Wohnungsbau: Baufortschritt am Mietshaus AugustinerTor

Wächst in die Höhe: Die Bauleute auf der Baustelle Augustiner Tor sind bereits im zweiten Obergeschoss angekommen.
Oliver VoigtNoch ist Schwedts derzeit größte Baustelle weitestgehend hinter den Linden der Lindenallee versteckt, so dass Vorbeifahrende den Baufortschritt nicht recht bemerken. Wer sich aber Zeit nimmt und die Baustelle genauer betrachtet, der staunt nicht schlecht. Im April war Grundsteinlegung für das zehn Millionen Euro teure Großprojekt der Wohnungsgenossenschaft Wobag. Jetzt ragen bereits die Mauern des dritten Obergeschosses vom Haus I in die Höhe. "Das Haus wächst zügig, die Bauarbeiten laufen planmäßig, sogar schneller als geplant. Der Rohbau ist so weit fortgeschritten, dass es bald zur Grundsteinlegung des zweiten Hauses kommen kann“, erklärte Matthias Stammert, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Wobag.
Platz für Standesamt
Tatsächlich arbeiten die Bauleute der Finowfurter Baufirma Guido Ney bereits an der vierten von sechs Etagen des Rohbaus. Über dem Kellergeschoss mit Tiefgarage, dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss sind bereits die Geschossdecken betoniert. Damit steht das Haus I des Projektes mit drei Hausaufgängen zur Lindenallee bereits zur Hälfte. Über dem 2. Obergeschoss kommt nur noch das 3. Obergeschoss und das Dachgeschoss.
In drei Wochen, schätzt die Wobag ein, kann dann auch der Bau des zweiten großen Gebäudeteils an der Ecke Bahnhofstraße/Lindenallee starten. Die Mieter, die dort einziehen werden, bekommen die Adresse Bahnhofstraße. Ihre Hausaufgänge werden von der Rückseite des Gebäudes erschlossen. Den Eingang nach vorn erhält die Volks- und Raiffeisenbank, die im Erdgeschoss ihre neuen Geschäftsräume beziehen wird.
Im Anschluss ist der Bau des Verbinders zwischen beiden Gebäuden dran. Der flache Gebäudeteil wird den repräsentativen Haupteingang des Gebäudes erhalten. Dort wird später der Zugang zum Schwedter Standesamt sein, das aus dem Rathaus am Dreiklang als einzige Dienststelle der Stadtverwaltung wieder an den alten Rathausstandort zurückkehren wird, zusammen mit der bronzenen Eingangstür des Schwedter Bildhauers Axel Schulz.
Einzugsbereit sollen die Wohnungen und Geschäftsräume des Gebäudekomplexes im Herbst nächsten Jahres sein. Darauf freuen sich bereits die Mieter, die sich für die Wohnungen angemeldet haben. Das Projekt erfuhr aber vor allem in den sozialen Netzwerken auch immer wieder Anfeindungen und Kritik, dass sich die Wohnungen mit Mieten von 8,50 Euro pro Quadratmeter nur Reiche leisten könnten.
Neubau Wohn- und Geschäftshaus
59 Mieter warten auf die Fertigstellung des Neubaus Wohn- und Geschäftshaus Augustiner Tor. Sie wollen 57 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, ein Standesamt und eine Bankfiliale beziehen. Geplanter Fertigstellungstermin ist Herbst 2020. Das Großbauvorhaben besteht aus zwei Häusern mit der Adresse Lindenallee und Bahnhofsstraße sowie einem Verbinder mit Eingang zum Standesamt.