Tierseuche bei Schwedt: Erneut Parasiten bei Wildschweinen – Amtstierarzt warnt

Die afrikanische Schweinpest und Trichinellen besonders bei Wildschweinen belasten Jäger und Verbraucher regelmäßig. Jetzt sind wieder Fälle in der Uckermark bestätigt worden. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpa- Amtstierarzt warnt vor Trichinellen in Wildschweinen aus Uckermark.
- Bundesinstitut bestätigt Wurmbefall; Fleisch sofort entsorgt.
- Infektion durch rohes Fleisch kann zu schweren Symptomen führen.
- Parasiten nicht durch Räuchern, Pökeln oder Trocknen abtötbar.
- Verbraucher sollen Fleisch auf Trichinellenfreiheit prüfen lassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gleich zwei Verdachtsfälle hatte eine amtliche Schlachttier- und Fleischuntersuchung im Februar und März ergeben. Beide Tierproben wurden an das Bundesinstitut für Risikobewertung zur Feindiagnostik nach Berlin geschickt. Dort wurde der Verdacht auf Trichinellen, also Fadenwürmer, bestätigt. Das betroffene Fleisch wurde daraufhin unverzüglich entsorgt.
Die Tiere stammen aus den Regionen Wallmow und Hohenreinkendorf. Wie Uckermarks Landtierarzt Achim Wendlandt informiert, kann eine Infektion beim Menschen je nach Infektionsdosis zu milden bis schweren Krankheitssymptomen, in seltenen Fällen sogar zum Tod führen.
Bei Verdacht nicht essen!
Der Mensch infiziert sich durch den Verzehr rohen oder ungenügend zubereiteten verseuchten Fleisches oder daraus hergestellten Produkten, wie Rohwurst oder Rohschinken.
Wendlandt warnt, dass die Parasiten nicht durch Räuchern, Pökeln oder Trocknen abgetötet werden. Damit ist insbesondere der Verzehr von Mett, Rohwürsten oder Schinken für den Menschen sehr gefährlich.
Was sind Trichinellen?
Trichinellen sind sehr kleine Fadenwürmer, die in der Muskulatur von zum Beispiel Wildschwein, Dachs und Waschbär vorkommen können. Hierbei spielt das Alter, Gewicht und Geschlecht der infizierten Tiere keine Rolle.
Amtstierarzt Wendlandt rät Verbrauchern, die Wildschwein-, Dachs- oder Waschbärfleisch essen wollen, sich beim Jäger nach der Trichinellenfreiheit zu erkundigen. Jäger fordert Wendlandt auf, ausreichend Probenmaterial potenziell betroffener Tiere für Testuntersuchungen zur Verfügung zu stellen.
ASP und Trichinellen belasten Jäger und Verbraucher
Somit haben Jäger und Verbraucher nicht nur regelmäßig mit der Afrikanischen Schweinepest zu kämpfen, sondern auch mit Trichinellen. Während die Schweinpest allerdings „nur“ für Nutztiere gefährlich ist, können die Fadenwürmer (Trichinellen) eben auch Menschenleben bedrohen.


