Oderbruchtag in Letschin 2023
: Großes Fest im Herzen des Oderbruchs – weit mehr als 5000 feierten am Schinkelturm

UPDATE Sonntag, 11.00 Uhr: Am 3. Oderbruchtag hat sich das Oderbruch in Letschin gefeiert, das sich gern als „Herz“ der europäischen Kulturlandschaft sieht. Es wurde ein großes, lebendiges Treffen.
Von
Ulf Grieger
Letschin
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  • Ein Oderbruch-Original im Festumzug: Werner „Otto“ Zellmer im Neuhardenberger Umzug. Er weiß alles über die Entwicklung der Landtechnik im Oderbruch.

    Ein Oderbruch-Original im Festumzug: Werner „Otto“ Zellmer im Neuhardenberger Umzug. Er weiß alles über die Entwicklung der Landtechnik im Oderbruch.

    Ulf Grieger
  • Im Festumzug dabei: Die Gemeinde Bleyen-Genschmar mit Bürgermeister Dirk Hundertmark.

    Im Festumzug dabei: Die Gemeinde Bleyen-Genschmar mit Bürgermeister Dirk Hundertmark.

    Ulf Grieger
  • Auftakt zum großen Oderbruchfest: In Letschin sorgten am Vorabend die Oktoberfestspitzbuben aus Neuzelle zum „Soundcheck“ für Stimmung.

    Auftakt zum großen Oderbruchfest: In Letschin sorgten am Vorabend die Oktoberfestspitzbuben aus Neuzelle zum „Soundcheck“ für Stimmung.

    Ulf Grieger
  • Oderbruchlied zum Oderbruchtag in Letschin : Kurz vor der Staffelstabübergabe der Letschiner an die Bliesdorfer für den 4.  Oderbruchtag 2025 sangen Bürgermeister und Land-, Bundes- und EU-Abgeordnete das Oderbruchlied.

    Oderbruchlied zum Oderbruchtag in Letschin : Kurz vor der Staffelstabübergabe der Letschiner an die Bliesdorfer für den 4. Oderbruchtag 2025 sangen Bürgermeister und Land-, Bundes- und EU-Abgeordnete das Oderbruchlied.

    Ulf Grieger
  • Sie sorgten für tolle Stimmung im Festumzug beim 3. Oderbruchtag in Letschin: Die Mitglieder des Neulietzegöricker Geselligkeitsvereins.

    Sie sorgten für tolle Stimmung im Festumzug beim 3. Oderbruchtag in Letschin: Die Mitglieder des Neulietzegöricker Geselligkeitsvereins.

    Ulf Grieger
  • In Letschin dabei: die Wriezener Karnevalisten. Das 777 Jahre alte „Tor zum Oderbruch“ hatte sich sehr stark beim Oderbruchtag im Herzen des Oderbruchs präsentiert.

    In Letschin dabei: die Wriezener Karnevalisten. Das 777 Jahre alte „Tor zum Oderbruch“ hatte sich sehr stark beim Oderbruchtag im Herzen des Oderbruchs präsentiert.

    Ulf Grieger
  • Ein Oderbruch-Original im Festumzug: Werner „Otto“ Zellmer auf dem Wagen der Neuhardenberger. Er weiß alles über Landtechnik im Oderbruch.

    Ein Oderbruch-Original im Festumzug: Werner „Otto“ Zellmer auf dem Wagen der Neuhardenberger. Er weiß alles über Landtechnik im Oderbruch.

    Ulf Grieger
  • Im Festumzug dabei. Die Gemeinde Bleyen-Genschmar mit Bürgermeister Dirk Hundertmark

    Im Festumzug dabei. Die Gemeinde Bleyen-Genschmar mit Bürgermeister Dirk Hundertmark

    Ulf Grieger
  • Sie begeisterten die Festgäste in Letschin: Der Letschiner Mädchenchor mit ihrem Leiter Lothar Böttcher.

    Sie begeisterten die Festgäste in Letschin: Der Letschiner Mädchenchor mit ihrem Leiter Lothar Böttcher.

    Ulf Grieger
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„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und danke allen Helfern ganz herzlich.“ Ein glücklicher Bürgermeister von Letschin hat am Sonntagvormittag gegenüber MOZ.de die Frage nach der genauen Gästezahl zum 3. Oderbruchtag am 24. Juni zwar noch nicht beantworten können. Aber er schätzt, dass es weit über 5000 waren. Von vielen Seiten habe man ihm bestätigt, dass sich die Gäste in Letschin wohlgefühlt haben und den Tag genossen haben.

