800 Jahre Lebus
: Kinder schreiben Song zum Jubiläum

Dem Kurzfilm aus dem Sommer folgt ein Lied, das Fünftklässler dem 800. Jubiläum der Stadt Lebus gewidmet haben.
Von
Katja Gehring
Lebus
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Zum 800. Geburtstag von Lebus: Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b der Burgschule haben gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Sebastian Undisz einen Song geschrieben. Bald ist die Uraufführung.

Zum 800. Geburtstag von Lebus: Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b der Burgschule haben gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Sebastian Undisz einen Song geschrieben. Bald ist die Uraufführung.

Maren Nickel
  • Fünftklässler der Burgschule Lebus schreiben Song zum 800. Stadtjubiläum mit Sebastian Undisz.
  • Uraufführung des Lieds beim Neujahrsempfang der Stadt am 24. Januar im Kulturhaus.
  • Lied fasst 800 Jahre Stadtgeschichte in Worte und Klänge, illustriert mit Plakaten.
  • Historischer Festumzug am 4. Juli: Kinder präsentieren acht Epochen der Stadtgeschichte.
  • Breite Beteiligung von Bürgern, Vereinen und Unternehmen am Jubiläumsjahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Lebus hat das Jubiläumsjahr begonnen. Veranstaltungen in den nächsten Monaten finden in Verbindung mit dem 800. Geburtstag statt. Noch bevor Fahnen gehisst und Bühnen aufgebaut werden, gibt es einen ersten Höhepunkt. Wenn Bürgermeister Ralf-Tore Fabig geladene Gäste am 24. Januar im Kulturhaus zum Neujahrsempfang begrüßt, wird ein Lied erklingen – geschrieben und gesungen von Kindern.

Bereits im Sommer widmeten sich Schülerinnen und Schüler der Burgschule Lebus einem Projekt im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum. Für eine Woche wurden sie vom Unterricht freigestellt, um im Heimatmuseum an einem Kurzfilm zu arbeiten.

Dafür zogen die Fünftklässler mit Mikro und Kamera durch Lebus und führten Interviews am Gartenzaun. Dabei hatte sie das Team aus dem Oderbruch Museum Altranft begleitet. Als Bischof, Burgfräulein, Händler, Käufer und Schaffner verkleidet, spielten die Schüler einige Szenen aus der Lebuser Geschichte nach.

Ein Lied für Lebus: Geschichte in Worte und Klänge gefasst

Von Oktober bis Dezember folgte der zweite Part, um sich in die Vorbereitungen für den runden Geburtstag einzubringen. Dieses Mal konnten dafür nicht die Unterrichtsstunden genutzt werden. Die Mädchen und Jungen der Klasse 5b fanden sich in ihrer Freizeit im Kinder- und Jugendhaus zusammen und stemmten gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Sebastian Undisz ein Musikprojekt.

Dabei wurden sie unterstützt von Musiklehrerin Beate Heinze und der Leiterin des Kinder- und Jugendhauses, Maren Nickel, die auch Mitglied im eigens für das Jubiläum gegründeten Festkomitee ist. „Ziel war es, sich der Geschichte der Stadt auf kreative Weise zu nähern“, berichtet Maren Nickel. „Entstanden ist ein Lied, das 800 Jahre Stadtgeschichte in Worte und Klänge fasst, von den Anfängen bis in die Gegenwart.“

Zeilen wie „Schenk mir den Augenblick, ich will dir was erzählen“, „Ein Dorf aus Holz und Hoffnung“, „Die Mauern stürzen ein“ oder „Lebus erhebt sich wieder“ zeugen davon. Um das Gesungene illustrieren zu können, gestalteten die Mädchen und Jungen zu jeder Strophe ein großes Plakat.

Premiere wird das Lied, mit dem die Kinder ihrer Stadt zum Jubiläum gratulieren, im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt am 24. Januar feiern. Weil Bürgermeister Ralf-Tore Fabig wegen begrenzter Platzkapazitäten dann nur geladene Gäste begrüßen kann, soll das Werk der Öffentlichkeit an zentraler Stelle zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert werden. „Es ist fest in den historischen Festumzug am 4. Juli eingebunden“, verspricht Maren Nickel. „Dort führen die Kinder der Burgschule Lebus durch acht historische Epochen der Stadtgeschichte.“ Sie laufen jeweils zwischen den acht großen Themenwagen, die von Traktoren gezogen werden, mit ihren Bollerwagen mit. Dahinter können sich Vereine, Unternehmen und natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger mit eigenen Beiträgen anschließen.

Im Kinder- und Jugendhaus: Schülerinnen und Schüler der Burgschule gestalteten in ihrer Freizeit jeweils ein Plakat zu jeder Strophe des selbst geschriebenen Songs.

Im Kinder- und Jugendhaus Lebus: Schülerinnen und Schüler der Burgschule gestalteten in ihrer Freizeit jeweils ein Plakat zu jeder Strophe des selbst geschriebenen Songs.

Maren Nickel

800 Jahre Lebus: Bürger, Unternehmen und Vereine bringen sich ein

Derzeit wird der Umzug in der Burgschule intensiv vorbereitet. Jede Klasse hat ein eigenes Thema übernommen. Kostüme, Requisiten und Darstellungen entstehen nach und nach im Unterricht und in Projektzeiten. So wird die Stadtgeschichte Schritt für Schritt visualisiert.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das gesamte Festjahr. „Die Grundplanungen sind abgeschlossen, die Detailarbeiten laufen“, informiert Maren Nickel. Vorgesehen ist ein Jahresprogramm mit Ausstellungen, Konzerten und Begegnungen. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 3. bis 5. Juli. „Der historische Festumzug am Sonnabend soll dabei das verbindende Element sein“, sagt sie.

Schon jetzt zeige sich eine breite Beteiligung. Vereine, Schulen, Kitas, Betriebe sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bringen sich mit Ideen, Zeit und Unterstützung ein. So hätten etwa Unternehmen Stoffe für die Kostüme und Farbe für die Requisiten sowie Bollerwagen gespendet. Seniorinnen erklärten sich bereit, Kostüme zu nähen, und viele Einwohner helfen mit Geldspenden. Maren Nickel: „Das Jubiläumsjahr soll nicht nur an die Geschichte erinnern, sondern das Miteinander in der Stadt sichtbar machen.“