Theater in Schwedt
: Wie sich die Preisträger den Uckermark Oskar verdient haben

Nach der Premiere von „Shakespeare in Love“ auf der Odertalbühne in Schwedt fiel die Entscheidung: Der Uckermark-Oskar 2025/26 geht an Antonia Schwingel und Fabian Ranglack.
Von
Charly Schwarz
Schwedt
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Uckermark-Oskar : Schwedt, 06.06.2026: Jährlich verleiht der Verein der Freunde und Förderer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt im Anschluss an die Open-Air-Premiere drei mit je 500 € dotierte Preise für herausragende Leistungen der zurückliegenden Spielzeit.
Der Uckermark-Oskar ging an Antonia Schwingel und bereits zum dritten Mal an Fabian Ranglack.

Jährlich verleiht der Verein der Freunde und Förderer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt im Anschluss an die Open-Air-Premiere drei mit je 500 Euro dotierte Preise für herausragende Leistungen der zurückliegenden Spielzeit. Der Uckermark-Oskar ging an Antonia Schwingel und bereits zum dritten Mal an Fabian Ranglack.

Oliver Voigt
  • Nach „Shakespeare in Love“ in Schwedt wurden die Uckermark-Oskars vergeben.
  • Antonia Schwingel erhielt den Preis für „Spur der Steine“, ihre Rolle als Kati Klee überzeugte.
  • Fabian Ranglack wurde erneut geehrt – mit Auftritten u. a. als Phileas Fogg und Hannes Balla.
  • Ein Sonderpreis ging an das Team „Umzugsplanung und -durchführung“ für die Bau-Logistik.
  • Sponsoren der Trophäe sind das Märkische Medienhaus und der Nordkurier.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Begriff „Theater“ leitet sich vom altgriechischen theatron ab, was so viel bedeutet wie „Ort zum Anschauen“. Das erscheint wenig im Vergleich zu dem, was die Uckermärkischen Bühnen in Schwedt ihren Besuchern zu bieten haben. Das Theater ist ein Ort zum Anschauen, zweifelsohne.

Die Uckermärkischen Bühnen sind ein Ort für Hörgenuss und Bildung, fürs Zusammenkommen und Genießen, für Tränen vor Lachen und der Trauer, für Einsicht und Erkenntnis und noch so viel mehr. Das Landestheater in Schwedt ist ein Fels in der Brandung der Zeit. Mit ihrem Intendanten André Nicke, dem ausgezeichneten Ensemble und der professionellen Crew im Hintergrund sind sie ein Garant für kulturelles Erleben auf höchstem Niveau.

Viele Menschen setzen sich deshalb seit Jahren dafür ein, diese Bühnen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Einer dieser Momente war nach der Premiere von Shakespeare in Love auf der Odertalbühne am Ufer des alten Oderarms. Ute Schäfer als Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt hatte dort bei der Preisverleihung des Uckermark-Oskars ihr ganz eigenes Bühnendebüt.

Laudatorin Ute Schäfer hatte mit Entertainer-Talent ihr ganz eigenes Bühnendebüt

Thorsten Pifan als Vertreter des Märkischen Medienhauses, Claudia Schneider als Geschäftsführerin von Nordkurier Füreinander und nicht zuletzt André Nicke als Intendant des Theaters leisteten im Hintergrund den Beistand. Das Märkische Medienhaus und der Nordkurier sind Sponsoren der Schauspieltrophäe.

Alle Augen waren gespannt auf die Laudatorin Ute Schäfer gerichtet, die nun die Gewinner des Uckermark-Oskars an die Schauspielerin und den Schauspieler dieser zur Neige gehenden Spielzeit bekannt geben würde. Und sie machte es würdevoll und spannend zugleich, und auch ihr eigenes Entertainer-Talent kam nicht zu kurz.

Antonia Schwingel – klar in ihrer Haltung und voll innerer Bewegung

Als Schauspielerin, die die Zuschauer mit ihrer Rolle als Kati Klee in der Inszenierung von „Spur der Steine“ ganz besonders berührt hat, wurde Antonia Schwingel erstmalig mit dem Uckermark Oskar geehrt. In der Laudatio heißt es: „Eine Ingenieurin, die ihren Platz sucht – zwischen zwei Männern, zwischen Gefühl und Verantwortung, zwischen Anpassung und Selbstbehauptung.“

Uckermark-Oskar : Schwedt, 06.06.2026: Jährlich verleiht der Verein der Freunde und Förderer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt im Anschluss an die Open-Air-Premiere drei mit je 500 € dotierte Preise für herausragende Leistungen der zurückliegenden Spielzeit.
Der Uckermark-Oskar ging an Antonia Schwingel und berits zum dritten Mal an Fabian Ranglack. 
v.l.: Intendant André Nicke, MOZ-Regionalleiter Thorsten Pifan, Antonia Schwingel, Fabian Ranglack, Claudia Schneider vom Nordkurier, Thomas Berndt und Ute Schäfer

