Winterferien
: Nach den Zeugnissen in den Karthausklub

Schwedter Angebote in den Winterferien reichen vom Bowling, dem Ferienfilm zum Taschengeldpreis bis zum Parfüm im Museum
Von
Eva-Martina Weyer
Schwedt
Jetzt in der App anhören

Tag der offenen Tür im Karthaus: Georg Springer gibt Annabel Maloev und Polly Scherner (v.r.) gute Tipps für die eigenen Graffiti-Arbeiten.

Oliver Voigt

Einige wenige Erwachsene trauten sich am Freitag in den Karthausklub und wollten am Tag der offenen Tür erfahren, was im Jugendklub so abgeht. Der Karthausklub ist neben dem „Külz“ einer von zwei Schwedter Jugenklubs und wird unter anderem gern von Schülern der benachbarten Oberschule Dreiklang genutzt.

Polly Scherner und Annabel Maloev gehen dort in die7. Klasse und sind mehrmals in der Woche im Klub. „Zu Hause ist es oft langweilig. Karthaus ist uns wichtig, weil wir sonst nicht wissen, wohin“, erzählt Polly. Annabel ergänzt: „Ich bin hier in der Freizeit–AG und helfe, Veranstaltungen vorzubereiten. Im  Klub ist es lustig. Wir unternehmen was.“ Annabel freut sich auf die Angebote in der Winter–ferienwoche. Am Dienstag ist ein Ausflug zur Ski–Halle Snowtropolis in Senftenberg geplant. Da will Annabel mitfahren. Zum Schlittschuhlaufen geht es am 6. Februar in die Schwedter Eis–arena. Preisbowling im Bowling–Center Strike steht am 7. Februar auf dem Programm. Zum Abschluss gibt es am 8. Februar einen Abend mit Ice Age–Filmen im Karhausklub.

Auch andere Schwedter Einrichtungen haben sich für die Winterferien etwas einfallen lassen. So gibt es im Schwedter Filmforum ein vielseitiges Kinoprogramm für die ganze Familie. Spannende Filme wie „Chaos im Netz“, „Mia und der weiße Löwe“, „Feuerwehrmann sam — Plötzlich Filmheld“ sind im Programm. Der besondere Ferienfilm zum Taschengeldpreis von 3,50 Euro läuft am 5. Februar um 10 Uhr. Gezeigt wir der französische Kinderfilm „Der kleine Spirou“.

Rund um die Tischsitten in der Markgrafenzeit geht es im Stadtmuseum. Vom 5. bis 7. Februar sind alle Ferienkinder herzlich eingeladen, das Zeitalter der Schwedter Markgrafen mit allen Sinnen zu erleben. „Die Markgrafen frönten dem Genuss, tranken beispielsweise Tee aus China, genossen edles Obst aus fernen Ländern sowie weitere Luxuswaren wie Schokolade. Ausschweifende Feste prägten das barocke Lebensgefühl“, erzählt Museumsleiterin AnkeGrodon. „Natürlich mussten sich die Gäste einer barocken Teegesellschaft angemessen kleiden und Zubehöre wie Schwarzer–Adler–Orden, Schärpe und Hut bei Jungen und Collier, Diadem und Fächer bei den Mädchen durften nicht fehlen.“

Die Salongesellschaft schminkte sich: weißer Puder, Augenbrauenstrich und Schönheitsfleck waren Pflicht. Frauen wählten Rosé und Männer kräftiges Rot für die Wangen. Wasser und Seife begannen ein Schattendasein – Parfüm und Puder gewannen die Oberhand. So ausgestattet sind die Ferienkindergäste bereit für die „Teeparty“ im Stadtmuseum mit Fächersprachenspielen. Um 10 Uhr geht es los. Der Eintritt ist frei, jedoch gute Manieren sind mitzubringen.

Die Ferienspiele an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt bringen von Dienstag bis Donnerstag jeden Vormittag ab 10 Uhr Märchenhaftes auf die Bühne. Für Kinder zwischen vier und zehn Jahre ist alles dabei.