Waldbrand in Angermünde
: 50.000 Liter Wasser – Bauern helfen Feuerwehr

Ein Waldbrand zwischen Herzsprung und Neukünkendorf (Angermünde) wird zwar schnell entdeckt. Er stellt die Einsatzkräfte der Feuerwehr jedoch vor Herausforderungen.
Von
Oliver Voigt
Angermünde
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Waldbrand in Angermünde: Die Feuerwehr löscht den brennenden Waldboden.

Waldbrand in Angermünde: Die Feuerwehr löscht den auf 3600 Quadratmetern brennenden Waldboden.

René Pöschl
  • Waldbrand bei Angermünde: 3600 Quadratmeter Waldboden brannten nahe Herzsprung und Neukünkendorf.
  • Feuerwehr und Landwirte löschten das Feuer gemeinsam – 50.000 Liter Wasser wurden eingesetzt.
  • Feuerwehr nutzte Wasser aus dem Haussee, Bauern stellten Wasserfässer und Unterstützung bereit.
  • Rund 30 Einsatzkräfte waren vor Ort, die Polizei und Forstbehörde übernahmen Ermittlungen.
  • Der Waldeigentümer führte nach Abschluss der Löscharbeiten eine Brandwache durch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am frühen Montagmorgen (7. Juli) gegen 5 Uhr wurde die Angermünder Feuerwehr zu einem Waldbrand zwischen Herzsprung und Neukünkendorf alarmiert. Mehrere Anrufer hatten eine starke Rauchentwicklung im Bereich der B158 gemeldet und sofort den Notruf gewählt.

Angermündes Stadtbrandmeister René Pöschl berichtet auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals, dass etwa 3600 Quadratmeter Waldboden betroffen waren. „Glücklicherweise handelte es sich nicht um ein Wipfelfeuer, wie zunächst von der Leitstelle gemeldet.

Vor Ort am Radweg zwischen Herzsprung und Neukünkendorf fanden unsere Einsatzkräfte jedoch eine bereits weit fortgeschrittene Brandfläche vor“, so Pöschl. Neben dem Löschzug 1 der Angermünder Feuerwehr waren auch die Löschgruppen Herzsprung/Schmargendorf und Greiffenberg im Einsatz. Insgesamt waren rund 30 Kameraden an den Löscharbeiten beteiligt.

Die Angermünder Feuerwehr bekämpft am Montag einen Waldbrand bei Neukünkendorf

Die Angermünder Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand bei Neukünkendorf.

René Pöschl

„Die Feuerwehr konnte den Brand relativ schnell unter Kontrolle bringen, doch das Ablöschen des Waldbodens gestaltete sich schwierig. Dabei wurden wir von lokalen Landwirten tatkräftig unterstützt: Michael Böhling stellte ein Wasserfass zur Verfügung, außerdem bot ein landwirtschaftliches Unternehmen aus Lüdersdorf an, zusätzlich ein 10.000-Liter-Wasserfass mitzubringen“, betont Pöschl das Engagement und bedankt sich im Namen aller Einsatzkräfte.

Als Wasserquelle nutzte die Feuerwehr den Haussee in Neukünkendorf, von dem aus die Tanklöschfahrzeuge und Wasserfässer der Bauern befüllt wurden. „Insgesamt wurden rund 50.000 Liter Wasser eingesetzt, um den Brand endgültig zu löschen“, sagt Pöschl am Nachmittag. Die Polizei war ebenfalls vor Ort, die Forstbehörde ermittelte zudem den Waldeigentümer, der nach Abschluss der Löscharbeiten die Brandwache übernahm, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.