Tierheim in Schwedt
: Hunde Pumba, Taco und Burrito warten bisher vergebens auf Liebe

Das Tierheim Schwedt kämpft mit Platzmangel und wachsendem Druck vor der Ferienzeit. Für mehrere Hunde wie Taco, Burrito und Pumba gibt es keine Anfragen.
Von
Oliver Voigt
Schwedt
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Tierheim Schwedt: Schwedt, 25.05.2026: Tierheim Schwedt, Hund Pumba

Mischlingsrüde Pumba gehört zu den Hunden im Tierheim Schwedt, die dringend vermittelt werden sollen. Der Rüde ist die Enge nicht gewohnt, lebte er doch bislang in einem Haus mit Grundstück.

Oliver Voigt
  • Tierheim Schwedt meldet Platzmangel vor der Urlaubszeit – Fund- und Pensionstiere erhöhen den Druck.
  • Drei Hunde ohne Anfragen: Taco, Burrito und Pumba warten trotz guter Ansätze weiter auf Adoption.
  • Taco: 3 Jahre, freundlich, ungestüm, blind auf einem Auge, Einzelhund ohne Katzen, sicherer Auslauf.
  • Burrito: ca. 5 Jahre, Terrier-Mix, offen, lernwillig, Grundkommandos und Leinenführung ausbaufähig.
  • Pumba: freundlicher Mischling, leinenführig, gelassen bei Begegnungen, ideal mit Haus und Grundstück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist kurz nach 10 Uhr am Pfingstmontag. Kristin Ludwig kommt gerade mit Hund Burrito vom Spaziergang und bringt ihn in die Zwingeranlage des Schwedter Tierheims. Dann klingelt schon wieder ihr Telefon. Die Mitarbeiterin des Tierheims blickt sorgenvoll – die Information, die sie erhält, verheißt nichts Gutes.

Ein Fundhund wurde gemeldet, in Berkholz, einem Schwedter Ortsteil. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Moni macht sie sich sofort auf den Weg. Im Kopf kreisen bereits die Gedanken darum, wo der neue Gast untergebracht werden kann. Und die größte Sorge ist: Wie lange wird er bleiben?

Mitten auf der Fahrt kommt ein weiterer Anruf: Einsatzabbruch. Ein Nachbar in Berkholz hat sich bereit erklärt, das Tier zu übernehmen. Die Tierschützerinnen fahren erleichtert zurück und widmen sich wieder ihren Dauergästen.

„Feiertag hin oder her, egal ob Wochenende oder Werktag – unsere Tiere brauchen tägliche Betreuung“, sagt Kristin Ludwig. Und dabei bleibe es nicht bei der regelmäßigen Fütterung. „Sie brauchen ihren Auslauf, zum Teil medizinische Versorgung. Da muss immer jemand für sie da sein“, so Ludwig weiter.

Platzmangel in Schwedt schon vor der Urlaubszeit

Die Platzsituation stellt die Tierschützer immer wieder vor große Herausforderungen. Nicht nur im Haupthaus mit den Räumen und dem Auslauf für die Katzen wird es langsam eng, auch in der Zwingeranlage stehen kaum noch freie Kapazitäten zur Verfügung. Gerade mit Blick auf die bevorstehende Ferienzeit sorgt sich das Team des Tierheims, wie sich die nächsten Wochen entwickeln werden.

Denn mit Beginn der Urlaubszeit verschärft sich die Lage oft noch einmal. Zum einen werden mehr Pensionstiere abgegeben, deren Aufenthalt zwar meist zeitlich begrenzt ist, die aber dennoch Platz, Betreuung und Zuwendung benötigen. Zum anderen häufen sich in den Sommermonaten auch die Fälle von ausgesetzten oder zurückgelassenen Tieren. „Nicht jeder Fundhund oder jede Fundkatze ist tatsächlich entlaufen – immer wieder haben wir auch den Verdacht, dass sich Halter kurz vor Reisebeginn ihrer Verantwortung entziehen“, so Ludwig.

Tierheim Schwedt: Fundtiere und Pensionstiere verschärfen Lage

„In der Regel sind unsere Gäste nur wenige Tage oder Wochen bei uns“, erklärt Ludwig. Kurze und vorhersehbare Zeiten bescheren Pensionstiere. Bei Fundtieren sieht das allerdings ganz unterschiedlich aus. Von Glück könne man sprechen, wenn sich die Besitzer melden und ihren Liebling wieder abholen. Leider gebe es auch genügend Fälle, in denen das nicht geschieht. Außerdem gibt es noch die unvorhersehbaren Einweisungen durch das Veterinäramt.

Gleich drei Hunde aus jüngster Zeit entwickeln sich derzeit zu Problemfällen. War man im Tierheim zunächst von guten Vermittlungschancen ausgegangen, scheint das Interesse an Taco, Burrito und Pumba nicht sonderlich groß zu sein – oder besser gesagt: gar nicht vorhanden.

Auf einen Blick: Das sind Taco, Burrito und Pumba

Taco ist ein dreijähriger Mischlingsrüde mit freundlichem Wesen, der liebevolle, aber konsequente Halter sucht. Er ist noch etwas ungestüm, kennt kaum Grundkommandos, sollte als Einzelhund ohne Katzen leben und passt eher zu größeren Kindern. Auf dem rechten Auge ist er blind, im Alltag jedoch kaum eingeschränkt. Da er über Zäune klettert, wird Wohnungshaltung mit sicherem Auslauf empfohlen.

Burrito ist ein etwa fünf Jahre alter, 45 Zentimeter großer Terrier-Mischling. Menschen gegenüber zeigt er sich offen und freundlich. Bei der Leinenführigkeit und den Grundkommandos hat er noch Nachholbedarf, ist aber aufmerksam und lernwillig. Typisch Terrier-Charakter: niedlich, temperamentvoll und mitunter eigensinnig.

Diese drei Problemfälle im Tierheim Schwedt hoffen auf ihre zweite Chance. Pumba, Taco und Burrito (v.l.) gehören zu den Hunden, die bislang niemand adoptieren will.

Diese drei Problemfälle im Tierheim Schwedt hoffen auf ihre zweite Chance. Pumba, Taco und Burrito (v.l.) gehören zu den Hunden, die bislang niemand adoptieren will.

Oliver Voigt

Der Mischlingsrüde Pumba gilt als freundlich und läuft gut an der Leine. Auch Begegnungen mit anderen Hunden, Joggern oder Radfahrern meistert er gelassen. Bei den Grundkommandos hat Pumba noch Nachholbedarf. Bisher lebte er in einem Haus mit Grundstück; ein ähnliches Zuhause wäre für ihn wieder ideal.

Vierjähriges Jubiläum im Tierheim ist kein Grund zum Feiern

Dann sind da noch Schäferhündin Tjsia, die schon beinahe zwei Jahre auf ein neues Zuhause wartet, und Athena, die im Juni ihr vierjähriges Jubiläum im Tierheim Schwedt „feiert“. „Zum Feiern ist uns dabei nicht zumute. Viel lieber würden wir sehen, dass sich doch noch Menschen für diese Hunde entscheiden und sie Teil ihrer Familie werden lassen“, sagt Ludwig. Und das nicht nur, um wieder mehr Platz im Tierheim zu haben, sondern vor allem den Hunden selbst zuliebe.