Festumzug wurde Höhepunkt

Mit einem imposanten Fest-Umzug erreichte der Oderbruchtag in Letschin am Samstagnachmittag, 24. Juni, seinen Höhepunkt. Städte und Dörfer des Oderbruchs, Vereine und Betriebe zogen in über 50 Schaubildern an der Bühne am Markt vorbei, wo Lothar Böttcher und Dilan Polat den Zug moderierten.

Bürgermeister Michael Böttcher unterstützte die beiden. Wieder wurde deutlich, wie sehr das Oderbruch in den vergangenen Jahre zusammengewachsen ist. Golzower, Lebuser, Neulietzegöricker, Neutrebbiner, Bliesdorfer, Neuhardenberger und Neuküstrinchener, Podelziger, Neulewiner und Seelower, Wriezener, Zechiner und Küstrin-Kietzer sowie viele andere präsentierten sich dort.

Zum Oderbruchtag dabei: Die Seelower kamen mit ihrem Maskottchen, dem Ziegenböckchen und den Jagdhornbläsern.

Ulf Grieger

Das Wichtigste – der Austausch an den Ständen

Imposant waren das Löschfahrzeug des Flugplatzes Neuhardenberg, der größte Odega-Mähdrescher und die liebevoll gepflegten Oldtimer-Technik der Traktorenfreunde. Die Neuhardenberger zeigten Tanzeinlagen des Karnevalsvereins und die Seelower ließen die Jagdhörner erschallen.

Showeinlage der Neuhardenberger Karnevalisten: Jede Gemeinde, die am Umzug teilnahm, hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Ulf Grieger

Auch am Nachmittag ging das bunte Treiben an den mehr als 80 Ständen weiter. Das wichtigste: man kam ins Gespräch, tauschte sich aus. Sei es am Stand der Golzower, wo der Verein Golzower für Golzow und das Filmmuseum einluden oder bei den Podelzigern, die ihre Vereinsarbeit vorstellen wie auch die Lebuser. Lange Schlangen bildeten sich auch am Stand von Odega. Der Landwirtschaftsbetrieb bot die FairMast-Broiler an, die in den Ställen in Sachsendorf und Neuhardenberg gemästet werden. Dort wurden auch die Hubschrauber-Rundflüge verlost, die Odega gemeinsam mit dem Flugplatz Neuhardenberg angeboten hatte.

Oderbruchtag für die Jüngsten in Letschin: Die Kita Bienenschwarm aus Ortwig animierte die Kinder auf dem alten Schulhof zum Tanzen.

Ulf Grieger

Den Kindern gehörte der ehemalige Schulhof an der alten Schule. Die Kindergärten aus Letschin, Sietzing und Ortwig animierten die Kinder dort zu tanzen; es gab Hopseburgen und ein buntes Programm. Das Jubiläum 20 Jahre polnische Partnergemeinde Pszczew wurde von Schülern aus Pszczew und Letschin mit Gesang und instrumentaler Darbietung gewürdigt. Abends begann eine Kinder- & Jugendparty mit Schluchti alias Olaf Lawrenz.

Sie konnte viele Bekannte in Letschin begrüßen: die Sängerin Monika Herz.

Ulf Grieger

Monika Herz und ihr Sohn David erfreute die Festgäste auf der großen Bühne am Markt. Monika Herz, ist in Letschin geboren und aufgewachsen. So war der Auftritt für sie und sicher auch für die alten Letschiner, etwas sehr Besonderes. Auch für David war es ein Nachhausekommen. Er hat große Teile seiner Kindheit bei den Großeltern in Letschin verbracht.

Sie moderierten den großen Festumzug: Lothar Böttcher, Dilan Polat und Michael Böttcher.

Ulf Grieger

Festgottesdienst auf dem einstigen Kirchenareal

Zur Eröffnung des Festes hatte Pfarrer Frank Schneider von den paradiesischen Momenten im Leben gepredigt, für die man dankbar sein sollte. Das Oderbruch sei wie der biblische Garten Eden; den Menschen zum Erhalten und Bebauen anvertraut. Er appellierte zugleich an die den Oderbrüchern nachgesagte Toleranz, um auch mit anderen Meinungen umgehen zu können.

Ein zentrales Wort der Predigt war der Friede, der auch im Miteinander der Menschen gelebt werden sollte. Der Gottesdienst fand genau dort statt, wo einst das Letschiner Kirchenschiff gestanden hatte.

