666 Jahre: Schönfließ feiert Schnapszahl-Jubiläum
Das Schnapszahl-Jubiläum des zur Stadt Lebus gehörenden Ortsteils sei ganz bewusst für den 6. Juni geplant gewesen, berichtete die Vorsitzende Petra Golze am Sonnabendvormittag. Da steckte das halbe Dorf zwischen Hähnekrähen und Rasenmähergeräuschen noch mitten in den Vorbereitungen. „Wir haben die Schönfließer gebeten, ihre Vorgärten zu schmücken und uns Gläser für Lichter zu spenden“, erzählte die Vereinschefin. Und so standen bereits an die 1500 Papiertüten an Straßen, Wegen und Plätzen, in denen am Abend dann Teelichter entzündet wurden.
Ab und an schwebte ein Luftballon durch die Luft, um kurz darauf zu zerplatzen. Der Wind meinte es weniger gut mit den Organisatoren, die ursprünglich auch eine Luftballonparade mit 203 Exemplaren – symbolisch für jeden Einwohner – vorgesehen hatten. Aber in diesem Jahr war aufgrund der Corona-Krise ohnehin vieles anders. Fast drohte die als Kinder- und Feuerfest in der Region bekannte und beliebte Veranstaltung – es wäre die 18. Auflage gewesen – ganz auszufallen. Stattdessen gab es eine Sondergenehmigung, dass die Schönfließer wenigstens unter sich feiern können.
Andreas Köcher läutete erstmals offiziell die Glocke vom Schauer vor der Kirchenruine aus und präsentierte neben seinem W 50-Oldtimer der NVA auch eine Fahne der FDJ-Betriebsgruppe der LPG „Neuer Tag“ von 1954. Viel Lob gab es für die Andacht von Pfarrerin Katharina Falkenhagen im Park. Ohne Gaststätte im Ort wäre das gemeinsame Kaffeetrinken und Abendessen nicht möglich gewesen. Und als es dunkel war, gab es sogar noch ein Feuerwerk.




