Spende für Tierheim: 25 Tonnen Futter – wie ein Verein aus Angermünde das erreichen will

Die erste und der zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Nuevavida, Kerstin Felske und Jans-Peter Hauschild (v.l.) helfen im Tierheim in Segovia in Spanien aus. Doch sie wollen auch anders helfen, mit bis zu 25 Tonnen Tierfutter. Wie sie das erreichen wollen.
Kerstin FelskeTierheime müssen laufende Kosten bestreiten – dazu kommen nicht nur Strom und Heizkosten, sondern auch Futter. Die vielen Mäuler müssen schließlich auch gefüllt werden. In Zeiten der Inflation ist dies jedoch besonders für Tierheime teuer geworden. Ein Tierschutzverein aus Angermünde will jetzt an die 25 Tonnen Futter spenden – doch dafür braucht der Verein noch Hilfe.
Der Tierschutzverein Nuevavida aus Angermünde hat Großes vor: der kleine Verein mit rund 65 Mitgliedern will an dem Spendenmarathon der Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen (Veto) teilnehmen. Jens-Peter Hauschild, der zweite Vorsitzende des Vereins, erklärt: „Für je 30 Vereine gibt es garantiert eine Futterspende, die dem entsprechenden Tierheim helfen soll.“ Der deutsche Verein unterstützt ein Tierheim in Spanien: mit Spenden, direkten Aktionen vor Ort wie Bauarbeiten und Reparaturen, oder jetzt mit der Teilnahme am Veto-Spendenmarathon.
Neue Dächer für Hunde und ein neues Katzenhaus
„Wir haben bereits einige Erfahrungen mit Veto gemacht“, so Hauschild, „so hat das Tierheim bereits eine Winterhilfe über Veto vor zwei Jahren erhalten.“ Doch die Not hält an, derzeit finden besonders viele Hunde und Katzen Obhut im Tierheim in Segovia. Beim letzten Arbeitseinsatz des Vereins im August 2023 müssen die Dächer der Hundehäuser erneuert werden, da die jetzigen aus Asbest sind. „Das Tierheim arbeitet auch gerade an einem Katzenhaus, welches kurz vor der Fertigstellung steht, und einer Solaranlage auf diesem Dach, sodass das Tierheim sich dann selbst die Heizung und Stromversorgung übernehmen kann.“
Diese Neuerungen sind vor allem durch die Bemühungen und Unterstützung des Tierschutzvereins aus Angermünde möglich. Für die neuen Dächer und das Katzenhaus ist der Verein in Vorkasse gegangen: rund 24.000 Euro wurden in das Vorhaben gesteckt. Die Vereinskassen sind dementsprechend geleert.
Abstimmung für Tierschutz im Internet möglich
Doch wie funktioniert die Abstimmung genau? Über die Veto-Internetseite können interessierte Unterstützer den Tierschutzverein Nuevavida heraussuchen und dort für den Verein abstimmen. Derzeit hat der Verein nur 144 Stimmen (Stand: 28.09.), doch das Ziel sei es, unter die 30 Vereine zu gelangen, die garantiert mit Futter beliefert werden. „Dazu kommen noch einmal zehn kleine Vereine, doch dort ist ein Ankommen der Spenden nicht garantiert“, so Hauschild.
Wer abstimmen möchte, kann dies direkt über die Internetseite tun. Jeder hat dabei nur eine Stimme, und es braucht eine aktive E-Mail-Adresse, über die die Stimme jeweils gebunden wird. Die Abstimmung geht bis zum 6. Oktober, 12 Uhr, ab dann werden die Stimmen ausgezählt. Ein Ergebnis gibt es dann voraussichtlich am 9. Oktober. Anschließend erfolgt eine Spendenphase für das Futter, an der sich Privatpersonen, aber auch Unternehmen und große Futterhersteller für Tiere beteiligen können. Das können bis zu 25 Tonnen werden.
In Angermünde auf Gänsemarkt vertreten
Der Tierschutzverein bleibt jedoch nicht untätig. „Dank des Tourismusvereins Angermünde haben wir vom 6. Bis 10. Dezember einen Stand auf dem Gänsemarkt“, erklärt Hauschild. Dort werde sich der Verein nicht nur sich selbst und seine Arbeit in Spanien präsentieren, sondern auch einige selbstgebastelte Dinge verkaufen. Der Erlös geht dann jeweils in die Vereinskasse.
Wo für den Tierschutzverein Nuevavida abgestimmt werden kann
Über die Veto-Internetseite kann für den Tierschutzverein Nuevavida abgestimmt werden. Dieser Link führt direkt auf die Seite und zu dem Verein.
Wer den Verein direkt unterstützen möchte, so zum Beispiel mit Spenden, oder sogar Mitglied werden möchte, kann dies hier tun.
Darunter sind zum Beispiel auch Weihnachtskalender, die alle Marke Eigenbau von Nuevavida sind. „Die Kalender sind für Mensch und Tier gleichermaßen gedacht.“ Ein Kalender kostet 35 Euro, zu bestellen sind sie über die Mail-Info des Vereins, zuzüglich Versand. Verfügbar sind sie jedoch nur so lange, wie der Vorrat reicht: „Die gehen gut weg“, freut sich Hauschild.


