„Defender 2020“
: Linke protestiert in Seelow gegen Nato-Manöver

Der Stadtverband der Linken in Seelow demonstrierte dagegen, dass an die Ostgrenze der Nato Truppen verlegt werden.
Von
Ulf Grieger
Seelow
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Die Seelower Linke hat am Dienstag an der Küstriner Straße in Seelow gegen das Nato-Manöver "Defender 2020" demonstriert.

Ulf Grieger

Man sei grundsätzlich gegen solche Art der Militärmanöver, halte aber auch den Zeitpunkt, den 75. Jahrestag der Befreiung für ungeeignet dafür. „Schließlich hat Russland den Hauptanteil an der Befreiung getragen“, betonte Klaus Richter, Fraktionschef der Linken im Seelower Stadtparlament.

Doris Richter, sie ist auch im Kreisvorstand der Linken, verwies auf die enormen Kosten, die das Manöver verursache, an dem rund 40 000 Soldaten teilnehmen werden. Grobe Schätzungen gehen für die Bundesrepublik bislang von Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro aus. Für die USA werden die Kosten auf rund 340 Millionen Dollar geschätzt. Proteste wurden auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt von Friedensinitiativen, der Partei Die Linke und Greenpeace angekündigt.