Uckermark-Oskar: Blumen für die Preisträger

Vor der Kulisse mit Schauspielern aus "Shrek": Der Uckermark-Oskar ging an die Schaupieler Alexandra-Magdalena Heinrich (l.) und an Uwe Heinrich (4.v.l.). Den Sonderpreis nahm Mathias Funk (3.v.l.) für das Werkstattteam des Theaters entgegen. Ute Schäfer vom Förderverein (r.), MOZ-Redakteurin Eva-Martina Weyer (2.v.r.) und Heiko Schulze vom Uckermark-Kurier gratulierten.
Oliver VoigtZum letzten Mal hat Theaterintendant Reinhard Simon nach einer Premiere auf der Odertalbühne die Verleihung des Uckermark-Oskars angekündigt. Simon ist ab nächster Saison nicht mehr Intendant der Uckermärkischen Bühnen. Angesichts des Premierenbeifalls freue er sich, dass die Aufführung des Musicals „Shrek“ dem Publikum gefallen habe: „Da haben wir mit dem Einkauf der Rechte nicht so falsch gelegen.“
Ein Kuss entzückt das Publikum
Er übergab das Mikrofon an Ute Schäfer, Vorstandmitglied im Theaterförderverein, der jeden Sommer den Preis Schauspieler des Jahres verleiht und den Vorsitz in der siebenköpfigen Jury hat. Die Märkische Oderzeitung unterstützt den Preis finanziell seit 1997, hat seitdem einen Sitz in der Jury und auch in diesem Jahr an der Preisverleihung teilgenommen.
767161
Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin der Spielzeit 2018/2019 ging an Alexandra-Magdalena Heinrich für ihre Leistung in der Familientragödie „Alle meine Söhne“. Ute Schäfer sagte: „Die ganze Jury war von dieser Inszenierung begeistert“, und zeichnete auch gleich den Schauspieler des Jahres aus. Es ist Uwe Heinrich, der in dieser Inszenierung „sein großes schauspielerisches Können gezeigt hat“, wie Ute Schäfer sagte. Beide Schauspieler tragen den gleichen Familiennamen, weil sie verheiratet sind. In „Alle meine Söhne“ spielten sie ein Ehepaar. Bei der Preisverleihung entzückte ein glücklicher Kuss auf offener Bühne das Publikum. Den Sonderpreis erhielt die Werkstattabteilung für das Anfertigen des Hexenhauses der Baba Jaga im Weihnachtsmärchen „Die verzauberten Brüder“. Werkstattleiter Mathias Funk nahm den Preis entgegen: "Wir mussten ganz schön tüfteln, um das Haus auf Hühnerbeinen zum Laufen zu bringen.“
Zur Premiere des Sommerstücks „Shrek" waren aus Berlin regelrechte Fans angereist. Sie hatten ihre Gesichter monstergrün geschminkt. „Für mich war es unvorstellbar, als Normalo zuzuschauen. Es kann gar nicht schräg genug sein“, sagte Sabine Marks und Claudia Ennulat ergänzte: „Ihr habt hier so eine tolle Freilichtbühne. Wir kommen schon seit Jahren jeden Sommer her, weil wir hier ganz dicht dran sein können an den Schauspielern. Uns gefällt, was sie machen.“
Altbürgermeister Wolfgang Krakow aus Angermünde saß im Publikum in der ersten Reihe. Er sagte beim Nachhausegehen: „Ein gelungenes Stück. Man hat seinen Spaß daran."Seite 20
Ein ganzer Sommermit viel Programm
Die Odertalfestspiele an den Uckermärkischen Bühnen bringen jedes Jahr Musik und Theater nach draußen. In diesem Sommer gehört "Shrek" 15-mal dazu. Außerdem gibt es die Familienstücke "Max und Moritz" und "Oh, wie schön ist Panama". Axel Prahl und sein Inselorchester kommen, es gibt das 3. Schwedter Taschenlampenkonzert, Ingo Appelt ist da. Am 6. September ist Schluss.⇥emw