Jährlich verleiht der Verein der Freunde und Förderer der Uckermärkischen Bühnen Schwedt im Anschluss an die Open-Air-Premiere drei mit je 500 Euro dotierte Preise für herausragende Leistungen der zurückliegenden Spielzeit. Der Uckermark-Oskar ging an Antonia Schwingel und berits zum dritten Mal an Fabian Ranglack. v.l.: Intendant André Nicke, MOZ-Regionalleiter Thorsten Pifan, Antonia Schwingel, Fabian Ranglack, Claudia Schneider vom Nordkurier, Thomas Berndt und Ute Schäfer.

Oliver Voigt

„Unsere Preisträgerin hat diese junge Frau mit großer Kraft gespielt“, fuhr Ute Schäfer mit ihren lobenden Worten fort. „Selbstbewusst und zugleich verletzlich. Mit unglaublicher Bühnenpräsenz und mitreißender Stimme. Klar in ihrer Haltung und doch voll innerer Bewegung. Antonia Schwingel hat dieser Figur nicht nur eine Stimme gegeben, sondern eine Seele. … Sie haben uns daran erinnert, dass Mut auf der Bühne sichtbar werden kann.“

Fabian Ranglack – ein Mann, der in keine Schublade passt

Die sichtlich überraschte und gerührte Schauspielerin, noch immer in Teilen in ihrem Königinnen-Kostüm aus der Vorstellung von Shakespearfe in Love, konnte so in aller Pracht ihren Preis entgegennehmen. Als Schauspieler dieser Spielzeit wurde ein Mann geehrt, der sich in keine Schublade stecken lässt.

Mit großer Bühnenpräsenz und immer charakterauthentisch nimmt man ihm jede Rolle ab. Er glänzte als Phileas Fogg in ‚Reise um die Erde in 80 Tagen‘ – „ein exzentrischer Gentleman, etwas blasiert, etwas versnobt, sehr britisch – und doch auf seine Weise faszinierend. Als Phileas Fogg hat unser Preisträger uns mitgenommen auf eine rasante Reise, bei der nicht nur Kontinente durchquert werden, sondern auch Vorurteile“, heißt es in der Laudatio.

Mitreißendes Talent als Entertainer, Moderator und Schauspieler

Nur wenig später brillierte er als Hannes Balla. „Als Anführer einer rebellischen Baubrigade in ‚Spur der Steine‘ hat er mit körperlicher Präsenz, Tempo und impulsiver Leidenschaft gespielt. Er war laut, derb, widersprüchlich – und genau dadurch lebendig“, heißt es weiter. Dann beweist er sein komisches und mitreißendes Talent als Entertainer und Moderator beim Bunten Weihnachtsteller mit Patrick Lindner.

Meist sieht man ihn mit einem schalkhaften Lächeln im Gesicht. Fabian Ranglack wurde erneut zum Schauspieler der Spielsaison erkoren und freute sich sichtlich über diese Anerkennung. In diesem Jahr gab es außerdem aus aktuellem Anlass einen Sonderpreis für eine herausragende Teamleistung.

Sonderpreis für die Teamleistung beim Planen und Umsetzen des Umzugs

Es wurde das Team „Umzugsplanung und -durchführung“ mit Dirk Lehnhardt, Maria Klafki, René Ottenbreit, Thomas Berndt und Enrico Lange geehrt, und man sah zustimmendes Nicken auf der Bühne und im Publikum. Die Helden hinter dem Umzugsgeschehen bezüglich der Bauarbeiten am Haupthaus der Bühnen haben vielfach Unmögliches möglich gemacht.

In der Lobeshymne von Ute Schäfer heißt es dazu: „Hinter dieser Leistung stehen Menschen, die mit großer Sorgfalt, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein gearbeitet haben. Die Umzugsplanung begann bereits im Oktober 2024. Was danach folgte, war ein logistischer Kraftakt – und ein beeindruckendes Beispiel dafür, was Teamarbeit bedeutet. Deshalb möchten wir heute einen Sonderpreis verleihen.

Mammut-Abend mit dem Gesang der Nachtigall und dem Rufen der Frösche

Einen Preis für diejenigen, die vielleicht nicht jeden Abend im Rampenlicht stehen, ohne die aber kein Vorhang aufgehen würde.“ Abschließend gab es nach einem wundervollen Mammut-Abend bei schönstem Wetter, Nachtigallengesang und Fröschequaken anhaltenden Applaus für alle Gewinner. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger des Uckermark-Oskars 2025/26