Winter in der Uckermark
: Wie Vögeln bei gefrorenem Boden geholfen werden kann

Der eisige Boden birgt gerade für Vögel eine Gefahr. Ein Förster aus der Uckermark klärt auf, warum Vögel gebraucht werden und was getan werden kann.
Von
Josephine Theodor
Schwedt, Angermünde
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Winterwetter in Deutschland - Hannover: 28.01.2026, Niedersachsen, Hannover: Eine Blaumeise sitzt auf einem Futterhaus im Stadtwald Eilenriede. Foto: Shireen Broszies/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Heimische Vögel haben es zwischen Eis und Schnee schwer – ein Förster aus der Uckermark klärt auf, was die Vögel brauchen und warum sie so nützlich, besonders für Gartenfreunde, sind. (Symbolbild)

Shireen Broszies/dpa
  • Eis und gefrorener Boden erschweren Vögeln die Nahrungssuche in der Uckermark.
  • Ex-Förster Jörg Kabelitz warnt: Singvögel finden „null Möglichkeiten“ im vereisten Boden.
  • Besonders betroffen: Bergfinken und Wacholderdrosseln; Meisen sind als Nützlinge wichtig.
  • Hilfe: Meisenknödel, ungesalzene Sonnenblumenkerne, ungesalzenes Fett/Schmalz, Äpfel.
  • NABU: Weichfutterfresser (z. B. Amseln) vs. Körnerfresser (z. B. Finken) passend füttern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das eisige Winterwetter hält noch für einige Zeit an. Das Eis und der gefrorene Boden setzen jedoch nicht nur Autofahrern und Fußgängern stark zu: ehemaliger Förster Jörg Kabelitz schlägt Alarm. Gerade Vögel haben es derzeit schwer. Was genau das Problem für die heimischen Vögel ist und wie diesen geholfen werden kann.

„Unsere Singvögel haben gerade ein extremes Problem“, so Kabelitz. Die Witterungsbedingungen, Eis und Schnee, hätten den Boden so verhärtet, dass Vögel nicht mehr nach Nahrung suchen könnten. „Ich bin immer noch viel im Wald unterwegs und sehe das ganz stark in der Uckermark derzeit.“

Der Bedarf sei riesig – so hätten Bergfinken und Wacholderdrosseln gerade schlechte Karten, da der Boden großflächig vereist sei. „Die Vögel haben gerade null Möglichkeiten“, so Kabelitz auf Nachfrage, „dabei brauchen wir die Vögel, hauptsächlich Arten wie Meisen.“ Denn diese seien gerade im Sommer ein wichtiger Teil der Nahrungskette.

Vögel in der Uckermark: Helfer im heimischen Garten

„Die Vögel sind als Gegenspieler im heimischen Garten sehr nützlich“, weiß Kabelitz. Diese würden nämlich dafür sorgen, dass es nicht zu einer Massenvermehrung von Insekten kommt. So sei dann später, gerade in erntereichen Monaten, der Schaden durch Insekten nicht so stark ausgeprägt.

Helfen würde bereits das Vogelfutter, welches einfach im Supermarkt erworben werden könne – also Meisenknödel oder ungesalzene Sonnenblumenkerne. „Ungesalzenes Fett oder Schmalz gehen übrigens auch“, so Kabelitz. Äpfel seien ebenfalls als Nahrungsquelle für Vögel eine gute Option.

Was brauchen Vögel in den Gärten?

Der NABU klärt über die verschiedenen Bedürfnisse von den derzeit hier lebenden Vögeln auf: einmal in Weichfutterfresser und Körnerfresser. Rotkehlchen, Amseln oder Stare zählen zu den Weichfutterfressern – fressen also tierische Kost oder Früchte. Für sie seien laut NABU Haferflocken, Mohn oder Rosinen eine gute Wahl.

Körnerfresser, wie Finken oder Sperlinge, fokussieren sich eher auf, wie der Name bereits verrät, Körner. Sonnenblumenkerne oder Hanf sind für diese Arten eine gute Wahl. Dann gibt es auch noch Vögel, die eine Mischung zwischen den beiden Kategorien sind, zum Beispiel Meisen oder Spechte. Diese Vögel können sowohl von der tierischen Kost wie Schmalz oder Fett profitieren, aber auch von Sonnenblumenkernen.