Vorausschauend: Pflegekräfte für die Zukunft

Asklepios-Personal der Zukunft: 40 Azubis haben am 1. Oktober im Klinikum Schwedt ihre Ausbildung in verschiedenen Spezialrichtungen begonnen. Dabei sind gleichermaßen 16-jährige Schulabgänger wie gestandene Mittvierziger.
Gunnar FeilSchwedt und die Uckermark werden immer älter. Der demografische Wandel ist unaufhaltsam. Deshalb steigt folgerichtig auch der Bedarf an gut ausgebildetem Pflegepersonal. „Schon jetzt macht sich der Fachkräftemangel in der Pflege verstärkt bemerkbar. Das Asklepios Klinikum ist sich seiner Verantwortung bewusst und startet daher eine Ausbildungsoffensive im Pflegebereich“, sagt Pflegedienstdirektorin Steffi Gnauck.
Seit Jahrzehnten bilde das Klinikum bereits Gesundheits– und Krankenpfleger sowie Gesundheits– und Kinderkrankenpfleger aus. Bei der aktuellen Entwicklung ist klar: Die Chancen zur Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung sind sehr gut. „Trotzdem reicht dies perspektivisch nicht aus. Deshalb haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr unser Kontingent von 30 Azubis im ersten Ausbildungsjahr auf 40 zu erhöhen. Start war in dieser Woche“, informiert Steffi Gnauck. Und: Alle ausgewählten Bewerber haben das Ausbildungsangebot angenommen.
Etliche Bewerber starten mit der Lehre im Klinikum bereits ihre zweite Ausbildung. „Besonders freut uns, dass dieses Jahr erstmals auch zwei Hebammenschülerinnen sowie elf Gesundheits– und Krankenpflegehelferinnen ihre Ausbildung bei uns beginnen“, urteilt die Pflegedienstdirektorin. Die Azubis des jetzigen zweiten Ausbildungsjahres sind schon einen Schritt weiter. Am 31. März hatten 25 Azubis erfolgreich ihre Probezeit bestanden. Ihre Perspektive ist vorgezeichnet: Entsprechend einer asklepiosweiten Vereinbarung erhielten diese Schüler eine Übernahmegarantie nach erfolgrei-chem Abschluss der Ausbildung. „Das Klinikum freut sich, sie als zukünftige Mitarbeiter begrüßen zu können“, sagt Steffi Gnauck.
Startvergütung 1100 Euro
Unter den Azubis sind sowohl frischgebackene Schulabgänger mit 16 Jahren als auch Menschen Mitte 40, die bereits eine Ausbildung und Berufserfahrung in anderen Branchen haben. Neben dem gestiegenen Pflege– und Betreuungsbedarf gibt es laut Asklepios noch einen zweiten Grund für die Azubi–Initiative: Es ist der hohe Altersdurchschnitt beim aktuellen Pflegepersonal. Die Klinik muss damit rechnen, dass in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter ihr Berufsleben beenden.
Aufgrund der genannten Übernahme–Garantie sind die Ausbildungsplätze durchaus begehrt — und sie werden außerdem gut bezahlt. Immerhin startet das Entgelt gegenwärtig im ersten Lehrjahr bei 1100 Euro brutto.
Die Ausbildung der Gesundheits– und Krankenpfleger sowie Kinderkrankenpfleger dauert drei Jahre und endet mit einem staatlich anerkannten Abschluss. Den praktischen Teil absolvieren die Lehrlinge im Klinikum, ihre theoretische Ausbildung findet an der Medizinischen Schule in Prenzlau statt. Die angehenden Hebammen fahren zur Schule in der Akademie für Gesundheit in Eberswalde. Die Pflegehelfer – ihre Ausbildung dauert zwei Jahre – werden in Bernau geschult.