Die Lebuser in Letschin: Vereine und Gemeindevertreter des Oderstädtchens und seiner Ortsteile hatten einen großen Stand gleich am Schinkelturm.

Ulf Grieger

Das ganze Oderbruch versammelt

Auf dem Markt und dem Anger von Letschin trafen sich das ganze Oderbruch. Die Städte Lebus, Wriezen, Seelow und Bad Freienwalde waren ebenso mit den Ortsteilen vertreten wie die Gemeinde Bliesdorf als Gastgeberin des vierten Oderbruchtages 2025 – ferner die Neutrebbiner, Neulietzegöricker, Altwriezener, Neuhardenberger, Golzower, Podelziger, Lüdersdorfer und Küstrin-Kietzer. Wobei Letztere die Aufgabe hatten, am selben Tag auch noch den rbb-Landschleicher zu begrüßen. Viele Behörden und Betriebe waren vor Ort.

MOZ vor Ort beim 3. Oderbruchtag in Letschin: Sandra Kantwerk-Pahl und Mirko Kantwerk beantworteten gemeinsam mit Lokalredaktionsleiter Ulf Grieger Fragen zur MOZ.

Ulf Grieger

Katrin Blume vom Landesamt für Umwelt präsentierte das anspruchsvolle Programm, mit dem die Gewässer der 1. Ordnung in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden sollen, um die Abflussverhältnisse zu verbessern. Die E.dis und die EWE waren gefragte Gesprächspartnerinnen zur Zukunft der Energieversorgung, und der Künstler Volker Wagner prägte die begehrten Sondertaler zum Fest.

Sondertaler zum Fest in Letschin: Die ganz besonderen Erinnerungsstücke prägte der Künstler Volker Wagner.

Ulf Grieger

Fischer Detlef Schneider aus Küstrin-Kuhbrücke, die Bäckermeister Diana und Claas Baumgärtel aus Sachsendorf, Gärtnermeister Martin Arndt sowie die Odega und der Tuchebander Oderbruchhof waren ebenso vor Ort wie das Oderbruch-Museum und die MOZ: Sandra Kantwerk-Pahl und Mirko Kantwerk beantworteten gemeinsam mit Lokalredaktionsleiter Ulf Grieger Fragen zur MOZ.

Ein weiterer Höhepunkt war der Gesang des Oderbruchliedes auf der großen Bühne zum Oderbruchtag in Letschin: Kurz vor der Staffelstabübergabe der Letschiner an die Bliesdorfer für den 4. Oderbruchtag 2025 sangen Bürgermeister sowie Land-, Bundes- und EU-Abgeordnete das Oderbruchlied.

Die Seelower Volks- und Show-Tanzfruppe: Sie erfreute die Gäste gleich auf mehreren Bühnen in Letschin

Ulf Grieger

Gottesdienst zum Oderbruchtag in Letschin: Zur Eröffnung des Festes predigte Pfarrer Frank Schneider von den paradiesischen Momenten im Leben, für die man dankbar sein sollte. Das Oderbruch sei wie der biblische Garten Eden den Menschen zum Erhalten und Bebauen anvertraut.

Ulf Grieger

Mit einem tollen Soundcheck war am bereits am Freitag in Letschin der 3. Oderbruchtag eingeläutet worden. Nachdem bereits zahlreiche Mitwirkende am Nachmittag bei strömenden Regen ihre Zelte aufgestellt hatten, hörte der Niederschlag tatsächlich zu abendlichem „Soundcheck“ mit den Neuzeller Oktoberfestspitzbuben auf.

Die Musiker erwiesen sich als wahre Stimmungskanonen, brachten von Beginn an das immer mehr heranströmende Publikum zum Tanzen und Mitsingen. Im Anschluss stimmte DJ Flocki Tanzmusik an. Für Essen und Trinken sorgten Gastwirte wie Lars Treptow, Fleischer, Landwirte und Essensversorger.

Begeisterten die Gäste am Vorabend zum Oderbruchtag in Letschin: Die Oktoberfestspitzbuben aus Neuzelle.

Ulf Grieger

Die Odega-Gruppe und der Airport Neuhardenberg boten ab Sportplatz Letschin Rundflüge mit einem modernen Hubschrauber der Firma Aeroheli an. Tickets gibt es Infostand des Airports auf der Festmeile und am Start- und Landeplatz. Um 20.30 Uhr startet die Disko mit Tanja Lasch und Charlien. Zum Abschluss ist ein Feuerwerk geplant.