Wechsel: Spiele Max kommt für Thalia ins Oder-Center

In wenigen Tagen schließt die Thalia-Filiale im Oder-Center. Zurzeit erfolgt der Ausverkauf. Schwedts Thalia-Chef Ulrich Hemmerling darf wegen der Buchpreisbindung aber keine Bücher rabattieren. Auf andere Sortimente gibt es Nachlässe bis 50 Prozent.
Thorsten PifanDas neue Jahr bringt für das Oder Center an markanter Stelle gleich einen Wechsel. Denn die Buchhandlung Thalia verlässt den Standort und schließt. Doch Center-Manager Ralf Müller hat zum Start in 2020 gute Nachrichten – vor allem für die jungen Kunden. Denn das Ladenlokal wird rasch wieder gefüllt.
Mit Spiele Max kommt ein Angebot ins Einkaufszentrum, das im Mix des Sortiments bisher noch fehlte. Unklar ist noch, wann das neue Geschäft, das vor allem den Nachwuchs locken wird, seine Türen öffnet.
Ansonsten kann Müller für 2019 eine positive Bilanz ziehen und mit großem Optimismus den kommenden Monaten entgegen blicken. Denn außer einem kleinen Ladenlokal sind alle Flächen vermietet.
Über mögliche weitere Wechsel schweigt er, ganz nach der kaufmännischen Devise, erst über Verträge zu sprechen, wenn die Tinte der Unterschriften getrocknet ist. Die Kunden dürfen sich auch im angehenden Jahr auf liebgewonnene Aktionen freuen. So bleibe der dritte Sonnabend im Monat auch künftig den Familien vorbehalten. „Wir freuen uns darauf, dass Eltern mit ihren Kindern das Einkaufserlebnis genießen, aber auch die Großeltern sind willkommen“, sagte Müller.
Denn eins sei klar, auch wenn besonders der Nachwuchs bei diesen Aktionen angesprochen werde, seien alle Generationen im Oder-Center gern gesehen.
Offen für neue Partnerschaften
Entsprechend werde es auch wieder Aktionen in Zusammenarbeit mit örtlichen Akteuren geben. So sei wieder der Angelverein in diesem Jahr zu Gast. Müller ist aber auch offen für neue Partnerschaften mit Vereinen, die gemeinsam mit dem Oder-Center etwas auf die Beine stellen wollen.
Die größte Attraktion ist allerdings das Center selbst, weiß Müller selbstbewusst zu betonen. Und daher werde auch das Center selbst im Mittelpunkt stehen. Für die Kunden sei der Besuch ein Stück Freizeitgestaltung. Entertainment, wie es zu Einkaufscentern beispielsweise in den skandinavischen Ländern gehöre, sei im Oder-Center nicht geplant. Das entspreche auch nicht dem hiesigen Kaufverhalten.
Das Center sei da vielmehr der Treffpunkt im ländlichen Raum – und solle das auch bleiben. „Wir wollen eine möglichst hohe Verweildauer haben“, sagt er. Dazu gehöre beispielsweise ein ausgewogenes gastronomisches Angebot mit hoher Qualität und einer reichhaltigen Auswahl.
„Wir legen sehr viel Wert darauf, dass nicht nur die sogenannten Magnetbetriebe die Kundschaft für die Gastronomie ziehen, sondern dass auch die Gastronomie selbst Magnet für die Kunden ist, die dann hier auch ihre Einkäufe erledigen.“
Mit seinen 65 Mietern – insgesamt gibt es 59 Geschäfte – strahlt das Oder-Center in die ganze Region aus. Kunden kommen aus Pasewalk, Prenzlau oder sogar Templin und Eberswalde, erklärt Müller anhand einer Karte. Mit rund 450 000 unterschiedlichen Artikeln, die immer vor Ort sind, braucht sich das Oder-Center auch nicht hinter dem Versandhandel im Internet zu verstecken.
