Videokonferenz
: New Yorker fragt um Rat in Schwedter Krankenhaus

Ein New Yorker hat sich wegen einer Schulterverletzung eine zweite Meinung beim renommierten Orthopäde Dr. Ghias Hallak eingeholt. Das Ungewöhnliche: per Videokonferenz.
Von
pif
Schwedt
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Schwedt. Telemedizin eröffnet neue Möglichkeiten ohne Wartezeiten.

Oliver Voigt

Das Klinikum Uckermark in Schwedt genießt offenbar weltweit einen guten Ruf. Denn der Orthopäde Dr. Ghias Hallak hat jetzt einen Patienten aus den Vereinigten Staaten von Amerika beraten, der nach einem Wintersportunfall in Frankreich eine weitere Meinung haben wollte.

Der 38–Jährige zog sich beim Skifahren in den französischen Alpen eine Schulterverletzung zu. Die Diagnose der Mediziner vor Ort war allerdings nicht eindeutig. Über das Projekt Qunomedical kam ein Kontakt zu Professor Dr. Rüdiger Heicappell zustande, der dann seinen Kollegen, den hiesigen Chefarzt für Orthopädie einschaltete.

Über eine Videokonferenz wertete Dr. Hallas dann von Schwedt aus MRT–Aufnahmen aus und befragte den Patienten in New York intensiv. Der 38–Jährige fühlte sich dabei nach eigenem Bekunden bestens aufgehoben. Unglücklich: Offenbar gehen die Meinungen der Mediziner in den USA und Schwedt so weit auseinander, dass er sich nun eine dritte Meinung einholen muss. Der Patient empfiehlt die Telemedizin per Videoschalte trotzdem: „Es ist effizienter als stundenlang im Wartezimmer zu sitzen.“