Umbau
: Schwedt steckt Millionen in den Stadtteil Am Waldrand

Der Stadtteil Am Waldrand wandelt sich. Eine der größten Magistralen, die Friedrich-Engel-Straße, wird quasi halbiert.
Von
Eva-Martina Weyer
Schwedt
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  • Blick in die Friedrich-Engels-Straße: Am Montag wurde damit begonnen, die vierspurige Straße auf zwei Spuren zurückzubauen. Das Ärzte- haus ist gut zu erkennen. Die ehemalige Kaufhalle Freundschaft im hinteren Bildbereich soll abgerissen werden.

    Blick in die Friedrich-Engels-Straße: Am Montag wurde damit begonnen, die vierspurige Straße auf zwei Spuren zurückzubauen. Das Ärzte- haus ist gut zu erkennen. Die ehemalige Kaufhalle Freundschaft im hinteren Bildbereich soll abgerissen werden.

    Oliver Voigt
  • Brechtplatz: Am 21. August haben Bauarbeiten begonnen. Zuerst wurden alte Gehwegplatten aufgenommen, die Uhr bleibt erhalten.

    Brechtplatz: Am 21. August haben Bauarbeiten begonnen. Zuerst wurden alte Gehwegplatten aufgenommen, die Uhr bleibt erhalten.

    Oliver Voigt
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Schule bekommt eine Aula

Im Mittelpunkt der Bauarbeiten steht der Stadtteil Am Waldrand. Er wird nach dem längst erfolgten Abriss seiner einst prägenden Hochhäuser noch einmal völlig sein Gesicht wandeln. Augenfälligstes Merkmal: Eine der größten Magistralen von Schwedt, die Friedrich-Engels-Straße, wird um die Hälfte abgerissen. Die Straße ist seit vielen Jahren überdimensioniert und in schlechtem Zustand.

Die Sanierung umfasst den Umbau von einer vierspurigen zu einer zweispurigen Straße. Die Bauarbeiten sind am 2. September losgegangen mit der Sanierung der beiden Fahrspuren auf der südlichen Fahrbahnseite vom Waldrand in Richtung Stadt. Diese Fahrbahnseite ist auf ihrer gesamten Länge von fast einem Kilometer gesperrt. Der größte Teil der Sanierung auf der südlichen Fahrbahnseite soll Ende Dezember fertig sein, verspricht der Baubetrieb aus Neubrandenburg. Die Arbeiten kosten 925 000 Euro.

Voraussichtlich im Oktober beginnen die Bauarbeiten für die Aula der Grundschule Am Waldrand. Schulen aus DDR-Zeiten haben keine Aula, und sie wird von den Schülern und Lehrern der Grundschule sehnsüchtig erwartet. 1,3 Millionen Euro fließen in diesen Anbau, der im Juli 2020 fertig sein soll. Die Einschulungsfeiern für die Abc-Schützen könnten dort stattfinden.

Eine weitere markante Abrissarbeit ist der Rückbau der ehemaligen Kaufhalle Freundschaft. Sie gehörte zuletzt zu Spar. Die Stadt hat das Objekt gekauft. "Wenn wir das nicht gemacht hätten, würden wir das Stadtbild nie schön hinkriegen“, sagt Jürgen Polzehl und bringt zugleich seine Verärgerung über den langen Leerstand der Kaufhalle zum Ausdruck: „Gewinne werden privatisiert, Abrisskosten sozialisiert.“ Immerhin bringt die Stadt dafür 455 000 Euro auf und will noch in diesem Monat mit dem Abriss beginnen. Das soll bis März 2020 dauern.

Brechtplatz wird schöner

Vor dem Abriss steht möglicherweise auch die Netto-Kaufhalle. Der Konzern hat das beantragt und will auf der gegenüberliegenden Straßenseite neu bauen. Die Stadtverordneten müssen dem noch zustimmen. Gleich nebenan in Richtung Ärztehaus lässt die Stadt seit zwei Wochen den Bertolt-Brecht-Platz sanieren. Er bekommt neues Pflaster, neue Bänke und Papierkörbe und mehr Grün. Kosten: 126 000 Euro. Fertigstellung: Anfang Oktober.

In diesem Jahr beendete Bauarbeiten

Rund 4 Millionen Euro hat die Stadt Schwedt in diesem Jahr schon in Baumaßnahmen investiert. Das Geld floss in den Brandschutz der Kita Vierraden (695 000 Euro), in den Ersatzschulhof der Astrid-Lindgren-Grundschule (455 200 Euro), in die Errichtung der Flussbadestelle (300 000 Euro), in ein neues Sozialgebäude am Schulgarten (285 000 Euro), in WC-Container am Museum Militärgefängnis (50 300 Euro), in die Straßenrekonstruktion der Regenbogensiedlung (1,3 Millionen Euro), in die Rekonstruktion des Heinersdorfer Dammes (660 000 Euro) und in neue Bushaltestellenbereiche am Vierradener Platz und in der Schillstraße (rund91 300 Euro).⇥emw