666 Jahre
: Schönfließ feiert Schnapszahl-Jubiläum

Die Einwohner von Schönfließ lassen sich das Feiern nicht nehmen. Die 666-Jahr-Feier durften sie unter Auflagen begehen.
Von
Anett Zimmermann
Schönfließ
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  • Geschmücktes Ortseingangsschild: Ausflügler hielten schon mal an, um nachzufragen und Fotos zu machen. Beim Fest selbst blieben die Schönfließer unter sich.

    Geschmücktes Ortseingangsschild: Ausflügler hielten schon mal an, um nachzufragen und Fotos zu machen. Beim Fest selbst blieben die Schönfließer unter sich.

    Anett Zimmermann
  • Die Bewohner von Schönfließ lassen sich das Feiern nicht nehmen. Die 666-Jahr-Feier durften sie nur unter Auflagen begehen. Am Abend gab es dort eine Lichtshow und es wurde unter anderem Sirtaki getanzt.

    Die Bewohner von Schönfließ lassen sich das Feiern nicht nehmen. Die 666-Jahr-Feier durften sie nur unter Auflagen begehen. Am Abend gab es dort eine Lichtshow und es wurde unter anderem Sirtaki getanzt.

    Anett Zimmermann/MOZ
  • Unterm Wünschebaum: Jörg Kottlorz und Peggy Lorenz. Auf den Bändern war oft Gesundheit zu lesen, aber auch Ende von Corona und gute Nachbarschaft.

    Unterm Wünschebaum: Jörg Kottlorz und Peggy Lorenz. Auf den Bändern war oft Gesundheit zu lesen, aber auch Ende von Corona und gute Nachbarschaft.

    Anett Zimmermann
  • Symbolische Kaffeetafel im Park: Bei ihrem Fest sollten die Schönfließer auf Abstand achten.

    Symbolische Kaffeetafel im Park: Bei ihrem Fest sollten die Schönfließer auf Abstand achten.

    Anett Zimmermann
  • Ungewöhnliche Idee am Straßenrand: Zahlreiche Bewohner des Lebuser Ortsteils hatten sich zum Jubiläum etwas einfallen lassen.

    Ungewöhnliche Idee am Straßenrand: Zahlreiche Bewohner des Lebuser Ortsteils hatten sich zum Jubiläum etwas einfallen lassen.

    Anett Zimmermann
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Das Schnapszahl-Jubiläum des zur Stadt Lebus gehörenden Ortsteils sei ganz bewusst für den 6. Juni geplant gewesen, berichtete die Vorsitzende Petra Golze am Sonnabendvormittag. Da steckte das halbe Dorf zwischen Hähnekrähen und Rasenmähergeräuschen noch mitten in den Vorbereitungen. „Wir haben die Schönfließer gebeten, ihre Vorgärten zu schmücken und uns Gläser für Lichter zu spenden“, erzählte die Vereinschefin. Und so standen bereits an die 1500 Papiertüten an Straßen, Wegen und Plätzen, in denen am Abend dann Teelichter entzündet wurden.

Ab und an schwebte ein Luftballon durch die Luft, um kurz darauf zu zerplatzen. Der Wind meinte es weniger gut mit den Organisatoren, die ursprünglich auch eine Luftballonparade mit 203 Exemplaren – symbolisch für jeden Einwohner – vorgesehen hatten. Aber in diesem Jahr war aufgrund der Corona-Krise ohnehin vieles anders. Fast drohte die als Kinder- und Feuerfest in der Region bekannte und beliebte Veranstaltung – es wäre die 18. Auflage gewesen – ganz auszufallen. Stattdessen gab es eine Sondergenehmigung, dass die Schönfließer wenigstens unter sich feiern können.

Andreas Köcher läutete erstmals offiziell die Glocke vom Schauer vor der Kirchenruine aus und präsentierte neben seinem W 50-Oldtimer der NVA auch eine Fahne der FDJ-Betriebsgruppe der LPG „Neuer Tag“ von 1954. Viel Lob gab es  für die Andacht von Pfarrerin Katharina Falkenhagen im Park. Ohne Gaststätte im Ort wäre das gemeinsame Kaffeetrinken und Abendessen nicht möglich gewesen. Und als es dunkel war, gab es sogar noch ein Feuerwerk.