Vandalismus: Randalierer köpfen Bienenbaum
Zwei frisch gepflanzte Bäume im Schwedter Landgrabenhain sind um den Jahreswechsel Opfer von Vandalismus geworden. Die Bäume wurden mutwillig zerstört.
Ein Trompetenbaum am Verbindungsweg in der Nähe der Karl–Teichmann–Straße ist von Unbekannten so weit umgebogen und aus den Baumstützen gerissen worden, bis der noch dünne Stamm aufriss und abgeknickt ist. Ebenfalls an dem Weg in der Nähe der kleinen Brücke über den Landgraben ist ein junger Tausendblütenbaum, der wegen seiner großen Anziehungskraft für Insekten wie Bienen auch Bienenbaum genannt wird, regelrecht enthauptet worden. Ein glatter, schräger Schnitt ist an dem Stämmchen zu sehen, die Krone lag abgeschnitten daneben.
Aufgefallen ist der Baumfrevel Bürgern, die am Wochenende den Weg zwischen dem Marchlewskiring und dem Stadtteil Talsand benutzten. Die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung reagierten entsetzt. „Es sind wirklich Besonderheiten, die diesen künftigen Park und die angrenzende Insektenwiese bereichern sollten. Mir fehlen die Worte“, sagte Carola Duckert vom Grünflächenamt der Stadt. Der Bienenbaum ist eine Seltenheit in Schwedt, das Exemplar im Landgrabenhain soll der einzige Baum dieser Art im öffentlichen Raum der Oderstadt sein. Auch der Trompetenbaum ist kein gewöhnlicher Parkbaum und vor allem in seiner Blütezeit im frühen Frühjahr in manchen Gärten ein viel bestaunter Hingucker.
Die Stadt will den Vandalismusschaden nicht so einfach hinnehmen und hat am Montag Strafantrag bei der Polizei gestellt. Sie beziffert den Schaden an beiden Bäumen auf 1000 Euro und hofft, dass eventuell Zeugen bei der Aufklärung der Sachbeschädigung helfen können.
Bisher blieben beide Bürgerparks, Lebenskreis und Landgrabenpark, weitgehend von Zerstörungen verschont. An der Lindenallee wurde vor einigen Jahren mal ein Baum umgesägt. In den Parks haben viele Bürger zu besonderen Anlässen wie Hochzeit, Geburt oder Jubiläen Bäume gepflanzt.

