2): Daniela Windolff

    Daniela Windolff
  • Hell und geräumig: Schulleiterin Kornelia Promehl ist sehr zufrieden mit den neuen Klassenräumen im Container.

    Hell und geräumig: Schulleiterin Kornelia Promehl ist sehr zufrieden mit den neuen Klassenräumen im Container.

    Daniela Windolff
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Mit diesem Provisorium soll die akute Platznot im Schulgebäude gelindert werden, bis der geplante Erweiterungsbau fertig ist.

Größte Grundschule im Kreis

Die Bruhnschule ist die größte Grundschule im Landkreis Uckermark und die Schülerzahlen steigen weiter. Zum neuen Schuljahr mussten erstmals sechs erste Klassen eröffnet werden, sodass hier nun insgesamt 482 Kinder unterrichtet werden, darunter viele mit Behinderungen beziehungsweise Förderbedarf, denn die Bruhnschule ist eine inklusive Schule des gemeinsamen Lernens. Deshalb hatte sich die Stadt als Schulträger kurzfristig für die Übergangslösung eines Schul-­containers entschieden, der extra von einer Spezialfirma angefertigt und für drei Jahre angemietet wurde.

Nach der ersten Schulwoche ist Schulleiterin Cornelia Promehl zufrieden. „Obwohl der Zeitplan sehr eng war, hat die Stadt es super gemeistert und uns pünktlich zum ersten Schultag die neuen Klassenräume übergeben, auch wenn ein Raum wegen einer Produktionspanne erst ein paar Tage verspätet eingerichtet werden konnte. Da sind wir kurzzeitig in die Aula und in den Physikraum ausgewichen“, sagt Carola Promehl.

Ursprünglich sollten die 6. Klassen in den Container ziehen. Doch Schulleitung und Klassenlehrer planten noch einmal um und haben jetzt die 3. Klassen hier untergebracht, die für die gesamten drei Jahre nun hier bleiben und sich einrichten können, sodass nicht jedes Schuljahr gewechselt werden muss.

Mit einer Behelfsunterkunft im Baucontainerstil hat die „Notlösung“ allerdings wenig gemein. „Die Räume sind hell und teilweise geräumiger als im Schulhaus. Und sie bleiben sogar bei Hitze erstaunlich kühl“, freut sich die Schulleiterin. „Einziger Wermutstropfen: Die Kinder müssen die Toiletten im Haupthaus nutzen und dafür über den Schulhof laufen. Vor allem aber ist Cornelia Promehl erleichtert, dass sich die Raumsituation für alle Schüler entzerrt. „Wir haben dadurch einen Raum für den Förderunterricht gewonnen, den wir auch für den theoretischen Schulgartenunterricht mitnutzen können.“

Alles in allem startet die Pädagogin zuversichtlich und voller Elan mit ihrem deutlich verjüngten Kollegium ins Schuljahr. „Wir haben viele neue Lehrer, die frischen Wind und neue Ideen einbringen. Alle sind durch Corona noch mehr als Team zusammengewachsen und glücklich, wieder regulären Unterricht machen zu können, auch wenn’s immer noch strenge Hygieneauflagen gibt.“

Mundschutz im Gebäude

So gilt in den Treppenfluren eine Einbahnregelung, wird auf regelmäßiges Händewaschen ebenso geachtet wie auf das Tragen eines Mund–Nase–Schutzes im Schulgebäude. Das gilt für Schüler, Lehrer und Besucher gleichermaßen. Nur im Unterricht müsse kein solcher Schutz getragen werden.

Auf dem Schulhof wird versucht, die Kinder nach Klassenstufen in separaten Bereichen zu trennen. Arbeitsgemeinschaften und Gemeinschaftsprojekte können noch nicht starten. Doch im Vordergrund steht ohnehin erst einmal, den Lernstand der Kinder zu prüfen und Unterrichtsstoff nachzuholen.